03.12.08 17:57 Uhr
Prof. Dr. Norbert Klusen,Vorsitzender des TK-Vorstandes: "Unsere Aufgabe als Krankenkassebesteht nicht nur darin, eine Leistung zur Verfügung zu stellen. Wirmöchten unsere Versicherten auch motivieren, sich mit ihrer Gesundheitauseinanderzusetzen und als mündiger Patient für sich persönlich dierichtigen Entscheidungen zu treffen. Damit sie dies können, brauchensie aber wissenschaftlich fundierte und unabhängige Informationen.Diese möchten wir Ihnen mit dieser Broschüre zur Verfügung stellen."
Gegnerder Impfung kritisieren vor allem, dass es keine Langzeitergebnisse zurHPV-Impfung gibt, da der erste Impfstoff erst seit gut zwei Jahren aufdem Markt ist. TK-Chef Klusen hat Verständnis für die Bedenken."Dennoch sind viele unserer Kundinnen nicht bereit, 20 Jahre auf eineLangzeitstudie zu warten, wenn heute bereits Impfstoffe zur Verfügungstehen. Aber selbstverständlich bewertet die STIKO regelmäßig neueDaten und Studienergebnisse, so dass Nutzen und Wirksamkeit der Impfung- wie bei allen anderen Schutzimpfungen auch - regelmäßig überprüft undEmpfehlungen bei Bedarf entsprechend angepasst werden", so derKassenchef.
Neben der HPV-Impfung beinhaltet die TK-Broschüreweitere Informationen zu den Themen Krebsfrüherkennung und Vorsorge.Fast jede zweite Frau über 20 Jahren nimmt nach Aussage der TK diejährliche Krebsvorsorge beim Frauenarzt in Anspruch. Für die nach dem1. April 1987 geborenen Frauen ist ein Beratungsgespräch zurKrebsfrüherkennung sogar verpflichtend, um bei einer späterenErkrankung keine finanziellen Nachteile zu haben. Viele wissen abernicht, was dabei untersucht wird und welche Folgen ein Befund habenkann. Die Broschüre "Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs,HPV-Impfung" steht unter zum kostenlosen Download.
Hintergrundinformationfür die Redaktionen: Frauen ab 20 haben einmal im Jahr Anspruch aufeine Untersuchung zur Krebsfrüherkennung. Diese ist für sie kostenlosund nicht mit einer Praxisgebühr verbunden. Für Frauen, die nach dem 1.April 1987 geboren sind, gilt eine Besonderheit: Das Gesetz schreibtvor, dass sie sich einmalig bei ihrem Arzt bzw. ihrer Ärztin über dieUntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs beraten lassen. Findet dieseBeratung nicht statt, verlieren sie im Falle einer späterenGebärmutterhalskrebserkrankung die finanziellen Vorteile für chronischkranke Patienten, das heißt sie müssen gegebenenfalls eine höhereEigenbeteiligung leisten.
Quelle: TK online
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Andreas E. |