16.08.07 15:39 Uhr
Mein erwachsener Sohn leidet viele Jahre schon unter Depressionen. Sie kommen und gehen. Er ist in guter Behandlung - der Zustand war noch nie wirklich ernst, d.h. bisher musste er noch nie in stationäre Behandlung.
Sind Depressionen jemals heilbar?
Meine Mutter war ebenfalls eine depressive, sehr nachdenkliche Frau. Da sie aber nicht deswegen zum Arzt ging - wer machte das schon zu der Zeit - wurde nie eine Diagnose erstellt bzw. dieses Leiden behandelt. Daher blieb sie negativ eingestellt und depressiv.
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TweetLaien-Antwort: Alkoholiker und Depressive sind nicht ganz heilbar. Diese Menschen können aber trotzdem gesund werden. Sie müssen lernen wollen. Sie müssen lernen, mit der Krankheit und dem Risiko umzugehen. Auch der Partner oder Verwandte müssen sich auf diese Krankheiten einlassen. Dazu gehört ein guter Wille, ein starker Wille und viel Geduld.
Depressionen können selbst nach erfolgreicher Therapie nach vielen Jahren in einem Tief wiederkommen. Ich arbeite in der Altenpflege und habe oft schon Menschen mit Depressionen versorgt, die vor vielen Jahren unter depressiv-ähnlichen Situationen lebten und dann viele Jahre (sogar Jahrzehnte) "gesund" waren. Sie hatten diese Phasen sogar vergessen.
Im Alter zum Beispiel kann diese Wunde wieder aufreissen, wenn dann gesundheitliche Probleme entstehen und der Körper abbaut. Die Perspektiven sind nicht sehr rosig und somit ist es für viele Menschen eine sensible, schwierige Prüfung ihre Psyche.
Depressionen können behandelt werden. Man kann Depressionen nicht \"heilen\".
Natürlich ist Depression heilbar! Ich kenne viele Beispiele aus meiner Arbeit im Krankenhaus.
Jetzt oute ich mich mal als Depri-Interessierter (aus verschiedenen Gründen). Aus rechtlicher als auch therapeutischer Sicht muss ein Depressiv-Erkrankter eine Therapie wollen, d.h. der muss seine Krankheit akzeptieren. Er darf es nicht verharmlosen und von einer kurzen Melancholie oder Unglücklichsein-Phase unterscheiden.
Wenn das erreicht ist, kommen grob gesagt zwei Wege einer Therapie zum tragen:
- Die Therapie mit Medikamenten
- Die Therapie mit einem Psychotherapeuten oder Psychologen.
Obwohl, das wird doch immer zusammen gemacht, oder? Medikamente zuerst und dann die Psychobegleitung.
Auf deinen Thread oben sei noch ergänzt, dass es sich um einen unterschied handelt zwischen einem psychologen und einen psychiater (so schreibt man das!).
Ein Psychiater ist ein Facharzt, also Mediziner mit Fachgebiet Psychiatrie. ein Psychologe oder Psychotherapeut ist kein studierter Arzt, sondern nur Psychologe.
@ Mannfred: Oft werden nur Medikamente verschrieben, wenn es um leichte Depressionen geht. Der Patienten sollte während einer medikamentösen Behandlung aber eigentlich auch psychotherapeutisch behandelt werden, denn das ermöglicht die Psychotherapeutische Behandlung meistens erst.
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Britta S. |