RUNNING
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"Trainingspläne sind nur etwas für Buchhalter und Erbsenzähler."
So oder so ähnlich denken viele Freizeitsportler, wenn es um die Frage nach dem Sinn eines Trainingsplanes geht. Dabei sind Trainingspläne sehr wichtig - eigentlich sogar unverzichtbar.
Die Sache mit dem Sport ist ähnlich wie mit den guten Vorsätzen zum Jahreswechsel: Ziele sollten immer konkret formuliert werden. Nehme ich mir vor, im nächsten Jahr mehr Sport zu machen, ist die Zielformulierung eher ungenau bis gar nicht vorhanden.
Ein besserer Plan könnte lauten: "Montag und Donnerstag wird für min. 45 Minuten am späten Nachmittag nach der Arbeit gelaufen." Dieses Vorhaben könnte gelingen, denn mein Plan wurde deutlich schärfer.
Bei der Formulierung von Trainingszielen sind die W-Fragen zur Orientierung nützlich. Wann? Was? Wie oft? Wie lange?
Trainingspläne sind Zielformulierungen. Ziele motivieren, helfen und sind Ansporn für das Gelingen. Konkrete Ziele kann ich nachher auf den Erfolg hin messen: Ziel erreicht?
Ein Trainingsplan ist daher für den ambitionierten Läufer ebenso wichtig, wie gute Laufschuhe.
Meine Verletzung ist fast ganz ausgeheilt. Seitdem ich den Arm nicht mehr fixieren muss, geht es steil bergauf.
Erstaunlich empfinde ich die Wirkung der Krankengymnastik. Die Beahndlung ist sehr angenehm - mein Arm wird in alle Richtungen gedreht und gedrückt. Das tut (hinterher) richtig gut, da ich das Gefühl habe, mit jeder Behandlung habe ich ein Stück meiner Beweungsfreiheit zurück.
Gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Massage an den Verspannungen. Ich habe bisher noch keine krankengymnastische Behandlungen erlebt und auch noch keine Massagen erhalten. Das ist Neuland für mich.
Das Lockern der Verspannungen ist leicht schmerzhaft - die Schulter wird warm und man fühlt wie nach anstrengenden Sport. Daran könnte ich mich gewöhnen.
Ab morgen wird wieder gelaufen. Mal sehen, ob die Erschütterungen noch im Gelenk zu spüren sind.
Vielleicht lag es daran, dass Montag war. Vielleicht ist es täglich so: im Krankenhaus waren zahlreiche Menschen mit Verletzungen, Verstauchungen oder nach Stürzen zum Beispiel von der Leiter zur Behandlung. Ich musste daher erst drei Stunden warten und fragte zwischendurch, ob ich vor der Beratung schon einmal zum Röntgen gehen kann. Ich wollte vermeiden, dass die Abteilung für Röntgenaufnahmen geschlossen hat, bevor ich mit der Beratung fertig war.
Man erklärte mir, eine Röntgenaufnahme ohne ärztliche Beratung sei nicht zu verantworten. Es würde die Tatsache einer Körperverletzung darstellen, daher musste ich mich noch gedulden. Im übrigen sei die Röntgenabteilung 24 Stunden in Betrieb.
Nach kurzer Befragung wurde ich kompetent untersucht. Die Untersuchung fand statt durch Drucktasten und Bewegungen meiner Schulter, Brustbereich sowie Rücken. Zur Bestätigung der Vermutung des Arztes musste meine Schultern dreimal geröntgt werden - aus verschiedenen Positionen. Das war schmerzhaft, gab aber Bestätigung für die Diagnose „Tossy II“.
Wieder Glück im Unglück. Eine OP ist nicht erforderlich!
Die konservative Therapie besteht daraus, die linke Schulter für zwei bis vier Wochen ruhig zu stellen. Um eine schädliche Schonhaltung oder Verkrampfung zu vermeiden wurden mir Schmerztabletten verordnet. Nach zwei bis vier Wochen sollte der Schmerz verschwunden sein und die Schulter wieder vorsichtig bewegt werden können. Ich werde dann mithilfe von Krankengymnastischen Übungen zu alter Bewegungsfähigkeit zurückfinden können.
Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn ich ungeschützt mit dem Kopf aufgeschlagen wäre. Vielleicht nutze ich zukünftig einen Fahrradhelm?
Es heißt doch, Sport ist Mord. Nun hat es mich erwischt, mit dem Fahrrad. Aber Glück im Unglück hatte ich auch.
Vor ein paar Tagen fuhr ich mit meinem Sportfahrrad in mittlerer Geschwindigkeit einen Berg hinunter. Auf halber Höhe befindet sich der Kindergarten. Da es gerade Mittagszeit war wurden viele Kinder abgeholt und liefern auf dem Fußweg. Da ich mit unberechenbaren Handlungen von Kindern rechne, reduziere ich leicht die Geschwindigkeit.
Ganz plötzlich entschließt sich ein Kind die Straße zu überqueren und läuft mir vor meinem Fahrrad. Instinktiv bremse ich stark und war von dem Überschlag vollkommen überrascht. Glück im Unglück: ich schlug nicht mit dem Kopf auf. Ich habe mich über meine linke Schulter abgerollt und brauchte circa 5 Minuten um wieder aufstehen zu können (Kreislauf). Das Fahrrad blieb intakt und neben zahlreichen Schürfwunden fiel mir in den ersten Momenten auch keine gesundheitliche Beeinträchtigung auf.
Nach circa 10 Minuten spürte ich starke Schmerzen in meiner linken Schulter. Ich beschloss, nach dem Mittagessen gleich ins Krankenhaus zum Röntgen zu fahren, um abzuklären ob eine Verletzung bestand.
Um schnell wieder ins Training zum kommen habe ich vor einigen Tagen über stärkere Belastungen nachgedacht. Von irgendwoher habe ich in meinem Schrank noch Gewichte liegen, die um das Fuss- oder Handgelenk mit Klettverschluss angebracht werden können.
Doch scheinbar ist diese Idee falsch. Gleich zwei Gründe sprechen dagegen:
1. Nach einer langen Pause ist es wichtig, den Körper langsam an die Belastung zu gewöhnen. Nach den ersten Impulsen kann man die Distanz und die Geschwindigkeit sanft erhöhen, um an alte Trainingszeiten heran zu kommen.
2. Training mit Gewichten ist nicht produktiv. Dazu fand ich einen guten Artikel in der RunnersWorld (http://www.runnersworld.de/print/einsteiger/ratgeber_sich_beim_laufen_mit_gewichten_belasten.49603.htm). Danach ruiniert man sich den Laufstil mit den ungewöhnlichen Belastungen. Ein Krafttraining wird mit diesen Methoden auch nicht erreicht. Somit fallen die Ziele und Argumente für diese Maßnahme aus.
Nach langer Pause sollte man behutsam wieder in das Training rutschen.
Bei mir erfolgt das durch kleinere Strecken und einem langsameren Tempo - zumindest in Bezug auf meine Leistungen im Sommer 2008.
Jetzt hatte ich eine Pause eingelegt und im Winter meinen Körper geschont. Im März habe ich mich mit meiner Laufgruppe allerdings für den ersten Stadtlauf angemeldet. Das bedarf eines Trainings, um den Lauf sinnvoll zu bestehen und die Muskeln, Sehnen und Gelenke nicht zu plötzlich zu belasten.
Mein Trainingsplan für die erste Woche nach 4 Monaten Pause:
1.-3. Woche: 2x leichter Lauf 5 km langsam
4. Woche: 1x 10 km langsam / 1x 5 km anziehendes Tempo an der Belastungsgrenze
5. Woche: 2x 10 km im üblichen (alten) Trainingstempo
In der dunklen Jahreszeit ist die Motivation nicht gerade leicht für Läufe aufzubringen. Nicht nur, aus Bequemlichkeit.
Ich kann mich zur Zeit wenig begeistern mich im Dunkeln zu bewegen. Dabei ist auch zu beachten, dass die Unfallgefahr - selbst bei langsamen Tiningsläufen - dramatisch steigt. Da gilt es, nur beleuchtete Wegstrecken in verkehrssichererer Keidung zu wählen, die man kennt. Denn eine kleine Baustelle, oder gar fehlende Steine im Bürgersteig können für so manche Überraschung sorgen. Das Trainingsziel wäre somit deutlich verfehlt.
Da empfehlen sich die Kopflampen, die man mittlerweile für gutes Geld in jedem Sportgeschäft erwerben kann. Am besten wählt man eine mit LED-Beleuchtung. Das spart Strom / Batterien und gibt ein starkes Licht. Mittlerweile habe ich eine Kopflampe, die meinen Weg sehr gut und deutlich ausleuchtet.
Es bleibt dann nur noch der Schweinehund...
Hergott nochmal. Ich bin furchtbar unkonsequent.
Jetzt bin ich schon seit dem letzten Stadtlauf im Juni nicht mehr richtig gelaufen. Gestern habe ich es nach langer Zeit probiert und musste abbrechen. Ich bin das einfach zu schnell angegangen.
Der Sommer ist schön. Gutes Essen (Grillen), den Tag geniessen, Urlaub... All das hinterlässt Spuren und macht träge. Darüber hinaus bin ich auch ein wenig schwerer geworden. Das ist nicht schlimm, aber für mein Laufen belastend.
Es gibt keine Entschuldigungen, die wirklich unabwendbar sind. Es sind alles Ausreden. Ich muss wieder anfangen. Und das gelingt mir nur, wenn ich den inneren Schweinehund besiege.
Mit diesem Gedanken kann ich mich motivieren. Das trainiert nicht nur die Ausdauer, sondern auch das Überwinden können. Diese Eigenschaft halte ich für sinnvoll und trainierbar: das Überwinden. Tricks dazu kenne ich wenige:
- nicht lange darüber nachdenken, sondern einfach machen
- dranbleiben und wiederholen
- hinterher: sich belohnen
- das Ziel fest vor Augen behalten
Wenn man das Überwinden trainiert, nützt es einen nicht nur für das Laufen. Vielleicht kann ich mich dann bald auch mal zu einer kalten Dusche überwinden!? Soll ja gesund sein...
Hier scheiden sich die Geister: die richtige Zeit für das Training.
Nach meiner Meinung schaffen es erstaunlich viele Menschen, morgens früh aus dem Bett zu kommen und vor den täglichen Verpflichtungen das Trainingsprogramm zu absolvieren. Dafür gibt es Sportler, die gerne am Abend - oftmals sogar sehr spät - noch das Trainingspensum erledigen. Welche ist also die richtige Zeit.
Die meisten Experten finden keine Antwort für alle Menschen. Die Antwort liegt wie so oft individuell nach dem Typ und richtet sich zuletzt auch an den Rahmenbedingungen. Wer z.B. schon um 5.00 Uhr früh seinen Dienst beginnt, für den ist ein Morgentraining schwer zu absolvieren.
Die Trainingszeit sollte sich ganz nach dem persönlichen Körper- und Tagesrhythmus richten, denn wie leistungsfähig wir beim Sport sind, kann ganz entscheidend vom Zeitpunkt des Trainings und der Abstimmung auf unseren Arbeitsalltag abhängen.
Man muss es also "fühlen" bzw. seine eigenen Erfahrungen mit dem Training machen. Um welche Uhrzeit fühle ich mich wohl beim Training? In erster Linie sollten Sportler dabei auf die Signale des eigenen Körpers achten und sich keinesfalls zu Trainingsgewohnheiten zwingen, bei denen der Körper nicht mitspielt.
Läufer, die früh am Morgen unter einen schwachen Kreislauf leiden, sollten sich nicht zu hohen Leistungen antreiben. Ein Irrglaube dazu lautet, dass der Kreislauf so zu anderem Verhalten trainiert wird. Vielmehr ist eine erhöhte Verletzungsgefahr zu bemerken und manchmal reagiert der Körper sogar mit Übelkeit oder Schwindel.
Laufen - warum?
Ich laufe gern. Dieser Sport vereint Bewegung und Ausdauertraining mit größtmöglicher Freiheit für die Terminplanung.
Laufenkann man inder Gruppe oder allein, am Abend oder am Morgen, kurz oderlang, im Regenoder bei Sonnenschein. Da ich beruflich stark engagiertbin, kommt mir dieser Gestaltungspielraum sehr entgegen.
Aber das Laufen macht auch riesigen Spaß. Probiere es selbst!
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