FAQ: Welche Nebenwirkungen hat eine medikamentöse Therapie und wie wahrscheinlich sind sie?

12.09.08 14:51 Uhr

Welche Nebenwirkungen hat eine medikamentöse Therapie und wie wahrscheinlich sind sie?

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Klaus J. 13.04.09 18:27 Uhr:

Diese Frage wird wohl niemand pauschal und für jeden zufriedenstellend beantworten können.
Grundsätzlich kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen, daß Medikamente bei jedem Patienten unterschiedlich wirken und auch unterschiedliche Nebenwirkungen haben können.
Insbesondere bei Schmerzmitteln ist hier die Eigenbeobachtung sehr wichtig. Hier gilt: "Sowenig wie möglich aber soviel wie nötig".
Eine pauschale Verordnung (z.B. 3 mal 1 Tablette pro Tag zu den Mahlzeiten) halte ich für falsch. Auch sollte man bei Schmerzmitteln darauf achten, wogegen sie eingesetzt werden sollen.
Bei kurzfristigen Zahnschmerzen z.B. sollte man ein Präparat wählen, daß schnell wirkt.
Bei rheumatischen oder neurologischen Schmerzen, die, wie in meinem Fall, hauptsächlich auf die Nachtzeit beschränkt sind, sollte man ein Präparat wählen, daß mit Langzeitwirkung ausgestattet ist und dieses schon bei Einsetzen leichter Beschwerden einnehmen, da die Wirkung erst verzögert, nach 1 - 1 1/2 Stunden eintritt.
Zu den Nebenwirkungen:
Dazu kann ich aus meiner Erfahrung nur sagen, daß die Angaben der Hersteller auf dem Beipackzettel in den meisten Fällen sehr, sehr zurückhaltend sind bezüglich Häufigkeit und Schwere von Nebenwirkungen.Da sollte man wirklich noch einmal den Apotheker seines Vertrauens fragen. Auch viele Ärzte verharmlosen meiner Erfahrung nach diese Problematik. Ganz wichtig ist, daß man dem Arzt oder Apotheker mitteilt, welche anderen Medikamente noch eingenommen werden. Denn das Thema Wechselwirkung ist besonders heikel. So kann z.B. ein Cortison-Präparat ein ansonsten gut magenverträgliches Schmerzmittel (Ibuprofen) zum absoluten Magenkiller machen (eigene Erfahrung).

Eines ist jedenfalls sicher: Jedes wirksame Medikament hat auch unerwünschte Nebenwirkungen. Der eine spürt sie, der andere nicht.
Das sagte mir jedenfalls mein Neurologe und dies entspricht auch meiner eigenen Erfahrung.

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Andreas E.
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