Kiadis Pharma gibt positive klinische Ergebnisse für ATIR (TM) bei Knochenmarktransplantationen mit

05.12.08 10:30 Uhr

Das biopharmazeutische Unternehmen Kiadis Pharma gibt heute gegenüber PatientenWieIch - Ratgeber Patient und Gesundheit - bekannt, dass die Behandlung des letzten Patienten in ihrer ATIR(TM)-Phase der I/II klinischen Studie erfolgreich abgeschlossen wurde. ATIR (TM), ein lymphozytenzellbasiertes Spenderprodukt, befindet sich in der Entwicklung, um zukünftig nach einer Knochenmarktransplantation mit einem unverträglichen Spender eine akute Graft-versus-Host-Krankheit (GvHD) zu vermeiden und eine frühe Immunrekonstitution zu ermöglichen. Es wurden neunzehn Blutkrebspatienten im Endstadion behandelt: Innerhalb der ersten 100 Tage nach einer ATIR (TM)-Infusion traten bei ihnen keine Fälle von Grad III/IVakuter GvHD auf. Dies zeigt die Realisierbarkeit und Verträglichkeit des Zusatzes von ATIR (TM) in Kombination mit einem Transplantationsverfahren mit nicht-passenden Spendern.

Im Anschluss an das wissenschaftliche Gutachten der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA bereitet sich Kiadis Pharma darauf vor, eine multizentarale, multinationale, entscheidende Studie zu initiieren. Die Rekrutierung der Patienten hierfür startet Anfang 2009. In dieser Studie wird die Wirksamkeit von ATIR (TM) untersucht werden, und zwar bei Patienten, die an AML, ALL oder MDS erkrankt sind und für eine allogene Knochenmarktransplantation geeignet sind, für die jedoch kein passender Spender zur Verfügung steht.

"Knochenmarktransplantationen sind für Blutkrebspatienten im Endstadium häufig die einzige noch übriggebliebene Behandlungsmöglichkeit. Aber viele Patienten finden einfach nicht rechtzeitig einen geeigneten Spender" meint Dr. Denis-Claude Roy vom Maisonneuve-Rosemont Krankenhaus in Montreal, der Hauptversuchsleiter der Studie. "Unsere Studie zeigt eine rasante Immunrekonstitution bei Transplantationspatienten, die mit ATIR (TM) behandelten Immunzellen von unverträglichen Spendern versorgt wurden. Ohne die ATIR(TM)-Behandlung wäre dies wegen des hohen Risikos einer Graft-versus-Host-Erkrankung mit den Immunzellen des unverträglichen Spenders nicht möglich. Dies ist offensichtlich eine sehr hoffnungsvolle Entwicklung für eine große Patientengruppe."

Dr. Manja Bouman, CEO von Kiadis Pharma, meint: "Die Ergebnisse dieser klinischen Studie sind sehr vielversprechend, und es ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Entwicklung von ATIR (TM) als ein neuer Ansatz und könnte eine sichere und potentiell lebensrettende Knochenmarktransplantation eines unverträglichen Spenders als Behandlungsoption für Blutkrebspatienten im Endstadium sein."

Quelle: http://www.kiadis.com/news


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Andreas E.
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