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Meine Begegnung mit meinem neuen Freund Multiple Sklerose!

13.06.08 20:28 von Nina L.

Es hat alles im Dezember 2005 angefangen. Als sich meine Persönlichkeit immer mehr veränderte. Mal war ich total euphorisch (später erfuhr ich dass man es manisch nennt) und dann war ich von einem moment zum anderen total depressiev. Ich selber merkte das nicht besonders, aber mein freund und vor allem meine familie bemerkten, dass ich nicht mehr die nina bin, die sie kannten. Doch keiner traute sich was zu sagen oder vielleicht kann ich mich auch nicht mehr genau daran erinnern. Da war nur mein wirklich sehr einfühlsamer chef, der mich stets gefragt hatte, was mit mir los ist, er merkte genau, dass irgendwas mit mir nicht stimmte und ruf mich regelmäßig an. Das komische war, dass ich manchmal das handy abnehmen konnte und mit ihm ganz gewöhnlich (wie es in diesem zustand nicht wirkliche gegangen ist) reden und beim nächsten anruf, konnte ich das Telefon nicht mehr abnehmen, weil ich kein wort aussprechen konnte. Ich konnte stunden lang im bett liegen mit offenen augen bei vollem bewußtsein, jedoch ohne ein wort mit meinem freund zu wechseln. Ich konnte nicht mehr sagen, was ich dachte oder was ich sagen wollte. Damals beschrieb ich meinen Zustand wie ein Wachkoma, zumindeste hab ich mir es so vorgestellt. Ich wußte nicht, was mich daran hindert, aber es ging nicht mehr!

Als Erklärung suchte ich mir alle Möglichkeiten aus. Da ich öfter depressiev war als manisch, dachte ich an Hirntumore, Verfolgungswahn und an den mir jetzt lächerlich erscheinenden Grund zu viele Horrorfilme bzw. Phsychothriller gesehen zu haben. Ich war auch, nach Empfehlungen meines freundes, bei einem sogenannten "wunderheiler". Er fuhr mit der Wünschelrute über meinen Rücken und meinte nur, ich sei Kopflastig. Mit dieser Diagnose, war ich zwar nicht ganz zufrieden, aber ich wußte nun, dass ich was ändern musste, aber was.?!

Als dann Weihnachten und Silvester absolute Gefühlshöhe- und Tiefpunkte waren, wollte ich am 5.1. endlich mit meinem Partner einen lang geplanten Wellnessurlaub genießen. Als ich am 4.01 ins bett viel wurde mir derartig übel, dass ich die ganze nacht nur noch brechen musste, und ich kann mich wirklich nicht erinnern, dass ich jemals so eine schlimme nacht hatte, wie diese. Mein Chef hat mir kurz vorher empfohlen mich mit einem psyhiater in verbindung zu setzen, aber das war nicht das was mir fehlte, glaubte ich. Schließlich hatte ich ja sowas wie ein hirntumor.

Am 05.01. bin ich aufgestanden und mein gang zur dusche, war eine qual, soweit ich mich erinnere. Als ich im Wohnzimmer sitzte, klingelte mein handy. Mein Chef! Er hat sich Informationen geholt und mir einen Psyhiater empfohlen. Ein hervorragender Psyhiater. Da wurde nicht lange überlegt, meine Mutter war heilfroh, dass ich mich endlich dazu bekannte und bin dann mit meinen Eltern nun zu diesem Menschenkenner. Leider, war der empfohlen Arzt nicht da und es war eine Vertretung. Wohl der schlimmste Arzt, den ich je gesehen habe!!! Absolut, seine ganze Art! Kein Psyhiater in dem Sinne! Egal, er hat mich auf jeden fall mit der Diagnose: Psychose - Depression in die Valduna einliefern lassen. Ich weiß noch, wie ich im Auto saß und mich freute! Endlich weiß man was ich hab und endlich, wird mir geholfen!!!

Die Aufnahme war erst nur Papierkram, was eigentlich ganz leicht war. Als nächstes wurde ich in die Intensiv Psychiatrie gebracht, wo mir der zuständige Arzt und 2 oder 3 Schwestern alle möglichen Fragen zur Vergangenheit und Gegenwart fragten. Ich weiß noch, als ich meinen valduna-grünen Pyjama anhatte lag ich völlig fertig, tränenüberfloßen auf dem bett, meine hände auf den augen, unter mir meine gepackte Tasche für den Wellnessurlaub und mit sovielen Gedankengängen, die ich nur als furchtbar in Erinnerung habe.

Dann begannen die Tage bzw. Wochen mit viertelstündigen Infusionen von Schmerzmittel bis hin zu starken Beruhigungsmitteln. Ich weiß nicht was mir alles eingeflößt wurde. Ich vergesse nie, wie ich da lag und spürte wie mich diese Flüßigkeit ins Land der Beschwerdefreiheit brachte. Ich konnte innerhalb 10 min einschlafen, aufwachen und es war ein neuer tag. Ich hatte völlig die Orientierung verloren. Ich kann mich heute nur noch daran erinnern, dass ich einmal geduscht habe, wobei das unmöglich ist, da man mich da zum duschen "gezwungen" hat. Erst ein paar Wochen später kam ich mit Verdacht auf Blinddarmentzündung in ein anderes Krankenhaus. Da ich nichts am Blinddarm hatte, wollten sie (endlich) ein MRT machen. Da wurden ENDLICH die Entzündungen im frontalen linken Hirn entdeckt. Doch was war es genau..... das wußte man alles noch nicht.

Anschließend wurde ich auf die Neurologie gebracht. Dort hat man so ziemlich jede Untersuchung gemacht, die man sich vorstellen konnte. Kreuz-feld-jakob war wohl die Interessanteste! Natürlich hat man auch eine Rückenmarkpunktion gemacht. Zu dieser Zeit konnte ich weder sprechen, noch klar denken, lesen, radiohören. Eigentlich war ich total verschloßen, so in mich eingeschloßen, dass es für niemanden möglich war irgendwie zu mir einzudringen! Der einzige der es doch noch schaffte, war mein damaliger freund, der, um mich jeden tag besuchen zu kommen, 2 stunden gefahren ist, und das 3 monate.

Nach unzähligen Gesprächen mit ärzten, sind sie zum entschluß gekommen, dass ich eine entzündung am Hirn habe, eine EINMALIGE Entzündung. Etwas außergewöhliches und einzigartiges (hieß es damals). Einmaliger fall. Neurologisch so wie psyhologisch!! Als das Kortison und Antibiotika angefangen hat zu wirken, begann ich langsam wieder zu sprechen. Ich wurde auch wieder auf die Psychatrie verlegt, damit ich wieder meinen Alltag auf die Reihe brachte.

Die Entzündung war also im Sprach- und Sozialzentrum des Gehirns. Daher diese neurologischen Ausfälle. Ich wurde ein neuer Mensch und manchmal bereute ich diese Veränderung aufs tiefste. Aber ich konnte nichts daran ändern! Ich war auch nach diesm Aufenthalt nicht mehr die Nina, die alle kannten und mochten. Ganz deutlich wurde es, als mich mein Freund verlassen hat. Ich kann ihm das heute nicht mehr übel nehmen, manchmal sogar danken! Ich hatte mit seinem Schlußstrich ein neues Leben begonnen.

Als ich wieder, so einigermaßen meinen Lebensweg gefunden hatte, hatte ich wohl den besten sommer aller Zeiten. Mit vielen Freunden und Kollegen und jeder menge spaß!!! Im Herbst 2007, ich glaub es war mitte september, wachte ich an einem freitag morgen auf, mit einer zuckenden linken backe! Es war unglaublich, ich konnt es nicht steuern, es machte immer weiter. Eigentlich dauern solche Zuckungen ja nicht sehr lange, aber dieser dauert einfach an. Als mir das am Vormittag zu unheimlich wurde, beschloß ich meine Neurologin anzurufen. Sie meinte, sicherheitshalber zur Kontrolle vorbei kommen. Wir machten ein EEG und ich bekamm Valium über die Vene. Ein wahnsinniges Gefühl, von Taubheit im ganzen Körper! Es zuckte aber weiter. Sie beschloß auf den nächsten Dienstag ein MRT-Termin auszumachen.

Als ich dann am Mittwoch anrief um nach dem Ergebnis zu fragen, war ich einfach nur baff. "Ja Nina, schaut nicht gut aus. Wir haben neue Entzündungsherde im Hirn entdeckt. Ein alter, 2 neue und einer ist wohl wieder am zurückgehen. Wie es ausschaut hat sich jetzt die Diagnose bestätigt, Du hast Multiple Sklerose, wie bereits vermutet". Es war für mich einfach nur horror!!! Ich wußte überhaupt nichts davon, dass jemals irgendwas mit MS in Verbindung gezogen wurde. Auch meine eltern wußten nichts davon!! Außerdem, das allerschlimmste war, ich hatte einfach null Ahnung von MS? Was war das?? Ich sah mich nur noch im Rollstuhl als Pflegefall usw. Dieser Tag war eigentlich nur ein Tag der Tränen.

Also wieder auf dem Weg Richtung Neurologie. Diesesmal war ich ganz anderer Dinge. Ich weinte zwar am 1. Tag, aber danach ging es mir sehr gut. Ich hab mich sehr viel damit beschäftig! Ich wußte, dass ich jetzt lernen muss, sehr genau auf meinen Körper zu hören. Ich musste mich entscheiden, was ich jetzt in medikamentöser Hinsicht mache. Ich hab mich für Avonex entschieden! Anfangs war es ein furchtbare Überwindung und Qual, wegen den Nebenwirkungen, aber mittlerweile hab ich das gut im Griff. Ich finde diese Krankheit in meinem Zustand (wohl bemerkt in meinem Zustand) überhaupt nicht mehr schlimm. Ich kann es nicht verstehen, wenn mich menschen so ansprechen: Du machst das super, wenn ich diese Krankheit hätte....ach gott, was weiß ich, was ich dann schon gemacht hätte! Ich sehe MS jetzt als meinen steten Begleiter und mein neuer Freund. Manchmal kommen wir gut klar und manchmal sind wir auf Kriegsfuß. Aber im Großen und Ganzen können wir es gut miteinander und ich bin froh, dass es "nur" Multiple Sklerose ist!

Rückblick Fortsetzung 1:

16.07.08 16:09 von Herbert S.

Meine berufliche Laufbahn war in den richtigen und erfolgreichen Bahnen, weil mir der Beruf unwahrscheinlich viel Spaß machte. Bedingt durch meinen Lehrmeister, wechselten wir mehrmals die Tankstelle, er war nur Tankstellenpächter nicht Besitzer. So lernte ich Berlin kennen.

 

Mein Achtzehnter Geburtstag kam in sichtbare Weite, als ich meinen Führerschein in Theorie und Praxis machte. Zwei Fahrübungen sowie die Prüfungsfahrt und ich hatte bestanden. Kostenpunkt 78,00 DM. Als mein Geburtstag wirklich kam, wurde der Führerschein genau an diesem Tag ausgestellt. Eine hübsche Freundin hatte ich auch. Was haben wir getanzt und gefeiert. Es war eine schöne Zeit. Leider konnte meine Freundin singen und wollte zur Opernbühne. Dazu passte mein Schichtdienst nun gar nicht, also trennten sich unsere Wege.

 

Eine junge Frau aus dem Bekanntenkreis suchte einen Mann und ich lief ihr über den Weg. Heirat gegen den Willen meiner Eltern folgt, Heirat war damals (1960) nötig um eine Wohnung in Berlin zu bekommen. Es war eine Eineinhalb Zimmerwohnung, reichte aber bis Anfang 1964 als sich das zweite Kind ankündigte. Die Umsiedelung nach Mittelfranken (Bayern), war eine Folge mehrerer seltsamer Umstände. Im Herbst 1964 hatten wir das auch geschafft. Im November kam dann der zweite Sohn.

 

Schon seit dem ersten Sohn hatte es sich eingebürgert, dass ich die Küche versorgte und meine Frau das Kind und später die Kinder versorgte. Leider schaffte ich den Absprung nicht als die Kinder größer wurden. Das bedeutete, dass ich arbeiten ging, einkaufte und kochte. Na ja, selber schuld. Durch einen unfähigen Chef, ging ich in die Selbständigkeit. Damit begann ein Umbruch in meinem Leben. Meine Frau wurde immer unverschämter, so dass ich eines Tages auszog und bei einem Freund auf der Couch landete. Nach zwei Tagen lief mir eine Kundin über den Weg und ich zog bei ihr ein. Das war auch wieder so eine Sache. Da hatte eine höhere Macht die Hand im Spiel.

 

1974 schaffte es meine Frau mir den Tankstellenpachtvertrag kaputt zu machen, so stand ich beruflich auf der Straße. Inzwischen gab es fast nur noch SB-Tankstellen und dazu hatte ich keine Lust. Mein Beruf: „Tank- und Garagenwart“ war inzwischen - nach 22 Jahren - Umschulberuf geworden. Zur Umschulung kam es aber nicht, eine Versicherung holte mich von der Straße und ich wurde Versicherungsfachmann. Dann war die Scheidung durch. Meine Freundin, bei der ich wohnte, wollte nicht mehr heiraten - ich auch nicht. Da wir beide so gut zusammenpassten, haben wir dann 1975 doch geheiratet und wir haben keine Stunde bereut. Ihr sechzehnjähriger Sohn mochte mich sehr, so dass sich da keine Probleme ergaben. Ein paar Jahre später meldete sich mein Erstgeborener, seit dem haben wir einen guten Kontakt. Der zweite Sohn wohnt leider weit weg. So sind nur sechs der acht Enkelkinder in unserer Nähe.

Reif für die Insel

25.07.08 14:29 von Susanne Z.

Jurek Becker: Schlaflose Tage
Vielleicht könne man es einige ihrer wenigen Überzeugungen nennen, dass die Menschen lernen müssten, einander in Ruhe zu lassen. Jedenfalls empfände sie diejenige Gesellschaft als die angenehmste, in der genügend Inseln der Abgeschiedenheit vorhanden seien, auch wenn man sie nicht zu betreten wünsche. Das Wissen um einen Ort, wohin niemand einen verfolgen könne, bedeute eine große Beruhigung, die man ihrer Meinung nach keinem Menschen verwehren dürfe. In der hiesigen Gesellschaft aber seien solche Inseln für gewöhnliche Sterbliche unerreichbar, und der tägliche Zwang des miteinander-verkehren-müssens sei die traurige Regel.

...schon Donnerstag...!

07.08.08 10:19 von Andrea S.

Es war doch kein so guter Tag gestern.....bin 2 mal hingefallen.
Mein Kater kennt das schon , wenn ich dann hier so durch meine Wohnung eier....hatte gestern wieder mal meinen "Wackeldackeltag".Kennt jeder diese Wackeldackel ...bei irgendeinem Typen hinten im Auto-ja und so ähnlich fühle ich mich dann...wie son Wackeldackel.Habe aber sehr gut geschlafen-das ist nicht immer so.

Habe wieder Wut im Bauch !!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das schlimmste was mir dieser PARKINSON angetan hat ....ich kann nicht mehr tanzen...............

Aber jetzt ist mal Schluß mit dem jammern-
neuer Tag neues Glück...

Kater LUIS hat Hunger....

...PARKINSON...

08.08.08 09:43 von Andrea S.

P arkt dein Körper- einfach so
A lles fällt irgendwie schwerer,
R ock n Roll kannst du vergessen,
K annst du damit leben?
I mmer diese blöden Blicke...
N ein ich bin nicht betrunken...
S chaut ruhig hin....
O ffs
N ennt man das !!!!!!!!!!!!!

Ich habe PARKINSON....

A.S. 08

Und wie weiter ?

30.10.08 02:19 von Frank K.

Der Infarkt setzte auf, auf eine Perimyocarditis 14 Jahre zuvor. Er zerstörte die halbe Vorderwand, Teile des Septums und die Herzspitze. Die Auswurffraktion ging erheblich zurück, es entstand eine Linksherzinsuffiziens mit beständig erhöhtem Druck in der linken HK.Meine Körperliche Leistungsfähigkeit ging verminderte sich um weitere wichtige Prozente. Die Ursache, die 80%ige RIVA Stenose, besteht noch immer. Sie ist erreparabel. Eine Dilatation würde sie zerreissen(nur derbes Bindegewebe), ein Bypass würde aus dem selben Grund nicht verwachsen. REHA in Wandtlitz, danach keine Verbesserung. 18 Monate AU, BU-Rente. Das Leben war plötzlich anders.Aber selbst nach der Verrentung noch immer keine Freigabe vom Arzt. Aus Gehen wurde schleichen,aus Hautfarbe ein beständiges Aschfahl. Permanente Schwindelanfälle begleiteten mich und Extrasystolie war an der Tagesordnung. Keine Belastung, keine Anstrengung, ein bisschen Gymnastik im Sitzen. Das ging Jahre so. Das uvermeidbare lies nicht allzu lange auf sich warten. Herbst 2002. Nach dem Weg von der Schule(ich habe immer meine jüngsten immer hin gebracht und wieder abgeholt) Schmerzen in den Beinen und Füßen, so als währe ich zuviel gegangen. Ich schenkte der Sache an diesem Tag so viel Bedeutung, dass ich das 5 min später wieder vergessen hat. Am nächsten Tag das Selbe, am kommenden auch, dann weiter. Es hörte nicht mehr auf... und wurde immer schlimmer. 6 Monate später hatte ich solche Schmerzen, dass ich nicht mehr schlafen konnte, nicht mehr denken. Ich habe nichts mehr in mich rein bekommen und konnte kaum noch gehen. Ich habe innerhalb kürzester Zeit 10 Kilo abgenommen. Alles andere wie früher schon einmal. Notärzte, Arzttermine, keine Ergebnisse. Schmerzen ? Arthrose ? Dies oder Jenes ? Abgenommen ? Ja, was tun ? Ach ! Sie müssen ständig auf die Toilette und haben viel Durst ? Wissen Sie, wir werden mal Ihren Zucker messen... Ooooohhhhhh.... 630 !!!! Sind Sie verrückt ?
Ich ? Warum ?
Wir machen einen Glukosetolleranztest, gleich morgen Früh.
Am Morgen dann die unmissverständliche Aussage dieses Tests:
Sie sind Diabetiker !
Die Schmerzen ! Da müssen wir jetzt gezielt etwas unternehmen. Differentialdiagnostik in der Neurologie(Nervenklinik,Psychiatrie,Klapper). 1 Woche lang. Ich wollte es nie auch nur einem erzählen. Ich in der Klappse, hab ich denn ne Macke ? Natürlich nicht. Aber es waren nur 2 Stationen, welche das wirkliche Elend von Neurologiepatienten trennte. Ansonsten purer Luxus, diese Klinik. Die intensivsten Untersuchungen, die je an mir durchgeführt wurden.Von einigen 100 ml Blut bis Rückenmarkpunktion hat man alles aus mir rausgeholt was es zu holen gab. Geschwindigkeitsmessungen auf der Nervenautobahn, Reiz-und Reaktionstests der Extraklasse. Seither weiss ich was ich nicht habe. HIV, Borreliose,Syphilis,Meningitis,ALS,MS e.t.c. Nun ja, ich hatte gar nichts ! Und genau dazu war ich dort, um alles auszuschließen, bis auf Eines. Und plötzlich hatte der Schmerz seinen Namen: Diabetische Polyneuropathie (DPNP). Das bedeutete, der Diabetes mellitus war nicht erst seit gestern da, denn die DPNP ist eine seiner Spätfolgen !! Erstaunt hat das nicht nur mich. Nun wurde speziell auf PNP getestet und gemessen und die Diagnose spezifiziert. Art und Lage und Schwere wurden bestimmt und das war schon bemerkenswert fortgeschritten. DPNP's sind meistens distal und symetrisch, also in den äußeren Körperregionen und den Endgliedern eben, den Füßen. Sie sind nahezu deckungsgleich, also in beiden Beinen, in beiden Füßen an fast den gleichen Stellen. Mehr zu den Symptomen und der Behandlung der PNP gibts in einem Kommentar zu einem Mitgliederberricht.
Inzwischen lebe ich seit fast 5 Jahren damit, mehr schlecht als recht, aber immerhin. Im vorigen Jahr überlebte ich knapp eine böse Lungenentzündung, doch ihr wisst es längst, ich zeig ihm immer den dicken Daumen, wenn er mit seiner Sense vorbeischlendert und so tut als wöllte er nichts weiter. Und im Ernst ? Wenn man seit seinem 23.Lebensjahr so viel am Hals hat, kann man sagen, das Leben war schon echt versaut. Ohne meine Familie ,ohne meine Kinder hätte ich nicht viel mehr, was mich überzeugen könnte unbedingt daran festzuklammern. Ich würde es nicht forcieren aber es währe mir doch merklich egal. Und sonst ? Gerade bin ich dabei dafür zu sorgen, dass ich nicht ständig die Geburtstage meiner 8 Enkel durcheinanderbringe. Und ich schreibe sehr viel, hier und auf meiner Homepage und dort und wo anders. Und wenn es Nacht um 3 ist und ich mal wieder nicht schlafen kann.

Diagnosen

02.12.08 07:06 von manfred w.

MP

Seite 3

14.12.08 18:59 von Christa H.

Fehldiagnose ?

Die Ärztin sagte mir, dass ich kein Parkinson hätte, aber mit meiner schlechten Sprache konnte sie mir auch nicht helfen, ich setzte alle Tabletten ab, mir ging es gut, nur das Sprechen wurde immer schlechter,

Als ich zu Hause war, bekam ich eine Mail von einer Logopätin aus
Tübingen, sie meinte ich sollte einmal zur Untersuchung gehen, ob es nicht Morbus Wilson sein könnte. Ich machte mich im Internet schlau und meldete mich in einer Uni an, mit dem Befund aus Tübingen.

Das dauerte einige Wochen bis ich den Termin hatte, ich war dann 3 1 / 2 Wochen in der Uni mit dem Ergebnis dass ich noch einmal kommen sollte in 8 Wochen, dann war ich noch einmal 2 Wochen in der Uni. Sie konnten mir nichts sagen was ich habe, ich wurde entlassen mit 750 mg Madopar am Tag.

Zu Hause fiel ich laufend hin, fast immer rückwärts ich wurde am 3 Mal am Kopf genäht, dann setzte ich das Madopar ab, davor habe ich an die Uni geschrieben und noch ein Fax hingeschickt, bekam leider keine Antwort. So stand ich mit meinen Problemen alleine da.

Das hinfallen hatte nachgelassen aber meine Sprache war so schlecht, dass ich nicht mehr weg ging und nichts mehr redete.

Dann im Frühjahr hatte ich einen Referenten von einer anderen Uni
eingeladen, mit ihm sprach ich über meine Probleme, er meinte, ich
sollte zum Abklären meiner Symptome stadionär in die Uni kommen.

Ich meldete mich dort an, es vergingen wieder Wochen bis ich einen Termin hatte.

Dort fühlte ich mich wohl, ich war zwei Wochen in der Klink wurde
entlassen mit dem Befund P S P – P zu haben.

Seite 4

14.12.08 19:00 von Christa H.

Das glaubte ich nicht, ich wurde entlassen mit einer Amantadin einer Citalopram am Morgen und einer Amitriptylin am Abend, mir ging es besser.                                                                        

Was besonders besser wurde, war meine Sprache, ich kann keinem sagen, wie glücklich ich war, das hielt aber nicht sehr lange an. Inzwischen war bei Peter Hornung ,da ich ein akutes Rückenproblem hatte, von dort aus fuhr ich nach Tübingen und die Ärztin meinte, wenn es Parkinson ist, dann ist es ein ganz langsam fortschreitender Parkinson, aber kein P S P- P.

Ich fiel wieder hin und zwar ganz heftig, ich fiel bei uns die
Kellertreppe rückwärts runter und riss mir ein Band an der rechten
Schulter ab, jetzt fiel ich jeden tag, bis zu fünf  Mal hin.

Da fragte ich einen mir bekannten Apotheker, ob vielleicht die Tabletten nicht zusammen passten, er riet mir eine abzusetzen und ich setzte Amitriptylin ab und ich fiel über sechs Wochen  nicht mehr hin.

Meine Sprache wurde immer schlechter, bis ich auf den Gedanken kam, vielleicht hängt es an der Tablette, jetzt   nehme ich sie seit einer Woche wieder, meine Sprache hat sich wieder gebessert, aber ich bin schon  drei Mal  wieder hingefallen.

Was mache ich jetzt!!!!!!

Ich glaube ich bleibe bei der Tablette und  kann wieder reden, da muss ich halt das mit dem hinfallen in Kauf nehmen.

Ich möchte noch zu Abschluss sagen, dass ich  68 Jahre Alt bin, sehr viel Sport mache, ich gehe zwei Mal die Woche in ein Fittensstudio, trainiere nach Hora,  mache zwei Mal Nordic- Walking, bin eigentlich ganz fitt.

19.12.2008

19.12.08 12:40 von Julian M.

Nun ist es gut 1 Monat her, als ich das letze Mal hier was geschrieben habe. Aber das Wetter und dem nach auch meine Krankheit, die MS, hat mich sehr ausgebremst die letzen Wochen.

Wegen dem Wetter im Moment, es ist kalt und schneit, bin ich für das voran kommen auf meine Rollstuhl angewiesen. Wenn ich mir es so recht überlege, kann das aber auch an der MS liegen den laut der letzen Berichte meiner ambulanten Untersuchungen. Ist meine MS nicht mehr, vom Verlauf Schubförmig sondern Sekundär Progredient. Genau diese Tatsache, macht mir im Moment etwas Kopfzerbrechen, denn ich kann die Probleme im Moment nicht so genau wie ich es gern würde zu ordnen.

So nun werde ich mal wieder zu Ende kommen, denn ein bisschen Hausarbeit, habe ich noch zu machen. Ist zwar nur Postholen, aber dafür muss ich aus der warmen Wohnung raus. Lust habe ich dazu zwar nicht, aber ich möchte die Zeitung von heute durchschauen und die ist bei der Post.

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