Hier findest Du die Meinung und Erlebnisse von Susanne Z.
Die besten Nebenwirkungen aller Zeiten
Wohlriechende Blähungen
Malerische Hautausschläge
Angenehme Ohrläppchen
Zauberhafte Fingernagelereignisse
Interessantes Herzklopfen
Fabelhafte Fußknöchel
Außerordentliche Nasenlöcher
Abenteuerliche Gedanken
Immerwährende Dankbarkeit
Lago, Sole, Mare, Pesce, Aqua
Der Hotel-Manager verkündet, der Pool liege in 3km Entfernung.
Schwimmen sei gesund und solle täglich geübt werden.
Man könne sofort den Vertrag für ein angenehmes Auto unterschreiben:
Maserati
Rot
Mit elektrischem Antrieb
Ansonsten wäre in zwei Wochen mit einem Transfer zu rechnen.
Vielleicht.
Rehabilitationen sind große Klasse
gute Unterstützung
wichtiger Baustein
allgemeine Versorgung
selbstbestimmtes Leben
ohne Alternative
Juppheidijuppheida
Dann kam die Gesundheitsreform
1. April 2007
„Patienten und Angehörigen ist zu raten, auf die Durchführung von ambulanten oder auch stationären Rehabilitationsmaßnahmen zu bestehen.“ (Together 1/2010)
Mütze
Handschuhe
Anorak
Stiefel
Heizung
Ofen
Kamin
Herd
Schneeketten
Winterreifen
Räumdienst
Pappendeckel
Schlafsack
Haiti
Afghanistan
Jemen
Politiker
Krankenkassen
falsche Temperaturen
falsche Berufe
falsche Krankheiten
So viel Aspirin kann man gar nicht schlucken
deshalb:
Schokolade
Darjeeling
Kühlschrank abtauen
Die Vögel zwitschern
Bald ist Frühling
14 erfrorene Obdachlose in Deutschland
“In dieser Zeit ist es üblich, Allegorien zu verwenden, das heißt abstrakte Begriffe zu personifizieren, um das Leben besser verstehen zu können. Fortuna wird zumeist als Frau mit verbundenen Augen dargestellt, die ein Rad in Bewegung hält, das die Menschen zunächst ganz nach oben hebt, um sie dann unerbittlich fallen zu lassen.
...Frau Fortuna kann man sehen, das Schicksal hingegen bleibt unsichtbar.“ (Ingeborg Gleichauf: Denken aus Leidenschaft)
Hast du die Carmina Burana im Plattenschrank?
Leg mal den ersten Song ein:
O Fortuna velut luna statu variabilis
Und jetzt kommt schon wieder ein illegaler Link aus Spaß an der Freud:
1. www.
2. youtube.com/watch?v=PKg5RIgsB2Q&feature=related
Cristina Galfetti, Schweizer Patienten-Coach, stellt in Together 04/09 dar, wie die individuelle Wahrnehmung die Gefühle und die Einstellungen der Menschen beeinflusst - und warum das Glas bei einem halbvoll und bei einem anderen halbleer zu sein scheint
"Zunächst einmal versuchen wir das, was wir wahrnehmen einzuordnen in bisher Erlebtes, Erfahrenes. Es findet also eine Interpretation der Situation statt. Eine solche Interpretation ist wie eine Autobahn. Kaum sind wir aufgefahren, geht’s in rascher Geschwindigkeit in eine einzige Richtung weiter! Abzweigungen oder die Schönheit der vorbeirauschenden Landschaften nehmen wir meist nicht wahr.
So funktionieren auch unsere Gedanken und Interpretationen. Zudem sind sie noch mit Gefühlen verknüpft. Gefühle der Angst, Unsicherheit oder des Ausgeliefertseins. Unter dem Einfluss solcher Gefühle nehmen wir dann das berühmte Glas eher als halbleer als halbvoll wahr."
„Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass (Ihre fabelhafte) Krankenkasse die Kosten der von Ihnen beantragten Rehabilitationsmaßnahme übernehmen wird.“
„ Unser Ziel ist es, unseren Versicherten ein innovatives und hoch qualifiziertes, ......“
Juppheida
„......aber auch wirtschaftliches, Rehabilitationsangebot zur Verfügung zu stellen.“
Basta
Jedoch, leider, leider, Ihre bevorzugte Klinik ist des Teufels. Dort dürfen Sie nicht hin. Sie gehört unserem Mitbewerber. Unsere Leibeigenen haben dort nichts verloren.
Es könnte ja immerhin passieren, dass unser Mitbewerber Sie uns abwerben will. Dann hätten wir all die Jahre für Interferon vergeblich bezahlt und andere kämen inskünftig für Ihre Krankheit auf. Wollen Sie das wirklich riskieren?
Soll das Galama, das aufwändige Widerspruchsverfahren, das uns in Sachen Psychotherapie zusammen geschweißt hat, vergeblich gewesen sein?
Zum Golfschnupperkurs laden wir Sie nicht mehr ein. Dieses ist den selbständigen Mitgliedern vorbehalten. Für Sie haben wir andere Gaben vorgesehen. Warten Sie’s ab, bald ist es soweit.
„Wann setzt sie sich in einen Rollstuhl?“
„Sie käme besser vorwärts.“
„Ich würde sie schieben.“
Allein die Patientin ist
bockig
durchgeknallt
uneinsichtig
unvernünftig
Sie pflegt das Bewegungskonzept von
Schnecken
Schildkröten
Seelöwen
Die Behinderte setzt sich nachts um zehn neben das Bett des Mädchens auf den Boden.
Das Mädchen schreit aus vollem Hals.
Weil es schreit kann es nicht erzählen, warum es schreit.
Die Behinderte würde das Mädchen in die Arme nehmen, wenn sie nicht behindert wäre.
Das Mädchen schreit aus vollem Hals.
Die Schwester wird wach: „Was ist da los? Ach so, alles in Ordnung,“ denkt sie vielleicht und schlüpft wieder unter die Decke.
Die Behinderte streicht dem Mädchen langsam mit der rechten Hand den Rücken hoch und runter. Sie reicht ihm den linken Zeigefinger nach dem es sofort greift.
„Schschschsch“
Das Mädchen schreit aus vollem Hals.
Die Behinderte singt leise. „Der Wind schleicht wie ein Räubersmann um unser kleines Haus...“
Das Mädchen schreit aus vollem Hals.
Die Behinderte singt leise. „Der Wind schleicht wie ein Räubersmann um unser kleines Haus...“ Zweiter Durchgang: Bei der zweiten Strophe hört das Mädchen auf zu schreien. Der linke Daumen steckt jetzt in seinem Mund.
Die Behinderte singt leise. „Der Wind schleicht wie ein Räubersmann um unser kleines Haus...“ Dritter Durchgang, drei Strophen, das Mädchen lauscht
Die Behinderte singt leise. „Der Kuckuck und der Esel“, drei Strophen.
Die Behinderte singt leise. „Sankt Maatin sahankt Maatin, sahankt Maatin ritt durch Schnee und Wind...“ Drei Strophen.
Die Behinderte singt leise. „Der Mond ist aufgegangen.“ Eine Strophe.
Die Eltern stehen im Zimmer.
Das Glück ist vollkommen.
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