Hier findest Du die Meinung und Erlebnisse von Heike S. M.
Ich bin so traurig, dass der Sommer schon zu Ende geht. Was heißt Sommer? Das war dieses Jahr echt ein Witz. Zumindest bei uns in D.
Seit Kurzem haben wir zwei kleine Schildkröten. Was anderes geht ja gar nicht bei uns Allergiekern, bzw. wir haben noch Fische, aber die sind nicht sehr zutraulich. Auch wenn die Schildis hier geboren sind und gar nicht die Wärme des Südens kennen, tun sie mir so leid. Die ganze Zeit arbeiten wir mit einer Wärmelampe, damit sie ein bisschen in Schwung kommen. Dann klettern sie in ihrem Gehege herum und hüpfen in den "Pool". Besonders schön reagieren sie auf meine Kleine, wenn sie mit ihnen spricht. Darüber freue ich mich sehr.
Aber sie spüren, glaube ich, trotz der Lampe die Wetterumschwünge, wie auch immer. Seit Montag sind sie nur noch schläfrig. Wir werden sie wohl bald in den Winterschlaf versetzen müssen.
Liebe Grüße
eure Heike
Hallo an alle,
es tut mir leid, dass ich so lange verschollen war, aber es gibt mich noch. Ich habe nun seit Ostern versucht unsere Fassade zu streichen. Alleine. Ich wusste nicht, dass das so viel Arbeit ist. Ich hatte jedoch viel Spaß dabei, wenn das Wetter mir auch oft einen Strich durch die Rechnung machte. Es ist ein beeindruckendes Gefühl so ganz oben am Giebel auf dem Gerüst zu stehen und der Wind weht einem um die Nase. Noch nie habe ich so viel von der Nachbarschaft mitbekommen wie da. Gut, ich bin auch wahrlich niemand, der ständig aus dem Fenster schaut, um zu sehen, was die Nachbarn tun. Doch so haben sich jetzt nette Gespräche ergeben. Ich wurde viel gelobt, weil ich so fleißig wäre. Typisch schwäbisch. So eine Arbeit gefällt den Leuten. Mein Haut hat die Farbe erstaunlich gut vertragen. Wahrscheinlich, da die Inhaltsstoffe an der Luft gut verflogen. Nur meine Hände waren extrem trocken, wenn ich sie lange waschen musste, um die Farbe zu entfernen.
Nebenbei habe ich noch versucht, die Familie nicht zu vernachlässigen. Mein Sohn hatte Konfirmation, meine Große wurde 18 und schrieb gleichzeitig ihre Mittlere Reife Prüfungen und mein 40. im Juni musste geplant und Einladungen geschrieben werden. So blieb einfach keine Zeit fürs Forum oder fürs Internet überhaupt. Auch meine Buchprojekte ließ ich ruhen, wobei eine Schaffenspause vielleicht auch mal gut tut.
Viele liebe Grüße
eure Heike
http://hometown.aol.de/learohse/Heike_S_Mayer.htrml
Nun bin ich wieder zurück. Ich fand die Buchmesse dieses Jahr nicht so interessant wie letztes. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass letztes Jahr mehr Aussteller da waren und diese auch faszinierendere Bücher dabei hatten. Vielleicht täusche ich mich da aber auch.
Meine Lesung hat super geklappt. Schon vorher sprachen mich die Leute an, ob ich die mit der ND wäre. Ein bisschen merkwürdiges Gefühl, aber sie sahen mein Buch in der Hand und nicht meine Haut. Das bilde ich mir zumindest ein. Eine Zuhörerin nahm mich nach der Lesung spontan in den Arm. Zwei Zuhörer gestanden mir, dass auch sie ND hätten.
Ich hatte nur leider nicht ganz die Ruhe, die ich mir gewünscht hätte, hing oft am Telefon, Verbindung nach zu Hause. Mein Sohn ist vorgestern beim Überqueren eines Zebrastreifens mit dem Rad vom Auto angefahren worden. In seinem Schock hat er den Fahrer weiter fahren lassen. Es ist zwar nichts gebrochen, doch sein Oberschenkel ist geprellt und es ging ihm gestern einfach nicht gut. Die Große hatte Bauchschmerzen und Durchfall. Und dann musste ich sie dennoch bitten, sich darum zu kümmern, dass mein Sohn zum Arzt geht.
Liebe Grüße
deine Heike
http://hometown.aol.de/learohse/Heike_S_Mayer.html
Guten Morgen an alle,
ich dachte eigentlich, ich wäre mittlerweile nicht mehr so nervös vor einer Lesung, dass sich das so negativ auf meine Haut auswirkt, aber sie ist wirklich nicht gut. Meine Hände habe ich in den letzten beiden Nächten sehr aufgekratzt, auch habe ich sie wieder verbrüht, da sie sehr juckten. Manche Stellen verschorfen schon, andere sind noch ganz frisch. Nun juckt es nicht mehr. Es tut weh, schmerzt bei jeder Bewegung der Finger. Mein Gesicht ist noch ganz passabel. Am Hals jedoch habe ich rote Flecken. Am Wochenende war ich bei meinen Eltern zum Essen eingeladen. Ich glaube, meine Mutter hat zum Würzen der Speisen etwas verwendet, das ich nicht vertrage. Nun kann ich nur hoffen, dass sich die Haut bis Donnerstag beruhigt, wenn ich nach Leipzig zur Buchmesse fahre und aus meinem Neurodermitisbuch lese. Ich möchte eigentlich nicht in allen Einzelheiten demonstrieren, was Neurodermitis ist.
Liebe Grüße
eure Heike
Es ist doch interessant, wie dieses Thema Neurodermitis die Leute interessiert. Nun kommt morgen ein Regiestudent aus Wien zu mir zu Besuch, da er eine Doku über Neurodermitis drehen möchte. Ich bin für alles offen und schon ganz neugierig, was er sich überlegt hat. Ich werde dann davon berichten.
Heute erhielt ich die DVD vom SWR von meinem Fernsehauftritt. Ich warte noch ein bisschen damit, bis ich sie mir anschaue. Ich will alleine sein und ganz viel Ruhe haben, wenn ich das mache. Doch wann habe ich schon Ruhe? Nächste Woche habe ich hier eine Lesung, die ich vorbereiten will. Und dann kommt die Lesung auf der Buchmesse in Leipzig . Zudem arbeite ich momentan an zwei weiteren Buchprojekten. Anfangs kam ich damit gar nicht zurecht. Ich wusste nie, wann ich was machen soll. Jetzt habe ich es ein wenig organisiert. Eine Woche arbeite ich an einem Buchprojekt und die nächste Woche an dem anderen.
Nun ist doch da ein faux pas passiert. Meine Telefonnummer ist öffentlich auf einer HP sichtbar und jetzt rufen mich die diversen Vertreter und Therapeuten an und versuchen mir, etwas zu verkaufen. Vormittags arbeite ich immer intensiv an meinen Büchern. Nicht nur, dass durch diese Anrufe meine Konzentration flöten geht, ich will diese Art von Hilfe nicht, und ich ärgere mich sehr darüber. Am Telefon mache ich keine Geschäfte. Das ist unseriös.
Alle sind ganz entzückt über meinen Fernsehauftritt. Mich haben Leute angerufen, denen ich nichts vorher gesagt hatte. Erstaunlich, welche Menschen wann und was fernsehen. Ich finde auch, dass das was ich sagte und wie ich es sagte in Ordnung war, doch fand ich es äußerst merkwürdig, mich selbst zu sehen. Meine Bewegungen und mein Äußeres waren mir so wenig vertraut. Dass meine Stimme anders klingt und wie, das ist mir durch die Lesungen mit Mikrofon und das Arbeiten mit Band-Aufnahmen bekannt. Daran störte ich mich nun nicht. ich hoffe, ich bekomme bald die Aufnahme vom SWR Fernsehen. Dann werde ich mich ganz alleine davor setzen und mich in Ruhe noch einmal anschauen.
Gestern war ich nun auf dem Titelblatt des Lokalen Wochenblattes mit Foto und einem Artikel über mich. Mir wurde dabei bewusst, dass ich mit Fotos von mir ganz gut klar komme.
Heute war nun das Wochenblatt zum Interview da. Das war sehr locker. 1 1/2 Std hat sich die Journalistin mit mir unterhalten und zuletzt ein Foto in der Küche gemacht, während ich am Buch schreibe. Ihre Fragen waren gut überlegt, darüber habe ich mich sehr gefreut.
Heute Abend kommt nun auch die Sendung im TV. Während mein Mann sich riesig freut, weiß ich noch nicht so recht, ob ich es schaffe, mich anzuschauen. Seine eigene Stimme zu hören, ist immer so unangenehm.
Am Montag meinte ich, einen Berliner essen zu müssen. An Fasching, eine Ausnahme. In der darauffolgenden Nacht habe ich mir dann den Hals aufgekratzt. Ich vertrage also definitiv keine Hefe. Ich muss es weiterhin meiden. Kein Brot. Früher verstand ich meine Mutter nicht, die so gerne Brot isst und meinte, ich könnte darauf gut und gerne verzichten. Jetzt, nach einem Jahr ohne, versteh ich sie.
Es war gestern unglaublich aufregend beim SWR und ganz anders, als ich mir das zuvor vorgestellt hatte. Als ich kam, bat ich darum, zuletzt in die Maske zu kommen, damit das Make-up nicht allzu lange vor Drehbeginn auf meinem Gesicht sei. Hinterm Studio war ein kleiner Aufenthaltsraum, in den man mich brachte. Ein älterer Herr saß dort auf einer Couch. Er sprach sehr schlecht deutsch, aber ich verstand, dass er extra aus Wien angereist war, doch er sollte nicht in die Sendung kommen. Eine jüngere Frau kam aus der Maske, und ich fand später heraus, dass dies seine Gattin war, ich hätte eher auf seine Tochter getippt. Bei ihr sollten während der Sendung Falten behandelt werden. Ich fragte mich, ob ich da nicht mehr Falten habe. Der Arzt, der sie behandeln sollte, kam hinzu. Dann gab es helle Aufregung, da sich herausstellte, dass sie ihre Falten vor ein paar Tagen mit Botox hatte wegspritzen lassen. Es wurde ein Ersatz gesucht. Dr. Weiss kam kurz zu mir, um sich vorzustellen und mir zu sagen, was er mich ungefähr fragen würde. Schon war er wieder verschwunden. Der Aufnahmeleiter gab mir die Hand. Die Redakteurin begrüßte mich und versuchte einen Bissen zu essen. Eine ältere Dame betrat den Raum, die Naturprodukte als Hilfsmittel bei einer Balsenentzündung präsentieren sollte. Sie begann ein angeregtes Gespräch mit unserer Betreuerin. Der Mann auf der Couch begann fernzusehen. Seine Frau war mit einer zweiten sehr jungen Frau im Studio verschwunden, die sich nun die Falten behandeln ließ. Ich hätte gerne ein wenig Ruhe gehabt, um mich zu sammeln. Das war aber nicht möglich. Jetzt kam ich in die Maske. Neben mir saß ein Herr, der im Liveprogramm gleich die Aktienkurse präsentieren würde. Meine Maskenbildnerin fragte ihn, ob sie richtig gehandelt hätte, da sich ihre verkauft habe. Mein Gesicht wurde nebenbei abgedeckt. Zuvor hatte sie gemeint, dass sie schon ganz andere Neurodermitiker geschminkt hätte. da hätte sie offene Stellen zuschminken müssen. Und solange ich nur neben Dr. Weiss zu stehen hätte und nicht ins Schwitzen käme, würde ich es bestimmt schaffen. Die Sprecherin der Landesschau saß mittlerweile neben mir und bekam Lockenwickler ins Haar. Später nach meinem Dreh erkannte ich sie bei meiner Visite in der Regie auf dem Bildschirm bei ihrem Liveauftritt wieder. Ich kehrte aus der Maske in den Aufenthaltsraum zurück. Kaum war die ältere Dame in die Maske geholt worden, als sich die Studiotüre öffnete. Sie sollte zum Dreh kommen. Da sie nicht da war, nahm man mich mit. Doch wurden im Studio bereits auf einem Tisch die verschiedensten Kräuter und Tabletten hingerichtet, um jene Dame darüber berichten zu lassen. Sie mussste also in jedem Fall vor mir dran sein. Ich setzte mich auf die Zuschauerbänke, auf denen schon zahlreiche junge Menschen Platz genommen hatten. Als dann gedreht wurde, erkannte ich, dass alljene eine Aufgabe halten: Dort ein Kabel halten oder da oder ähnliches. Die ältere Dame machte das grandios. So würde ich das niemals hinbekommen. Mit einem einzigen Schnitt war sie fertig.
Dann wurde mir ein Mikrofon an den Ausschnitt geheftet. Der Tisch wurde wieder abgeräumt, da ich nun mir Herrn Dr. Weiss dort stehen würde. Er brachte einen Laptop, auf dem man Fotos von mir und meinem Sohn sehen würde. Es gab Schwierigkeiten, da der Bildschirm des Laptops spiegelte. Ich wurde mit irgendwelchen Spiegelchen áusgeleuchtet, ins rechte Licht gerückt, auf ein Podest gestellt. Die Redakteurin sprach mir Mut zu. Und schon ging es los. Hinter Dr. Weiss sah ich eine Uhr, die rückwärts lief. In der Kamera stand Dr. Weiss` Text, den er ablesen konnte, während er in die Kamera schaute. Er fragte mich, ich versuchte beim Antworten, auch das Thema zu treffen. Alles ging mit atemberaubende Geschwindigkeit vor sich. Plötzlich brach Dr. Weiss ab. Die Uhr zeigte nur noch sechs Sekunden. Und ich könnte noch so viel erzählen. Die Redakteurin rief "Oh schade!". Sie fand die Aufnahme so gut, ich wäre so lebhaft gewesen, hätte sogar gelacht. Sie fragte die Regie, ob man es denn nun wirklich wiederholen müsste. Dr. Weiss entschuldigte sich, er hatte gedacht, der Aufnahmeleiter hätte abgebrochen. Dieser widersprach. Dr. Weiss meinte, die Zeit wäre um gewesen. "Aber hinter Ihnen sehen sie doch auch die Uhr!" Man beschloss, dass er mich nun nur noch verabschieden würde und das könne man anstückeln. Darauf wurden noch einige Minuten nur meine Hände gefilmt, da man dort das Ekzem so schön sehen könnte. Ich solle sie nur ganz natürlich bewegen. Das war wohl das Schwierigste für mich an der ganzen Aufnahme. Die Kamera auf den Händen zu wissen, die ich sonst eher verberge und sie natürlich zu bewegen.
Als wir fertig waren ging Dr. Weiss zur Liveübertragung in die Landesschau und ich unterhielt mich mit einigen Anwesenden über die Faltenbehandlung. Der Arzt, der die Faltenbehandlung durchführte, wurde in dieser Zeit vom Hörfunk interviewt. Als Dr. Weiss zurückkehrte, gingen die Aufnahmen weiter und ich durfte mit in die Regie. Wo eine Unmenge Bildschirme hängen, mindestens einer von jeder Kamera und auch das Liveprogramm vom Dritten und von der ARD auf einem Bildschirm immer zu sehen war. Die Faltenbehandlung wurde weitergedreht. Ich hörte nun, wie eine Mitarbeiterin ständig Anweisungen an die Kameras gab, eine andere abbrach, dass sie den Inhalt nicht verstand, der Aufnahmeleiter etwas sagte, was nur hier oben zu hören war. Total spannend.
Dann war die Aufnahme zu Ende. Und ich machte mich auch auf den Weg nach Hause. Stolz auf mich, dass das Make-up bis zum Schluss gehalten hat. Heute spüre ich, dass die Haut ein wenig gespannter ist als sonst. Im Spiegel sehe ich auch etwas röter aus.
Liebe Grüße
eure Heike
http://hometown.aol.de/learohse/Heike_S_Mayer.html
Heute Nachmittag muss ich nun zum SWR, denn die Sendung wird aufgezeichnet. Ich bin schon ein bisschen nervös, wenn ich ehrlich bin. Ich versuche natürlich immer wieder, mir klar zu machen, dass das auch nur Menschen wie du und ich sind. Die Redakteurin kenne ich ja immerhin schon persönlich, doch die sitzt ja nicht mit mir vor der Kamera. Ich muss eine halbe Stunde früher da sein, da ich in die Maske soll. Es ist beinahe schon vorprogrammiert, dass meine Haut darauf heftig reagieren wird. Sie möge nur so lange ruhig verharren, bis der Dreh zu Ende ist. Ein Streuselkuchengesicht werde ich morgen stoisch ertragen.
Bis bald.
Eure Heike
http://hometown.aol.de/learohse/Heike_S_Mayer.html
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