12.08.08 09:13 Uhr
die sie hätte streicheln können."
(brasilianisches Sprichwort)
Wir Männer wollen Karriere machen, viel Geld verdienen, ein Haus bauen und einen Baum pflanzen. Den Sohn zu zeugen, verschieben wir erst einmal.
Freundinnen die uns heiraten wollen, lassen wir ziehen, weil wir nur auf die Arbeit fixiert sind. Dann ist das Haus fertig und der Baum wächst. Es gibt aber noch so viel zu tun, die Arbeit frisst einen förmlich auf. Man klettert einen Posten höher, verdient mehr, muss auf Dienstreise, die Partnerschaft zerbricht.
Die Falten im Gesicht werden tiefer, die Harre schütterer, der Hexenschuss kommt öfter mal vorbei, die Hypertonie lässt grüßen, die Arztbesuche nehmen zu. Auch die Knie knacken und schmerzen, die Hüfte ist auch nicht mehr die Jüngste, aber das Konto ist voll.
Der Arzt rät etwas kürzer zu treten, man macht das auch. Morgens graust es einem, das Gesicht was im Spiegel auftaucht zu rasieren, dafür spart man das Haare waschen, ein Staubtuch macht es auch.
Jetzt hat man Zeit, aber das Bett neben einem ist leer, frühstücken tut man allein, das Leben ist fad, aber das Konto ist voll.
Das Geld verwendet man jetzt um Frauen kennen zu lernen, um ein Familienleben aufzubauen. An Kindern denkt man nicht mehr, da denkt man schon eher daran, ob man in ein Altenwohnheim umziehen sollte.
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Herbert S. |