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Hier findest Du die Meinung und Erlebnisse von Cerstin R.

Beim Mongolen

10.05.2008 08:53

Beim Mongolen

Wenn sich Hai und Schnecke begegnen und auch die Pute ihren Senf dazu gibt, dann war man Mongolisch essen.
Auch der Barsch und der Tintenfisch gesellen sich dazu und sie halten eine nette Poker Partie ab.
Störend dabei ist nur der Sellerie, die Pilze und die Paprika, auch die Sojasprossen tragen nicht unbedingt zur Harmonie bei.
Aber allen bleibt nichts anderes übrig als sich zu arrangieren, werden sie doch irgendwann zu einer Masse vermischt und rutschen dann ohne sich wehren zu können den dunklen Tunnel der Unendlichkeit entlang.

Heute einfach nur Sch......

09.04.2008 09:06

Heute morgen geht es mir einfach nur beschissen.
Gestern nur ein wenig (in meinen Augen) gemacht
und schon ruhiggestellt.
Gestern hat mir ein Bekanter das Badezimmer und die Toilette gestrichen.
Ich habe ausgeräumt und hinterher mit Hilfe meiner Mutter geputzt und nun brauche ich einen Tag mindestens Pause.
Früher hätte man sich so etwas nicht vorstellen können, das man nach so wenig so platt ist.
Gegen die Schmerzen überall abe ich schon eine Tablette genommen, vieleicht geht es heute Mittag schon besser.

Ich und die MS

03.04.2008 12:54

Ich bin gerade dabei meine Internetseite neu zu gestallten und auch mein Leben.
Beides ist nicht so einfach wie es sich anhört.
Vielleicht für jemanden der sich mit Computern, oder dem Leben auskennt, aber ich kann beides nicht.

In meinem Kopf und in meiner Fantasie ist beides leicht Klar könnte ich von meiner Fantasie leben wäre ich eh ein Reicher Mensch, aber das geht ja leider nicht.
Vielleicht wenn wir Tod sind, vielleicht kann man dann in seine Fantasiewelt schlüpfen und dann so leben wie man es immer gewollt hat, das wäre doch klasse, oder?
Hoffentlich werde ich nicht Wiedergeboren, ich glaub schon dass es so was gibt, aber so wie ich mich kenne muss ich dann sicher wieder so einen Scheiß durchmachen wie in diesem Leben und damit bin ich noch lange nicht fertig.

Wenn ich den Misst der hinter mir liegt aufzählen würde, wären sehr viele Seiten verplempert und man muss ja auch an die armen Bäume denken.
Außerdem habe ich das zum Großen Teil schon gemacht und nun diese Schubladen fest verschlossen, mit dem Teil bin ich fertig.
Mit dem letzten aber leider noch lange nicht, mit meiner Scheiß Krankheit, ich darf das so krass sagen, denn an ihr ist nichts schön, wer das behauptet hat sie nicht oder verleugnet sie.
Ich versuche beides nicht zu tun, nicht das ich jeden Tag jammere oder wehklage, nein nur möchte ich sie doch so wahrnehmen wie sie ist und das ist jeden Tag anders.

Nun irgendwie spannend das ganze, jeden morgen zuerst die Frage: „Na wie geht es mir denn so heute, wird dies ein guter oder ein schlechter Tag?
Was schaffe ich, kann ich das was ich mir vorgenommen habe auch erledigen?“
Dann werfe ich mir meine Tablette gegen meine Spastiken ein Frühstücke
im Bett und warte darauf das mir das Aufstehen leichter fällt.
Nicht das ich dies jeden Morgen so bewusst mache, meine auch das geht einem irgendwann in Fleisch und Blut über, so wie fast alles.
So wie, das man seine Beine nicht mehr richtig spürt, oder wie, das man schwankt wenn man plötzlich stehen bleibt, so wie eine Weide im Wind, oder wie ein Besoffener, je wie man es sehen will.
Ja auch wie, das man beim Orgasmus wesentlich mehr Probleme hat als man möchte und wenn man erregt ist ein so heftiger Schauer den ganzen Körper durchfährt, das es wieder unangenehm wird, echt klasse.
All das und noch viel mehr ist mir mittlerweile in Fleisch und blut übergegangen das ich es als normal empfinde, leider habe ich auch vergessen was vorher normal war, also wenn man mich heute darauf anspricht was sich geändert hat, brauche ich lange um es zu beschreiben und das meiste vergesse ich dann auch schon mal.

Außerdem kann ich meine Krankheit nicht vergessen, da ich mich jeden tag spritzen muss, nicht das ich dabei immer an sie denke, aber ich weiß wer mir dies eingebrockt hat, ach bevor ich das vergesse zu sagen sie ist meine MS.
Ja meine MS, denn diese gehört nur mir ganz allein und niemand anderem, denn jeder hat seine eigene, mit den eigenen Anfängen, Symptomen und Problemen.
Meine bekam ihren Namen 2002 von einer jungen unerfahrenen Ärztin in der Lukas Klinik.
Nach einer Lumbalpunktion wurde mir so ganz neben bei mitgeteilt, „Ach übrigens es handelt sich um MS.“
Wie lange sie mich schon vorher Namenlos begleitet hat kann ich nicht genau sagen, aber nach reiflicher Überlegung schon sehr lange.
1998 bekam sie erst einmal den Namen Angstzustände mit Panikatacken, und zwar nach dem ich längere Zeit an Schwindel und niedrigem Blutdruck litt und ich immer das Gefühl hatte gleich um zu fallen, und deren Ursache man nicht erklären konnte.
Aber den Namen fand sie wohl so toll, dass sie sich darin richtig wohl fühlte und immer heftiger darin wälzte, bis sie zu einer Agoraphobie wurde.
Erst nach einer Verhaltenstherapie mit vorheriger, langer Therapie in einer Psychiatrie ließ sie vorerst einmal von mir ab und ich fing an mein Leben ohne sie zu gestallten, aber irgendwie war ihr das zu langweilig und sie Stoß richtig zu und gab sich mit drei Schüben zu erkennen, herzlich willkommen Multiple Sklerose, Good by Agoraphobie.

Nun dank der Agoraphobie habe ich wenigstens Hamburg ziemlich gut kennen gelernt, wenn man viel mit dem Bus hindurch fahren muss und 20mal den alten Elbtunnel durchstreift, ist das so.
Doch, auch so was kann seine guten Seiten haben, ich habe dadurch auch viele nette Menschen kennen gelernt, mit denen ich leider keinen Kontakt mehr habe, aber die ich trotzdem nie vergessen werde.

Tja was wollte ich gleich noch?
Ach ja, ich gestallte gerade mein Leben neu, na ja, so gut es geht und leider geht es gar nicht gut.
Denn meine Handicaps machen es mir nicht gerade leicht und dazu zählt außer den Beschwerden meiner MS, leider immer noch meine Ängste, die ich aber nicht mehr Agoraphobie nenne, nein das sind sie nicht, eigentlich waren sie es auch nie.
Dafür muss man erst mal Agoraphobie definieren:
Als Agoraphobie (griechisch αγοραφοβία, agoraphobía, von αγορά, agorá „Markt(-platz)“ und φόβος, phóbos, „Furcht“) bezeichnet man eine Angst bzw. ein starkes Unwohlsein an bestimmten Orten, die aus diesem Grunde vermieden werden. Häufig handelt es sich dabei um enge Räume (z.B. U-Bahn, S-Bahn, Bus, Tunnel, Fahrstühle) oder um Menschenansammlungen (z.B. volle Kaufhäuser, Menschenschlangen, volles Kino, Verkehrsstau). In schweren Fällen kann die eigene Wohnung nicht mehr verlassen werden.
Eine Agoraphobie liegt auch dann vor, wenn Menschen weite Plätze (z.B. Marktplätze) oder weite Reisen allein vermeiden. Allen diesen Situationen ist gemeinsam, dass die Betroffenen in ihnen im Falle des Auftretens von Panik oder potentiell bedrohlichen Körperzuständen nicht schnell genug flüchten könnten, Hilfe nicht schnell genug verfügbar wäre oder sie in peinliche Situationen geraten könnten. Umgangssprachlich wird die Agoraphobie auch synonym mit den Begriffen Platzangst (unscharf verwendet, eigentlich Angst vor weiten Plätzen) oder Klaustrophobie (Angst vor engen Räumen) verwendet, die nach derzeitiger Begriffsgebung Unterformen der Agoraphobie sind.
In der überwiegenden Zahl der Fälle tritt die Agoraphobie gemeinsam mit einer Panikstörung auf, wobei die Angst vor dem Auftreten von Panikattacken in der Folge zur Vermeidung bestimmter Orte führt.
Nun irgendwie traf dies zum Teil auf mich zu, irgendwie auch nicht.
Ja ich bekam Panik in zu vollen Räumen und zu weiten Plätzen, aber auch nein ich bekam sie nicht.
Hört sich kompliziert an, war es auch, denn man konnte es bei mir nie genau sagen wann es auftrat und wann nicht.
Wenn mich jemand begleitete, dann trat es nie auf, war ich allein, schon eher aber auch nicht immer.
Gingen meine Gedanken ihre eigenen Wege, dann sehr oft.
Mit eigenen Wegen meine ich dass ich daran dachte gleich jeden Moment umzufallen und nicht mehr alleine zurück zu kommen, das ist nie passiert, aber es hätte.

Heute sehe ich klarer, denn Ursache für dies alles war meine damals mit falschen Namen versehen MS.
Der Schwindel kam daher, der niedrige Blutdruck ebenfalls und besonders das Problem über weite Plätze zu gehen.
Wegen diesem Problem habe ich mir den Gehstock verschreiben lassen und siehe da, ein Problem weniger.
Eigentlich habe ich viel zu spät nach diesem Hilfsmittel gegriffen und zuerst war es auch gar kein Gehstock, nein ich nahm einen Walkingstock zu Hilfe, ging auch, sah aber anders aus.
Viele Leute dachten bestimmt: „Will die hier in der Stadt walken und macht man das nicht mit zwei Stöcken?“
Ich habe, als ich noch nicht diese Hilfsmittel hatte, auf vieles Verzichtet, nur aus dem Grund das ich nie wusste, schaff ich den Weg zurück zum Auto, bzw. gibt es Parkplätze in der Nähe.
Wenn mein Mann mich zum Beispiel Fragte ob wir heute nicht essen gehen wollen dann kam die antwort: „Ne, heute nicht mir geht es nicht gut, geh du alleine.“ Oder „Nein ich habe schon gegessen ich bin schon satt.“ Oder ähnliches.
Dabei stimmte dies nie, klar wäre ich gerne essen gegangen, wer mag das nicht?
Aber da war das Problem wieder, wo ist der Parkplatz, wie komme ich ins Lokal und wieder zurück und ganz wichtig, wo sind die Klos?
Nun jetzt mit Krücke habe ich das Problem nicht mehr, damit schwanke ich weniger und jeder kann sehen das mir was fehlt und schon ist alles leichter, manchmal überlege ich mir eine Armbinde mit der Bezeichnung MS umzubinden, nicht so wie früher SS, nein so wie die drei Punkte für Blinde, denn man sieht mir ja auch nicht an das ich MS habe, das ich nicht richtig laufen kann ja, durch den Stock, aber warum, das nicht.
Soll das überhaupt jeder Wissen?
Ach mir ist das egal, ich sag es auch immer ganz offen, manchmal muss ich aufpassen, denn es hört sich fast so an als sei ich stolz drauf, kann man darauf stolz sein? Nein!
Doch da sie nun mal zu mir gehört, so wie meine Augenfarbe, warum soll ich sie verleugnen oder verdrängen?
Aber ich weiß wie es manchmal wirken muss.
Doch wenn mich einer Fragt. „Was machst du denn so heute, arbeitest du noch im Krankenhaus?“
Dann lüge ich nicht dann sage ich: „Nee bin in Rente.“
Ja und dann muss ich doch erklären warum.
Oder wenn mich jemand mit dem Stock sieht kommt immer die frage, „Was hast du denn gemacht?“
„Oh, ich habe nichts gemacht, nein das hat die MS für mich erledigt.“
Das habe ich noch nie gesagt, klinkt aber irgendwie richtig.
Nein, ich sag: “Ach, ich habe MS.?“
Lustig war darauf die Antwort von einem Onkel von mir:“ Ja ich kenne SM.?“
Hier bekam ich gleich einen viel sagenden Blick von meinem Mann, jetzt nur nicht lachen, ich konnte mich gerade so beherrschen.

Nun ich habe schon früh gelernt zu verzichten, nicht das ich es wollte, nein ich musste und das nicht nur weil wir wenig Geld hatten.
Und dann habe ich mich früh schon als nutzlos, hässlich und klein gefühlt und ich wurde durch eine gewisse Person auch so gemacht.
Ich weiß das jetzt, kann aber leider mein so lange erlerntes Verhalten nicht ablegen, nein kann ich nicht.
Versuchen was daran zu ändern, ja, aber ich rutsche trotzdem immer wieder in dieses Verhalten von damals, denn es gehört auch heute noch zu mir.
Keine Angst ich weiß das ich ein Fall für den Psychiater bin, ich habe es ja wie schon erwähnt lange Zeit mit gemacht, doch der Hilft auch nur zu erkennen was Falsch läuft, danach muss man selber einen Weg finden daran was zu ändern.
Und das ist das schwerste!
Ich selber habe ein Fachabitur in Sozialpolitik, das heißt zwei Jahr lang Psychologie und das nicht zu knapp.
Also Theoretisch alles kein Problem, doch wer das Handbuch eines Autos ließt, kann es noch lange nicht Reparieren.
So geht es mir auch, außerdem würde ich gerne mal ein Auto sehen was sich selber repariert, außer DUDU natürlich.
Da ich eh schon so Probleme mit dem Gleichgewicht habe, ist das über meinen Schatten springen erst recht ein Problem.
Doch so lange man lebt, arbeitet man auch an sich, ich zumindest und ich kenne viele die es auch machen.
Wie ich schon erwähnte versuche ich zurzeit wieder was zu verändern, nicht viel, denn das geht auch gar nicht, aber etwas.

Erstaunlich ist, das sich vieles, wenn man erst mal den Anfang gemacht hat, von alleine ergibt.
Sah die letzten Jahre mein Kalender mager aus, ich hätte eigentlich keinen gebraucht, ist es dieses Jahr schon ganz anders.
Nicht das ich jeden Tag Termine hätte, um Gottes Willen das würde ich auch gar nicht schaffen, nein aber genug um die Blätter nicht völlig karg aussehen zu lassen.
Schon mal ein guter Anfang. Und dann war ich dieses Jahr auch schon in Dresden und in der Tschechei, jawohl das war ich.
Im Mai wollen wir nach Paris, ist schon feste geplant, ja und der Rest wird sich dann so ergeben.

Osterfahrt

26.03.2008 17:52

Im Moment bin ich so voller "Tatendrang", das ich viel geplant habe für dieses Jahr.

Na ja, im Moment bin ich eher ziemlich platt von den Feiertagen die hinter mir liegen.
Aber ich habe alles geschafft was ich mir vorgenommen habe, juhuuuuuuuuuuu!!!!!!!

Als ich auf einer Landkarte gesehen habe wie nah doch der Geburtsort meiner Oma, der sich in der Tschechei befindet, bei Riesa ist, habe ich gleich den Wunsch verspürt dort einmal hin zu fahren.
In Riesa habe ich eine Cousine wohnen und die hat mich eh schon öfter eingeladen doch noch mal vorbei zu schauen.
Der Plan war also in meinem Kopf und bei einem Telefonat mit meiner Cousine kam gleich die Idee von mir dies doch Ostern zu machen.
Ich also meinen Mann auf Arbeit angerufen und gefragt ob er Ostern schon was vor hat und als er das verneinte kam gleich von mir meine Idee hinter her.
Und oh staune, er hat sie gleich aufgegriffen und somit stand fest, wir fahren über Ostern nach Riesa.
Dann sofort der nächste Anruf bei meiner Cousine, dass sie uns doch bitte ein Pensionszimmer bucht.
Leider haben sie selber nicht den Platz Gäste für ein paar Nächte auf zu nehmen, aber die Pension ist gleich im Nebenhaus.
Oh Mann, da war ich über mein Tempo dann selber erschrocken und besonders über meine Spontaneität.

Wir also am Donnerstag vor Ostern los nach Riesa, leider konnten wir erst um 13 Uhr fahren, da mein Mann noch arbeiten musste.
Leider waren wir nicht die Einzigen die diese Idee hatten, gleich bei Remscheid der erste Stau, dann der nächste bei Hagen und das ging die ganze Zeit so weiter.
Auf die A 42 kam man gar nicht erst drauf, das staute sich schon bis zur A 1.
Zum Glück gibt es Navigation und wir wurden recht gut um die Staus rumgeleitet, aber auch das ging nur bis zu einem bestimmten Punkt, denn mein Mann hatte die Bundestrassen raus genommen und so wurden wir dann nur von einer Autobahn zur nächsten Manövriert und es ging nicht weiter.
Wir kamen einfach nicht in den Osten, da war es echt zu DDR Zeiten einfacher, ich weiß wovon ich rede ich war oft genug da.
Erst als mein Mann dann die Bundesstrassen zugelassen hat, ging es über die Landstrasse weiter von Braunschweig bis hinter Leipzig und dann wieder auf die Autobahn.
Die ganze Fahrt, die sonst nur zwischen 5 und 6 Stunden dauert ging 9 Stunden und 30 Minuten.
Noch immer habe ich diese Stimme vom Navi im Kopf, die Sagt: „Vorsicht in 10 Kilometern vor ihnen stehender Verkehr.“

Den Abend sind wir sehr erschöpft eingeschlafen und ich betete das mir dieser Tag nicht die restliche Zeit in den Gliedern hängen bleibt.
Dann kam noch hinzu das ich eine Schniefnase hatte und auch da bat ich drum, mich vor schlimmeren zu verschonen.
Dies wurde mir dann auch gewährt und gleich am nächsten Tag machten wir uns auf in die Tschechei.
Wir waren tatsächlich in dem Geburtsort meiner Oma, ich selber kannte ihn nur von dem was mein Uropa darüber aufgeschrieben hatte und was ich gelesen habe.
Mir kam er irgendwie kleiner vor, rein fahren der Marktplatz raus fahren, das war alles.
Ich weiß nicht genau was ich mir davon versprochen habe, aber die Gänsehaut mit der ich gerechnet habe blieb aus.
Doch ich habe Erde von dort mitgenommen, die werden wir dann Ende April wenn meine Tante kommt über das Grab meiner Oma geben und ihr somit Heimaterde geben.
Sie ist ja leider im Dezember verstorben und ich hoffe sie wird dieses Symbol meiner Liebe zu ihr spüren.
Bei dem Gedanken daran bekomme ich eine Gänsehaut.
Die Rückfahrt ging dann durch die Sachsen Schweiz, eine sehr schöne Landschaft, leider war das Wetter nicht so gut, das man keine Aufnahen machen konnte.

Samstag war dann Einkaufen angesagt und nach dem Mittagessen dann Mittagsruhe, die hatten wir auch dringend nötig, denn irgendwie war unsere Nacht schon um 6 Uhr morgens zu Ende, wir konnten dann einfach nicht mehr schlafen.
Abends sind wir auf einem Nachtflohmarkt gewesen, den ich aber nur zur Hälfte geschafft habe, erstens weil er so groß war und zweitens weil dieses Stockende laufen nichts für mich ist.

Am Sonntag war dann Dresden angesagt und was soll ich sagen, als wir morgens aufstanden schneite es.
Es war zum Glück nicht so viel, das ich nicht laufen konnte und liegen blieb der ganze Mist auch nicht.
Ich hatte zwar vorsorglich schon Dicke Sachen eingesteckt, aber das hätte echt nicht mehr sein müssen.

Dresden ist eine schöne alte Stadt und zum Glück ist alles relativ nah beieinander.
Relativ, das heißt wenn man gut zu Fuß ist, ist das kein Problem.
Ich habe dort meinen Rollator eingeweiht und war echt froh ihn mit gehabt zu haben.
Wir haben auf einem Parkplatz in der Nähe der Frauenkirche gehalten, die ich das erste Mal unverhüllt gesehen habe, echt stark was die dort geschafft haben.
Dann ging es an der Semper Oper Vorbei zum Zwinger, beeindruckend.
Besonders die ganzen Japaner die dort Fotografierend und Knipsend rum standen, hihihi.
Es ging durch den Zwinger durch, zu einem Seitenausgang und dann in einem großen Bogen zurück zum Auto.
Ich hatte echt zwischendurch Angst es nicht mehr zu schaffen, doch ich hätte mich nicht hinstellen können und darauf warten das mein Mann mit dem Auto kam, da alles eine große Baustelle war, wäre dieses nicht möglich gewesen, also Zähne zusammen beißen ,Augen zu und durch.
Ich habe es geschafft und ich war geschafft.
Noch mal, Dresden ist eine schöne Stadt und man muss sich Zeit nehmen wenn man da hin fährt.

Montag ging es dann gleich nach dem frühstück zurück nach Hause, diesmal kamen wir gut durch, nur die letzten hundert Kilometer dauerte länger, aber das war halb so schlimm.
Ja und jetzt habe ich „Nachwehen“.
Die Erkältung scheint sich doch noch zu melden und körperlich bin ich geschafft, aber das ist mir egal, es hat sich auf jeden Fall gelohnt und im Mai geht es nach Paris!

Wie ist der Tag heute?

06.03.2008 17:07

Wie ist der Tag heute?

Jeder Morgen bringt die Frage: " Wie ist der Tag heute", damit meine ich nicht wie das Wetter ist, sondern wie mein Zustand heute ist.
Das ist oft auch vom Wetter abhängig, der dauernde Wetterwechsel, wie er im Moment herrscht ist echt schlimm für mich.
Aber jeden Tag wenn ich die Augen auf mache, stelle ich mir die Frage, wie geht es dir denn heute?
Ist es ein guter, oder ein schlechter Tag.
Heute Morgen war es gleich ein schlechter Tag, wie gesagt, der andauernde Wetterwechsel macht mich ganz Wuschig im Kopf und alles tut mir weh.
Wuschig im Kopf heißt, ich habe das Gefühl mein Kopf ist gefüllt mit Watte, ich bekomme keinen klaren Gedanken hin und auch beim reden muss ich mich sehr anstrengen anständige Wörter hin zu bekommen.
Ich lebe dann wie im Nebel.

Zum Glück lichtet sich der Nebel dann immer wieder und oft geht es mir dann im Laufe des Tages schon besser.
Schlimm finde ich nur das alles andere davon abhängt wie es mir beim aufwachen schon geht.
Immer wieder die gleiche Frage: „Schaffe ich heute das was ich mir vorgenommen habe, kriege ich meine Termine hin?“
Andererseits vergesse ich mich nie, denn wer sich die Frage stellt:
„Wie geht es mir heute?“ Der Lebt.

Ich und der alte Elbtunnel

28.02.2008 12:30

Nun was ich mit dem alten Elbtunnel in Hamburg zu tun habe?
Therapie!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ja richtig gehört, er war Teil meiner Angsttherapie.

Ich wusste zwar an dem Tag das wieder irgendetwas ansteht, aber was das wusste ich nicht.
Meine Therapeutin ließ mich im dunkeln tappen, nur das ich bequeme Schuhe brauchte das sagte sie mir.
Dann ging es zuerst mal mit der Straßenbahn Richtung City, bis hin zu den Landungsbrücken.
Dort angekommen gingen wir dann rechts zum alten Elbtunneleingang.
Hier erst erfuhr ich dass die Therapie diesmal hier, bzw. unter der Erde stattfand.
Also wir rein und über die Treppe nach unten, man kann auch mit dem Aufzug fahren, doch das ließen wir.
Unten angekommen, bekam ich dann Anweisungen. Zuerst würden wir zusammen durch den Elbtunnel gehen, dann machte meine Therapeutin sich alleine durch die zweite Röhre auf den Rückweg und ich sollte folgen, sobald ich sie nicht mehr sah.
Danach musste ich dann durch die erste Röhre wieder zurück, durch die zweite Röhre Richtung Landungsbrücken und so weiter, so lange bis sie sich wieder sehen ließ.

O.K. gesagt getan, wir zusammen durch Richtung Steinwerder, dann sie durch die andere Röhre zurück und ich erst los als ich sie nicht mehr sah, danach ich alleine durch die Röhren hin und zurück, hin und zurück………..

Nur zur Information einer Röhre ist 426,5 Meter lang und das ganze liegt in 24 Meter Tiefe.
Nun ich wollte ja kein Spielverderber sein und habe echt alles versucht Panik zu bekommen.
Zuerst war ich abgelenkt, war der Elbtunnel doch etwas neues für mich und man sah an den Gefliesten Wänden verschiedene Reliefs, wie einen Sehhund, Sehsterne ect.
Doch nach dem man dies einmal gesehen hat wird es langweilig und ich begann mich auf meine Panik zu Konzentrierten, doch diese ließ es Unbeeindruckt und kam einfach nicht.
Ich machte mir klar wo ich mich befand und zwar unter der Elbe und wenn was geschah, das ich keine Chance hätte.
Ich begann im Kopf zu singen. : „Unter mir der Elbengrund und über mir die Elbe und bin dazwischen.“
Doch es half alles nichts, nein meine Panik war nicht zu kontrollieren, ich konnte nie Konkret sagen, vor was ich Angst hatte, außer vor dem Umkippen.

Nun irgendwann wurde mir das echt zu langweilig und mein Lied im Kopf wechselte zu: „Mir ist langweilig, ich habe keine Lust mehr.“
Ich weiß nicht wie oft ich durchgegangen bin, mir kam es aber echt wie hundert Mal vor, es war wohl eher so zehn Mal, denke ich.
Von meiner Therapeutin habe ich die ganze Zeit nichts gesehen, würde mich nicht wundern wenn sie solange einen Kaffee trinken gegangen wäre, ich hätte es gemacht, so langweilig wie es da unten war.
Doch als ich die Fachsen wirklich dicke hatte, blieb ich einfach am Ende stehen und starrte so lange von einem Tunnel in den anderen, bis ich in dem einen in der Mitte meine Therapeutin sah.
Nun als ich sagte es wäre einfach nichts geschehen, war sie irgendwie enttäuscht, hatte sie sich doch mehr davon erhofft, Pech gehabt.
Damit das ganze aber nicht umsonst war sollte ich nun Hyperventilieren und somit eine Panikähnliche Reaktion herbeirufen.
Also stand ich in der Mitte des alten Elbtunnels und Hyperventilierte was das Zeug hält, aber mein Gesunder Körper sagte immer rechtzeitig.: „ Stopp, he was machst du für einen Scheiß mit mir, willst du das ich umkippe, hör sofort auf damit.“
Und dann war Ende, ich habe es nie in meiner ganzen Therapie geschafft einmal so lange zu Hyperventilieren, bis mir wirklich was passierte, ging einfach nicht.

Nun man kann nicht wirklich sagen das diese ganze Geschichte nichts brachte, ich kenne nun, als eine der wenigsten, jede Fliese im alten Elbtunnel, die in der siebten Reihe von oben die achte hat einen Riss.
Ob das nun stimmt ist dahin gestellt, ihr könnt es ja mal Kontrollieren.
Aber ich bin jetzt echt mit ihm auf Du und Du, eigentlich müsste ich, solange ich noch gehen kann, noch einmal da durch.

Meine Therapeutin wäre keine Therapeutin, wenn sie die Rückfahrt nicht auch zur Therapie gemacht hätte.
Ich sollte mit der S-Bahn alleine zurück fahren und sie käme mit der nächsten nach.
So haben wir uns an der Haltestelle schon weit auseinander gestellt, aber irgendwie wusste ich das sie nicht auf die nächste warten würde, sah sie doch auch schon leicht geschafft aus. Ja so im Tunnel Rumstehen und auf seinen Patienten aufpassen ist echt Arbeit.

Also ich stand da alleine und war sehr geschafft und fing auf einmal herzhaft an zu gähnen, da sagte ein Mann zu mir: „Na, da ist aber einer Müde.“ „Wenn sie vierzig Mal durch den alten Elbtunnel gegangen wären, wären sie auch müde!“ Kam meine Prompte Antwort.
Er macht sofort ein erstauntes Gesicht und ich fing an zu erzählen, von meinen Ängsten und meiner Therapie.
Da er in die gleiche Richtung musste wie ich, setzten wir uns zusammen und er erzählte mir von einer Cousine, die auch unter Ängsten leidet.
Echt erstaunlich, wenn man offen darüber redet, hat jeder etwas dazu bei zu tragen, entweder hat er selber Ängste, oder ein Verwandter/Bekannter hat welche.
So ging die Fahrt schnell vorbei, dies war sicher nicht im Sinne meiner Therapeutin, aber he, ist das nicht auch eine Therapie?
Wie viele Menschen habe Angst vor Fremden? Ich zwar nicht, aber ich habe auch keine Tunnelphobie und musste trotzdem dadurch.

Ja ich habe seitdem den alten Elbtunnel wirklich gern gewonnen und irgendwie Vermisse ich ihn, ich will ihn auf jeden Fall noch mal besuchen und hoffe ich kann dann noch zu Fuß da durch , ansonsten gibt es noch andere Möglichkeiten. Sollte jemand, der dies liest in Hamburg wohnen, bestell ihm schöne Grüße. Für die die es nicht tun, Hamburg ist echt eine Reise Wert und er alte Elbtunnel sollte mal angesehen werde.

Als meine Beine ihre Gefühle verloren

27.02.2008 16:57

Nach der ersten Sehnerventzündung bekam ich noch Cortison Tabletten zum Ausschleichen.
Mein Mann war ja noch in Kur in Geldern und da das ja nah an Holland liegt hatten wir uns, mit Freunden, überlegt einen Feiertag, den es in Holland nicht gibt, in Venlo einzukaufen.

Kurz vorher bekam ich Schwierigkeiten mit den Beinen, sie kribbelte die ganze Zeit und waren Taub (kribbel Parestesien).

Durch meine Erfahrung mit den Ängsten, hatte ich nicht den Mut es den anderen zu sagen und so bin ich mitgegangen.
Ich habe zwar zwischendurch Andeutungen gemacht wie "Meine Beine fühlen sich an wie voller Ameisen", oder "Ich spüre diese Kante nicht."
Da mein Mann dann schon anfing die Augen zu verdrehen, ließ ich dies sein.

Den Samstag drauf kam er nach Hause, wir hatten für den Sonntag dann zum Grillen geladen.
Beim Grillen erwähnte ich, das wir nach dem Essen doch besser wegen mir in`s Krankenhaus fahren sollten.
Denn mitlerweile waren die ganzen Beine, bis zum Gesäß hin taub, was besonders beim Hintern abputzen unangenehm war.
Obwohl mein Mann ein langes Gesicht zog, ließ ich nicht locker.

Ich selber habe im Städt. Klinikum in Solingen gearbeitet, doch wir haben dort keine Neurologie und da ich irgendwie den Gedanken an Bandscheibenvorfall hatte ließ ich mich in die Lukasklinik bringen.

Dort wurde keine eindeutige Diagnose gestellt, aber ich bekam sofort wieder Cortison.
Nach etlichen Untersuchungen, unter anderem einer Lumbalpunktion (Liquor Entnahme), kam dann die Ärztin zu mir um mir kurz und schmerzlos die Diagnose Multiple Sklerose mitzuteilen.

Na ja, kurz war es, aber schmerzlos kann ich nicht gerade sagen.

Obwohl ich es mir nicht anmerken ließ, aber die Diagnose haute mich doch um, dachte ich doch gleich an Rollstuhl.
Doch anderer seits war ich auch erleichtert, ja diese Diagnose brachte Klarheit.

Klarheit über all die Sachen, die mir vorher passiert sind.

Ich hatte keine Agoraphobie, ne.......

Ich habe MS.

Nun hatte ich eine Krankheit zum "Anfassen".

Doch durch unsere Zeit mit der Angsterkrankung haben wir viele Probleme.
Eigentlich weniger ich, als mein Mann, der mir dadurch aber wieder Probleme macht.

Habe ich heute etwas, beim dem ich sage, das kann ich nicht und zwar weil ich es wegen der MS nicht kann, dann kommen von ihm so Argumente, die auf meine Ängste hin verweisen.

Nun trotz Cortison habe ich seit dem taube Beine und auch das Kribbeln ist immer da, mal stärker, mal schwächer.

Wenn ich eine Weile gelaufen bin, dann habe ich immer das Gefühl ich hätte keine Beine, sondern Telegraphen Masten.

Feldenkrais

27.02.2008 11:11

Gestern war in unserer Selbsthilfegruppe ein Vortrag über Feldenkrais.
Ich hatte davon noch nie was gehört und bin mir immer noch nocht ganz so sicher ob das was für mich wäre.
Zum Glück wird nachträglich noch ein Tag "Workshop", also Erprobung angeboten, ich hoffe das ich da kann, bin ich doch auf der Suche nach etwas für mich.
Derjenige der gestern den Vortrag gehalten hat und dann auch alles weitere machen wird kam auf jeden Fall sehr Sympatisch rüber und ich finde das ist schon mal das Wichtigste, das der Lehrer gut rüber kommt.

Feldenkrais

27.02.2008 11:11

Gestern war in unserer Selbsthilfegruppe ein Vortrag über Feldenkrais.
Ich hatte davon noch nie was gehört und bin mir immer noch nocht ganz so sicher ob das was für mich wäre.
Zum Glück wird nachträglich noch ein Tag "Workshop", also Erprobung angeboten, ich hoffe das ich da kann, bin ich doch auf der Suche nach etwas für mich.
Derjenige der gestern den Vortrag gehalten hat und dann auch alles weitere machen wird kam auf jeden Fall sehr Sympatisch rüber und ich finde das ist schon mal das Wichtigste, das der Lehrer gut rüber kommt.

Thai Massage

26.02.2008 12:31

Gestern Abend waren wir zum zweiten Mal bei einer Tahi Massage, total klasse, super toll, wie Urlaub.
Es ist einfach klasse so ganz und gar durchgeknetet zu werde.
Kann mich danach zwar zwei Tage kaum bewegen, aber das ist es mir wert, echt.
Eine Stunde Thai Massage ist wie Urlaub ohne Flugangst.
Nicht das ich Flugangst hätte, ehrlich gesagt weis ich es nicht, denn seit meinen Ängsten, sind wir nicht mehr in Urlaub geflogen, das muß ich erst mal testen.

Cerstin R.


Geschlecht: weiblich
PLZ: 42***

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