13.11.08 17:35 Uhr
Pressemitteilung an PatientenWieIch - Ratgeber Patient und Gesundheit am 13.11.2008:
„Sport spielt bei der Vorsorge und der Rehabilitation von Krebs eine wichtige Rolle“, sagt Professor Martin Halle, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Prävention und Sportmedizin der TU München. „Körperliche Aktivität gibt Krebspatienten die Möglichkeit, aktiv etwas gegen die Erkrankung und für die Genesung zu tun.“
Das Bewusstsein der Spezialisten und niedergelassenen Allgemeinmediziner für die Wichtigkeit des Sports in der Krebstherapie zu schärfen, Ausdauersport als Medikament gegen Krebs einzusetzen und als neuen Heilungsansatz zu etablieren – das sind die Ziele des 1. Internationalen Sport- und Krebskongresses. Vom 20. bis 22.11. findet dieser am Zentrum für Prävention und Sportmedizin der TU München im Olympiapark statt. Ein kostenloser Patienteninformationstag unter dem Motto „Wir laufen dem Krebs davon“ rundet den Kongress ab. Professor Halle: "Mit diesem Aktionstag wollen wir Betroffene ermuntern, aus der Passivität herauszukommen, selbst aktiv zu werden und dabei zu erkennen, dass Sport im Gegensatz zur herkömmlichen Krebstherapie richtig Spaß macht.“
Bei der Auftakt-Pressekonferenz am 19.11. fassen Experten die aktuelle Forschungslage zusammen und zeigen, wie künftig möglichst viele Patienten von den Erkenntnissen profitieren können. Alle Informationen zur Pressekonferenz finden Sie unter unter www.krebshilfe.de.
Ins Leben gerufen haben den Kongress Professor Halle und sein Kollege, Professor Michael Schoenberg, Chefarzt der Chirurgie am Rotkreuzklinikum München. Beim gemeinsamen Joggen entstand die Idee, das erste Symposium dieser Art in Deutschland zu planen und umzusetzen: „Professor Schoenberg operiert Patienten mit Darmkrebserkrankungen, ich kümmere mich darum, wie man solche Erkrankungen durch Sport verhindern kann“, erklärt Professor Halle den Zusammenhang.
Zahlen, die die Wirksamkeit körperlicher Aktivität in der Krebstherapie belegen, gibt es bereits. Nach ersten Studien weiß Professor Halle: Um bis zu 40 Prozent könne die 5-Jahressterblichkeit bei Darmkrebspatienten, bei denen sich bereits Lymphknotenabsiedlungen gebildet haben, durch Sport reduziert werden – etwa durch mehr als vier Stunden zügiges Spazierengehen pro Woche. „Das ist mehr als man sich durch eine zusätzliche Chemotherapie erhoffen könnte.“
Weitere Informationen zum Kongress unter www.sportundkrebs08.de und www.preventum.de, der neuen Internetseite des Zentrums für Prävention und Sportmedizin der TU München.
Quelle: www.gespraechsstoff.com
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Andreas E. |