12.08.08 15:03 Uhr
Das passt überall. Jeder hat schon einmal einen Umweg ums Telefon gemacht, weil er eigentlich ein unangenehmes Telefonat führen müsste. Mit dieser Methode, versaut man sich den halben Tag, weil einem immer mulmiger wird.
Hier greift der Titel. Die Arbeit, vor der ich Angst habe, bei der ich mich nicht wohl fühle, ist zuerst zu erledigen.
a) ist der Anruf nachher gar nicht so schlimm. (Mir ist noch nie beim Telefonieren eine Ohrfeige runtergehauen worden, warum also Angst haben?)
b) ich habe es hinter mir, fühle mich wohl und kann den Rest der Arbeit mit Freude erledigen.
Solche Angst tritt nicht nur bei Depressionen auf, sondern im normalen Leben. Es muss auch nicht immer Angst sein. Angst ist eine harte Situation. Es reicht schon wenn einem unwohl wird. Dann nichts wie ran und erledigen.
Ich fragte mal eine junge hübsche Frau, die schon drei Selbstmordversuche hinter sich hatte, warum sie diesen Weg sucht?
Sie sagte, dass sie bei Problemen einen riesengroßen Berg vor sich sieht und nicht weiß wie sie den überwinden soll. Wenn sich dann keine Lösung ergibt, kommt der Gedanke an Suizid.
Mein Rat war, nicht über den Berg zu gehen, sondern außen rum. Der Weg ist länger aber leichte zu bewältigen.
Jedes Problem hat seine Lösung.
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Herbert S. |