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Hier findest Du die Meinung und Erlebnisse von Petra G.

Meine Geschichte

20.11.2007 10:51

Vor 15 Jahren machten sich die ersten Beschwerden bemerkbar. Ich arbeitete damals in einem Restaurant und machte das hastige Essen und den Stress dafür verantwortlich , das ich jedesmal nach der Mittagspause zur Toilette rannte und Verdauungsbeschwerden in Form von Durchfall und Magenkrämpfen hatte. Meine Mutter meinte schon damals öfters das ich das mal abklären lassen sollte. Aber eben ich war nun mal der Meinung es war nur der Stress mit der Arbeit und der Familie und nahm es nicht weiter ernst All die Jahre über hatte ich immer wieder Durchfall und Magen - oder Bauchkrämpfe. Mit der Zeit wurde es immer häufiger und ich rannte teilweise noch während dem Essen auf die Toilette , Dazu kam das ich vermehrt Übelkeit während oder nach dem Essen verspürte. Irgendwann war ich dann doch der Meinung es bei meinem Arzt mal zu erwähnen. Aber auch er war der Meinung das sei Psychischer Stress , da ich in dieser Zeit eine lange Krankheitsgeschichte und mehrere Operationen durchmachte. Okay konnte ja sein und ich nahm es auch so an. Aber es hörte nicht auf . Dann kam eine Gallen Operation dazu und die Ärzte meinten das nun mein Durchfall und die Übelkeit ein Ende hätten. Aber das war ein Irrtum. Nun fing es erst so richtig an. Mit der Zeit wartete ich schon nach drei Bissen darauf das ich rennen musste um die Toilette zu erreichen Ich mochte nicht mehr in ein Restaurant Essen gehen und hatte Panik vor einer Einladung. Ich suchte immer wieder den Arzt auf. Wechselte sogar meinen Hausarzt weil er mich nicht ernst nahm, aber auch dieser bezeichnete meine Probleme als Reizdarm ausgelöst durch Psychischen Stress. Ich bekam sogar einmal Antidepressiva Ich war verzweifelt. Warum glaubte mir niemand ausser meiner Familie welche meine Veränderung mitbekamen. Es ging mir plötzlich von Tag zu Tag schlechter. Dazu kamen noch Schilddrüsen Probleme und schon war das Krankheitsbild für meinen Arzt perfekt. Darum ging es mir schlecht. So und nicht anders.
Nein so war es eben nicht. Ich bekam Stimmungsschwankungen welche in Depressionen ausarteten, fühlte mich schlecht. Der ständige Durchfall mehrmals am Tag schwächte mich .Immer wieder wachte ich morgens auf und hatte das Gefühl als wenn ich die Nacht durchgesoffen hätte . Mein Körper speicherte in hohem masse Wasser ,ich nahm zu und bekam Atembeschwerden. Schlief Nachts schlecht, war Nervös und Unruhig. Immer wieder hatte ich starke Bauchkrämpfe, begleitet von Übelkeit und Durchfall. Nach langem hin und her machte mein Hausarzt einen Bluttest und dieser war Negativ. Er meinte das ich ganz sicher KEINE Zöliakie oder gar Laktose-Intoleranz hätte . Es sei eindeutig Psychisch (wieder dieses Wort)

Mir ging es aber immer schlechter. Ich hatte Probleme meinen Haushalt und Familie zu versorgen. Ich brach sogar meine Sprachschule ab, da ich mich nicht mehr konzentrieren konnte. Ich vergass alles, wusste teilweise im Gespräch nicht mehr was ich sagen wollte. Ich wollte nur noch schlafen und meine Ruhe. Ich bekam Haarausfall und meine Haut sah immer mehr aus als wenn ich wieder in die Pubertät käme . Dazu kamen Migräneanfälle mit Erbrechen.. Von Tag zu Tag wurde es schlimmer . Herzrasen und Herzstolpern kamen dazu .Da mein Hausarzt auch meine Schilddrüsen vernachlässigte , meldete ich mich bei einem Spezialisten an . Einem Stoffwechselarzt. Als ich ihm meine Beschwerden , welche ich neben meinen Schilddrüsen hatte, schilderte ,meinte er ich solle doch mal einen Atemtest auf Laktose-Intoleranz machen. Er meldete mich im Krankenhaus an und nach 20 min. wusste ich das ich in hohen massen Intolerant gegen Laktose bin. Einerseits war ich nicht begeistert und andererseits froh das man endlich herausgefunden hatte was mit mir los war. Seit ich nun darauf achte was ich esse geht es langsam Bergauf. Ich hätte mir einige Jahre Nervenkrieg und Selbstzweifel sparen können wenn einige Ärzte mehr auf meine Beobachtungen geachtet und über Laktose-Intoleranz mehr gewusst hätten. Leider ist es so , das nicht nur Ärzte viel zu wenig darüber wissen, auch in meinem Umfeld und Bekanntenkreis stosse ich immer wieder auf Unverständnis.

Mittlerweile sind auch noch Begleit Intoleranzen und Allergien aufgetreten. Eigentlich hätte jeder Arzt schon aufhorchen müssen, da ich schon seit einigen Jahren ,auch eine ausgeprägte Urtikaria habe , welche meistens ausgelöst wird durch eine andere Allergie oder Intoleranz im Körper.

Ich hoffe das die Laktose-Intoleranz ,wie auch anderen Intoleranzen und Allergien ,mit der Zeit mehr Beachtung geschenkt wird und so Kinder, Eltern und alle Betroffenen schneller ernst genommen werden , Glauben geschenkt wird und so auch schneller geholfen werden kann.

Petra

Diagnosen

20.11.2007 10:50

ich bin in hohen massen intolerant gegen Laktose.

Dazu weitere Intoleranzen und Allergien.

Petra G.


Geschlecht: weiblich
PLZ: Sc***

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