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Wir verstehen nur, was wir selber machen...
Wir verstehen nur was wir selber machen

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Gebt acht...

30.12.2008 17:41

Damit sie nicht zu Patienten werden müssen, achtet auf unsere Kinder und Jugendlichen. Gerade heute und morgen, am Silvestertag. Die traurige Bilanz der letzten Jahre war, dass schon am Nachmittag oder frühen Abend Kinder angetrunken oder volltrunken aufgefunden wurden, ihren Eltern oder gar dem Krankenhaus zugeführt werden mussten. Das Krankenhaus in Eberswalde handelt in solchen Fällen kompromisslos. Das Jugendamt wird sofort verständigt. Alleine die Vorstellung, dass so etwas geschieht, erzeugt Gänsehaut. Die Eltern müssen das erfahren, kein Augen zudrücken ist da angesagt. Viele Eltern wissen gar nicht, wass ihre Kinder manchmal treiben. Viele Kinder geraten aber auch in schlechte Gesellschaft. Viele Händler halten sich nicht an das Verkaufsverbot für Alkohol an Kinder.

Völlig andere Dramen kommen auf die Kinder zu, wenn sie nicht begreifen wollen, wie gefährlich Feuerwerkskörper sind, vor allem aus Osteuropa. Sie sind zu handhaben wie es die Hersteller beschreiben, nicht um die Heldenhaftigkeit des Vaters beim Wehrdienst vorzuführen. Raketen sind keine Geschosse gegen Nachbars Schlafzimmerfenster, sondern gehören senkrecht in den Himmel geschossen. Auch wer die Knaller nicht in der Hand explodieren lässt ist ein ganzer Mann. Abgerissene Finger, Hände und Unterarme sind die Folgen neben zerplatzten Trommelfellen und zerstörten Augen. Ein Preis, der zu hoch ist für eine Silvesterparty. Wenn wir wollen, dass unsere Worte nachaltig bleiben, müssen wir es vormachen ! In dem Sinne allen einen guten Rutsch und viel Erfolg in 2009.

 

Frank

 

Und wie weiter ?

30.10.2008 02:19

Der Infarkt setzte auf, auf eine Perimyocarditis 14 Jahre zuvor. Er zerstörte die halbe Vorderwand, Teile des Septums und die Herzspitze. Die Auswurffraktion ging erheblich zurück, es entstand eine Linksherzinsuffiziens mit beständig erhöhtem Druck in der linken HK.Meine Körperliche Leistungsfähigkeit ging verminderte sich um weitere wichtige Prozente. Die Ursache, die 80%ige RIVA Stenose, besteht noch immer. Sie ist erreparabel. Eine Dilatation würde sie zerreissen(nur derbes Bindegewebe), ein Bypass würde aus dem selben Grund nicht verwachsen. REHA in Wandtlitz, danach keine Verbesserung. 18 Monate AU, BU-Rente. Das Leben war plötzlich anders.Aber selbst nach der Verrentung noch immer keine Freigabe vom Arzt. Aus Gehen wurde schleichen,aus Hautfarbe ein beständiges Aschfahl. Permanente Schwindelanfälle begleiteten mich und Extrasystolie war an der Tagesordnung. Keine Belastung, keine Anstrengung, ein bisschen Gymnastik im Sitzen. Das ging Jahre so. Das uvermeidbare lies nicht allzu lange auf sich warten. Herbst 2002. Nach dem Weg von der Schule(ich habe immer meine jüngsten immer hin gebracht und wieder abgeholt) Schmerzen in den Beinen und Füßen, so als währe ich zuviel gegangen. Ich schenkte der Sache an diesem Tag so viel Bedeutung, dass ich das 5 min später wieder vergessen hat. Am nächsten Tag das Selbe, am kommenden auch, dann weiter. Es hörte nicht mehr auf... und wurde immer schlimmer. 6 Monate später hatte ich solche Schmerzen, dass ich nicht mehr schlafen konnte, nicht mehr denken. Ich habe nichts mehr in mich rein bekommen und konnte kaum noch gehen. Ich habe innerhalb kürzester Zeit 10 Kilo abgenommen. Alles andere wie früher schon einmal. Notärzte, Arzttermine, keine Ergebnisse. Schmerzen ? Arthrose ? Dies oder Jenes ? Abgenommen ? Ja, was tun ? Ach ! Sie müssen ständig auf die Toilette und haben viel Durst ? Wissen Sie, wir werden mal Ihren Zucker messen... Ooooohhhhhh.... 630 !!!! Sind Sie verrückt ?
Ich ? Warum ?
Wir machen einen Glukosetolleranztest, gleich morgen Früh.
Am Morgen dann die unmissverständliche Aussage dieses Tests:
Sie sind Diabetiker !
Die Schmerzen ! Da müssen wir jetzt gezielt etwas unternehmen. Differentialdiagnostik in der Neurologie(Nervenklinik,Psychiatrie,Klapper). 1 Woche lang. Ich wollte es nie auch nur einem erzählen. Ich in der Klappse, hab ich denn ne Macke ? Natürlich nicht. Aber es waren nur 2 Stationen, welche das wirkliche Elend von Neurologiepatienten trennte. Ansonsten purer Luxus, diese Klinik. Die intensivsten Untersuchungen, die je an mir durchgeführt wurden.Von einigen 100 ml Blut bis Rückenmarkpunktion hat man alles aus mir rausgeholt was es zu holen gab. Geschwindigkeitsmessungen auf der Nervenautobahn, Reiz-und Reaktionstests der Extraklasse. Seither weiss ich was ich nicht habe. HIV, Borreliose,Syphilis,Meningitis,ALS,MS e.t.c. Nun ja, ich hatte gar nichts ! Und genau dazu war ich dort, um alles auszuschließen, bis auf Eines. Und plötzlich hatte der Schmerz seinen Namen: Diabetische Polyneuropathie (DPNP). Das bedeutete, der Diabetes mellitus war nicht erst seit gestern da, denn die DPNP ist eine seiner Spätfolgen !! Erstaunt hat das nicht nur mich. Nun wurde speziell auf PNP getestet und gemessen und die Diagnose spezifiziert. Art und Lage und Schwere wurden bestimmt und das war schon bemerkenswert fortgeschritten. DPNP's sind meistens distal und symetrisch, also in den äußeren Körperregionen und den Endgliedern eben, den Füßen. Sie sind nahezu deckungsgleich, also in beiden Beinen, in beiden Füßen an fast den gleichen Stellen. Mehr zu den Symptomen und der Behandlung der PNP gibts in einem Kommentar zu einem Mitgliederberricht.
Inzwischen lebe ich seit fast 5 Jahren damit, mehr schlecht als recht, aber immerhin. Im vorigen Jahr überlebte ich knapp eine böse Lungenentzündung, doch ihr wisst es längst, ich zeig ihm immer den dicken Daumen, wenn er mit seiner Sense vorbeischlendert und so tut als wöllte er nichts weiter. Und im Ernst ? Wenn man seit seinem 23.Lebensjahr so viel am Hals hat, kann man sagen, das Leben war schon echt versaut. Ohne meine Familie ,ohne meine Kinder hätte ich nicht viel mehr, was mich überzeugen könnte unbedingt daran festzuklammern. Ich würde es nicht forcieren aber es währe mir doch merklich egal. Und sonst ? Gerade bin ich dabei dafür zu sorgen, dass ich nicht ständig die Geburtstage meiner 8 Enkel durcheinanderbringe. Und ich schreibe sehr viel, hier und auf meiner Homepage und dort und wo anders. Und wenn es Nacht um 3 ist und ich mal wieder nicht schlafen kann.

Woher das alles kam

23.10.2008 17:35

Das könnte ein Roman werden.
1983... ein Tag wie jeder andere auch. In der DDR , in Görlitz, meiner Heimat. Mitten beim Arbeiten durchlief mich ein "Rauschen", ein "Mega-Kribbeln", ein "Etwas" von den Beinen in den Kopf schießend. Taumeln,Benommenheit.Ich flog gegen eine Wand, konnte mich festklammern an einer Eisenstange.Kollegen waren schon zur Stelle, stürtzten mich,setzten mich hin. Das "Etwas" ging vorbei.Benommenheit blieb und eine unerklärliche Angst. Mein Chef setzte mich in seinen Wartburg, fuhr mich in die Klinik.Untersuchungen,Blutdruck,Befragung...sonst nichts. Nach Hause, dass wars für diesen Tag.Nächster Morgen: Hausarzt.Untersuchung, EKG, Befragung... Diagnose: Nichts. Bis Ende der Woche arbeitsunfähig.Dann ging es wieder zur Arbeit.Nicht lange, denn die Beschwerden häuften sich,gelegentliches Fieber kam dazu. Das ging so über 10 oder 12 Wochen. Das "Etwas" kam nie wieder aber öfters drehte sich die Welt unter den Füßen weg, wie auf einem Schiff bei Seegang, Wahnsinn. Es folgten mehr Untersuchungen und alle brachten nichts. Am Ende der Zeit war ich wieder arbeitsunfähig. Zu Hause, total am Boden. Schmerzen hinter dem Brustbein,Kräfteverfall, ständig Schweißgebadet.Leichtes Fieber begleitet das Geschehen.In den letzten Tagen wurde öfters der Notarzt gerufen, 2 mal nahm er mich mit ins Krankenhaus, 2 mal ließen sie mich ohne Ergebnis wieder nach Hause. Es kam das dritte Mal. Mit letzter Kraft schleppte ich man an meine Wohnungstür, meine damalige Frau war arbeiten, Spätschicht, es war gegen 21:00 Uhr. Ich rief um Hilfe, so wie ich es noch konnte. Ein Gefühl sagte mir, ich muß handeln,es ist soweit,jetzt oder nie mehr. Eine Mieterin über mir hatte das gehört.Ich brauchte nichts zu erklären. Sie rief den Notarzt von selbst. Wieder im Krankenhaus. Ein Ärzteteam um mich herum, ratlos.Kurz vor der Aufgabe. 'Er' kam vorbei.Blieb stehen, drehte sich um,zögerlich.Er fragte:"Was hat er denn?". Schulterzucken! Er kam näher, groß,hager,schon ein wenig grau.Er nahm meine Hand, drückte auf die Nägel der Finger und sah mir in die Augen. "Der Junge hat einen septischen Schock.Bringen Sie ihn auf die 'I', Antibiose, volles Programm,alles reinlaufen lassen was wir haben,vielleicht schaft er es ja,er sieht kräftig aus."Erste komplexe Diagnosen mitten in den Schläuchen und Geräten auf der 'I', der Intensivstation. Ein Virus, nicht näher beschrieben, weil nicht bekannt.Als erstes schaltete er das Imunsystem aus, viele Wochen vorher schon.Für alles Andere war dann freie Fahrt.Herzbeutel, Herzmuskel,doppelseitige Pneumonie, voller Wasser,Hepatitis,doppelseitige Nephritis mit temporärem Nierenversagen,Brustfellentzündung, Tod ... Nein, nicht doch. Das haben sie vergessen. Die Uhrzeit meines Ablebens auf den Totenschein zu schreiben. Vielleicht ist der Gevatter deshalb weiter gegangen. Inzwischen war ich an der Antibiose, bekam Heparin und Diurektika non stop. Am nächsten Morgen zeigte ich der Welt den bekannten Finger. Ich war noch da. Auch 'Er' kam wieder, extra wegen mir. OMR Dr.med.Klaus Zenker, Chef der 1.MED Klinik des Bezirkskrankenhauses Görlitz. Der Mann, der mir mit den richtigen Entscheidungen im richtigen Augenblick das Leben ein zweites Mal geschenkt hat. Vor drei Jahren wurde er für sein Lebenswerk mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.Diesem Mann schulde ich ewige Hochachtung.
6 Wochen auf der 'I', dann noch 12 in der 1.MED von Chef Zenker, wie ihn alle nannten. Ich kam wieder auf die Beine, wenn auch angeschlagen.Denn mein Herz hatte Schaden genommen dabei und Leber und Nieren auch.
Was damals niemand wusste: Auch die Herzkranzgefäße waren entzündet und eines davon heilte unter Narbenbildung ab. Innerhalb der kommenden 13 Jahre sollte es sich auf eine 80%ige Stenose zusammenziehen.
1997 musste ich mich einem simplen urologischem Eingriff unterziehen. Bei soetwas bekommt man Medikamente, welche die Blutung unterdrücken. Das kann zu Gerinnseln führen, mit berechenbarer Größe. Sie würden, falls sie in den Blutstrom gelangen, überall durchpassen - nur nicht durch eine 80%ige RIVA Stenose. Und plötzlich war er da, der Infarkt, aus dem Nichts, völlig unerwartet.
(geht weiter.... :-) )

Diagnosen

23.10.2008 17:21

Perimyocarditis mit Pericard- und Pleuraerguss 1984
Vorderwandinfarkt 1997
Diabetes mellitus Typ 2 2000
Diabetische Polyneuropathie mit schweren neurologischen Symptomen 2005
Ausgepr. Segment Pneumonie re > Lungenfibrose 2007
COPD 2008

Interessen

23.10.2008 17:21

Diabetes Management
Medizinische Entwicklung bei der Therapie meiner Diagn.
Computer
Internet

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Frank K.


Geschlecht: männlich
Alter: 55 Jahre

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