Die Sendung „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ interessiert auch die Nutzer des Portals PatientenWieIch.de. Neben der Unterhaltung bietet die Sendung auch genügend Gesprächstoff für das Thema Gesundheit. Grund genug für den Abdruck eines Interviews mit Giulia Siegel beim Patientenportal.
Am 9. Januar geht es in den Dschungel. Was reizt Sie daran?
Giulia Siegel: Ich bin für den Dschungel schon ein paar Mal angefragt worden, habe mir jede Staffel angeschaut und mir jedes Mal überlegt, ist es jetzt eine Herausforderung oder ist es peinlich? Bei jeder Aufgabe habe ich gegrübelt, was würde ich jetzt machen? Ich habe dieses Jahr wieder die Überlegung machen müssen, ob es eine Herausforderung oder peinlich ist. Ich habe mich entschlossen es als Herausforderung zu sehen und freue mich darauf, einfach mal zwei Wochen ohne Handy und ohne Luxus, komplett reduziert auf die Basis, verbringen zu dürfen. Ich habe nie Freizeit. Ich habe immer meine Kinder um mich rum oder andere Leute, die irgendwas von mir wollen. Ein paar Stunden in der Woche für mich alleine sein zu können, ist für mich ein Luxus, den ich mir sonst nicht leisten kann.
Sie mussten aber dann schon ein bisschen überlegen. Sie haben ja nicht sofort ja gesagt.
Giulia Siegel: Ich habe die letzten Jahre schon immer wieder überlegt und wusste, die Anfrage kommt wieder. Als sie dieses Jahr wieder kam, habe ich drei Wochen später zugesagt.
Bestenfalls werden es ja einige Tage im Dschungel werden. Das bedeutet auch, dass es psychisch gesehen nicht einfach für alle wird. Haben Sie da ein Stück weit Bedenken und Ängste?
Giulia Siegel: Die einzige große Angst, die ich da unten habe, ist vor Spinnen. Ich habe ein riesengroßes Problem mit Spinnen und panische Angst vor ihnen. Spinnen sind ganz böse Tiere…hahaha und ich bekomme wirklich Panikattacken, sowie extreme Gänsehaut bei allem, was mit Spinnen zu tun hat. Wenn irgendeine Dschungelprüfung mit Spinnen sein sollte, müssen dann leider alle hungern.
Aber an sich glauben Sie, dass Sie dem psychischen Druck standhalten werden?
Giulia Siegel: Jeder, der da rein geht, glaubt vorher grundsätzlich, dass er dem psychischen Druck standhält. Wie es dann drinnen ist, weiß man natürlich jetzt noch nicht. Ich werde mich nicht verstellen und so sein wie ich bin. Ich glaube, ich bin ein lieber, herzlicher, lustiger und fröhlicher Mensch und glaube auch, es dort drinnen zeigen zu können. Nur weiß ich nicht, wie die anderen sind. Es kann auch sein, dass ich mich dabei ertappe und sage, upps, ich dachte eigentlich, in einer solchen Situation hätte ich ganz anders reagiert. Also ich sehe es auch als Chance, etwas über mich zu lernen.
Nun ist es ja so, dass in den vergangenen Jahren, viele, die im Camp waren, in welcher Form auch immer, danach eine Chance genutzt haben. Sie stehen ja gut im Job. Ist es dennoch eine gute Plattform für Sie, eine gute Chance, um dann im Anschluss darauf aufzubauen?
Giulia Siegel: Ich sehe es nicht als Plattform, um beruflich irgendwo weiterzukommen. Ich sehe es als Plattform, um den ganzen Kritikern und Menschen, die eine schlechte Meinung von mir haben, einfach mal zu zeigen, das bin ich, schaut euch das an und wenn es euch gefällt, dann redet nicht mehr schlecht über mich oder redet schlechter über mich. Aber einfach mal eine Plattform zu haben, wo ich einfach so sein kann, wie ich bin. Und das finde ich sehr schön.
Es ist ja schon so, dass viele Menschen wahrscheinlich denken, dass Sie so die verwöhnte, eingebildete Schickifrau sind und genau das, sind sie wahrscheinlich nicht?
Giulia Siegel: Jeder der schlecht über mich redet, hat mich noch nicht kennengelernt. Ich bin ein sehr bodenständiger, normaler, liebenswürdiger Mensch. Ich gehe zum Aldi einkaufen, wie jeder andere auch. Seitdem ich knapp 15 bin, bin ich selbstständig ohne Taschengeld und Unterstützung von Zuhause und habe mein Leben alleine gemeistert mit drei Kindern. Ich bin alles andere als irgendeine verwöhnte, zickige Tussi, ganz im Gegenteil.
Was ist Ihr Ziel im Dschungel?
Giulia Siegel: Mein Ziel im Dschungel ist einfach, dort eine schöne Zeit zu verbringen mit fremden Menschen, mich mit denen anzufreunden, probieren, das Beste aus der Situation zu machen und mich auf die komplette Basis zu reduzieren. Auf Wasser, Reis und Bohnen. Wenn die Möglichkeit besteht und die Zuschauer mich mögen, dann möchte ich natürlich möglichst lange drinnen bleiben. Wenn aber jemand dabei ist, der es einfach mehr verdient hat, dann hat der auch verdient Dschungelkönig zu werden.
Ist es ein Ziel für Sie, Dschungelkönigin zu werden?
Giulia Siegel: Dschungelkönigin zu werden, ist für mich kein Ziel. Ich fände es sehr schön, aber es liegt nicht an mir, es zu entscheiden. Und ich weiß auch nicht, ob nicht jemand von den anderen Kandidaten einfach qualifizierter dafür ist und einfach mehr Power hat und das Ganze einfach noch härter durchzieht. Da lass ich mich gerne überraschen.
Sie dürfen zwei persönliche Dinge mitnehmen. Was wird das sein?
Giulia Siegel: Ich nehme einmal ein sehr langes, schmales Kopfkissen mit. Eigentlich ist es ein Stillkissen. Meine Kinder haben es kunterbunt bemalt und ich habe Fotos von ihnen aufgebügelt. Zum Schlafen wickele ich es um meinen Körper, da mir dies gegen meine eventuellen Rückenschmerzen immer hilft. beim Zweiten bin ich mir noch nicht so sicher. Vielleicht ein Schlauchboot. Mir ist nicht eingefallen was ich dringend brauche, außer einem Haargummi, zwei Haarspangen und ein Kissen. Da dachte ich mir, was kann ich machen, um vielleicht auf diesem Tümpel ein bisschen Spaß zu haben, weil ich auch Angst vor Wasser habe, da fand ich wäre eine witzige Idee. Vielleicht wird’s aber auch eine Haarbürste für meine Extensions (Haarverdichtung). Auf meinem Rücken werde ich ein aufklebbares, selbstgemachtes Tattoo von meinen Kindern tragen.
Kann es auch gesundheitliche Probleme geben, wenn man so lange im Dschungel lebt?
Giulia Siegel: Ich hatte im August eine schwere Rücken-Operation, darf auch nichts Schweres heben. Gesundheitliche Probleme kann es immer geben, ob das von der Pritsche kommt, kann natürlich immer sein. Ich lass mich einfach überraschen wenn mein Rücken weh tun sollte, mach ich ein paar Sportübungen und alles wird besser. Vielleicht ist ja auch jemand dabei, der mir den Rücken bisschen massieren würde. Eigentlich besteht aber keine große Gefahr für den Rücken im Dschungel, außer ich muss eine Dschungel-Aufgabe machen, die für den Rücken gefährlich ist oder etwas zu schweres heben. Das wäre nicht so gut und würde mich viel Kraft kosten.
Ein großes Thema sind ja immer die Prüfungen. Wahrscheinlich haben Sie schon einige Prüfungen gesehen. Abgesehen von Spinnen, was ekelt Sie da am meisten?
Giulia Siegel: Das einzige, was mich im Dschungel wirklich ekelt, sind die Spinnen. Mit dem Rest habe ich kein Problem. Sonst würde ich, glaube ich, alles machen. Die Fischaugen würde ich vielleicht nicht essen. Wenn wir alle Hunger haben und es dadurch mehr Essen gibt, wird der Druck mit Sicherheit dazu führen auch Känguruhoden zu essen. Ob ich es wirklich mache, wenn ich davor stehe, weiß ich nicht, aber ich gehe schon mit dem Willen rein, alles zu versuchen, damit es uns besser gut geht in dem Camp.
Sie sagten eben, Sie hätten ein ganz gutes Gefühl dabei, wieder zurück zur Basis zu kommen. Bedeutet das, dass Sie mit dem Luxusverzicht kein Problem haben?
Giulia Siegel: Ich bin kein Mensch, der mit viel Luxus lebt. Ich gehe zu Aldi und Penny zum Einkaufen, mein Auto ist geleast. Ich habe eine Mietwohnung in einem Betonblock, die habe ich mit viel bunter Farbe und Ikea zwar jetzt schön hergerichtet, aber ich achte auf mein Budget. Ich habe nicht so viel Geld, das ich damit rumschmeißen könnte. Ich kann es mir nicht leisten, ein Kleid für drei- oder vierhundert Euro zu kaufen. Zigaretten sind dann noch ein großes Problem, weil ich doch ein sehr starker Raucher bin und das vor allem in Stresssituationen. Soviel ich weiß sind nur zwei Raucher dabei . Das heißt, wenn alle Raucher wären, könnten wir es noch untereinander aufteilen. Bei zwei Rauchern und nur fünf Zigaretten am Tag wird es sehr hart. Ich werde mich sehr disziplinieren.
Luxusverzicht bedeutet ja außerdem noch Plumpsklo, im Tümpel waschen, sich nackt machen beim Duschen.
Giulia Siegel: Nackt machen muss man sich beim Duschen nicht, wenn man es nicht will und solange ich einen Bikini oder Badeanzug trage, habe ich auch kein Problem mit dem Schamgefühl. Es ist wie am Strand, wo ein ja auch jeder sehen kann. Mehr wird man nicht sehen. Nackt ist für mich im Fernsehen ein absolutes No-Go.
Was werden Sie im Dschungel am meisten vermissen?
Giulia Siegel: Am meisten werde ich im Dschungel meine Kinder vermissen. Ich weiß aber, dass sie beim Papa und bei den Großeltern supergut aufgehoben. Wenn sie in den großen Ferien beim Papa sind, haben sie die Mama auch schon zwei, drei Wochen nicht gesehen. Meine 3 Mäuse werde ich sehr stark vermissen. Aber der Papa macht das schon.
Dürfen sich die Kinder die Sendung angucken?
Giulia Siegel: Ich möchte nicht, dass meine Kinder so lange wachbleiben. Alle Drei gehen in die Schule und sie würden das Format noch nicht verstehen. Ich möchte nicht, dass sie Angst um Mama haben oder etwas ekelig finden. Das muss nicht sein.
Sind Sie auch ein Typ, der seine Meinung sagt, wenn Sie denken, es muss sein?
Giulia Siegel: Ich bin jemand, der sich Dinge lange anschauen kann und wenn ich das Gefühl habe, dass jemand Unrecht getan wird oder jemand zickig oder böse ist, dann sage ich meine Meinung. Aber dann richtig.
Also kann es im Dschungel durchaus auch mal zum Krach kommen?
Giulia Siegel: Wenn irgendjemand unfair ist und sich nicht richtig verhält oder schlechte Kinderstube zeigt, dann kann es mit Sicherheit krachen. Ich versuche gerne Mediator zu fungieren, zwischen Leuten zu vermitteln. Aber wenn jemanden etwas Böses angetan oder beleidigt wird, dann stelle ich mich wie eine Mutter dazwischen und versuche zu beschützen. Wie halt zuhause, das steckt in mir drin.
Glauben Sie, dass in der langen Zeit ein Lagerkoller unausweichlich ist?
Giulia Siegel: Normalerweise bin ich ein Mensch, der sich sehr gut mit sich alleine beschäftigen kann. Ich bin jemand, der gerne bastelt, irgendwelche Sachen findet um sich zu beschäftigen. Aufräumen, Kochen, das Camp sauber halten… Ob ich mir da irgendwelche Steinmosaike baue oder aus Blättern was bastele, ich weiß es nicht. Also irgendwas werde ich immer finden. Ich langweile mich eigentlich nie.
Was glauben Sie, könnte andere an Ihnen nerven?
Giulia Siegel: Andere könnte an mir nerven, dass ich sehr bemutternd bin, dass ich immer probiere, es jedem recht zu machen, dass ich für jeden immer im Extremen versuche, da zu sein. Was für manche manchmal gespielt wirken kann, aber ich bin einfach so. Wenn ich merke, einer hat Hunger, bekommt er eben mein Essen ab. Da denke ich gar nicht so drüber nach, weil ich ein absolut unmaterialistischer Mensch bin. Und das kann nervig sein. Das weiß ich auch aus meinem Freundeskreis. Viele wissen es zu schätzen, andere sagen, Giulia, jetzt mach nicht wieder die Mama. Dann kann ich noch sehr dickköpfig sein, wenn mir was gegen den Strich geht und mit Kritik kann ich nicht sofort umgehen, das muss ich erst setzen lassen, drüber nachdenken. Und erst, wenn ich es für mich analysiert habe, kann ich dem anderem rechtgeben oder auch nicht. Aber ich glaube so bringt es mehr und ist vor allem ehrlicher.
Viele nehmen im Camp eine gewisse Rolle an. Bata Illic war im letzten Jahr der große Papa. Sie waren vom Beruf her Model und sind eine superattraktive Frau. Wenn Sie dann die Rolle der sexy Frau einnehmen würden, wäre das für Sie ein Problem?
Giulia Siegel: Ich glaube, dass es im Dschungel wirklich total egal ist, wie jemand aussieht. Da geht es um Teamwork und eine gewisse Art von Zusammenhalt, aber nicht darum, hat die jetzt eine bessere Figur als ich oder nicht. Das ist absolut zweitrangig. Was Rolleneinnahme betrifft, weiß ich, dass ich jemand bin, der führen, leiten und delegieren kann. Ich bin auch jemand, der sich sehr im Hintergrund halten kann und beobachten kann und dann im richtigen Moment hilft. Welche Rolle ich da übernehmen werde, weiß ich noch nicht. Das werde ich einfach sehen und schauen, ob die jemanden brauchen, der sie ein bisschen führt, der sie zusammen hält, oder der für Ordnung sorgt. Das lasse ich auch einfach auf mich zukommen.
Sie kennen schon einige Namen, die mit Ihnen in den Dschungel gehen. Auf wen freuen Sie sich das besonders?
Giulia Siegel: Ich freue mich sehr auf Lorielle London, einfach, weil ich glaube, dass sie in den letzten Jahren sehr viel durchgemacht hat. Der Weg vom Mann zur Frau und das alles in der Öffentlichkeit. Sie ist, glaube ich, eine sehr interessante Persönlichkeit, die aber vielleicht noch gar nicht so genau weiß, was auf sie zukommt. Da lassen wir uns überraschen. Interessant finde ich Norbert Schramm, weil mich einfach seine Eislaufkarriere interessiert. Ich hatte ja das Glück, bei einer Eislauf-Sendung mitzumachen und bin seitdem wirklich süchtig nach Eislaufen. Mit dem werde ich, glaube ich, viel reden oder Hebefiguren üben. Interessant finde ich auch noch Michael Meziani. Den kenne ich schon seit vielen Jahren und mag ihn als Menschen sehr, sehr gerne und habe auch mal mit ihm geflirtet. Ingrid van Bergen kenne ich nicht besonders gut und weiß nicht viel über sie. Gundis Zámbó kenne ich auch seit vielen Jahren. Sie ist ein ganz lieber und herzlicher Mensch. Aber ich glaube, dass sie ein hartes Ziel vor Augen hat. Glaube sie will um jeden preis Königin werden. Ich glaube, Gundis wird die taffe Sportlerin unter uns sein. Dann haben wir noch Günther Kaufmann dabei. Dann ist da noch Nico Schwanz, Mister Deutschland. Den kenne ich vom Hörensagen und weil ich seine Modelagentur kenne. Guter Körper, komplizierter Name. Dem stehe ich vollkommen neutral gegenüber. Wir haben auf jeden Fall zwei sehr gut aussehende Männer dabei. Da werden sich die Frauen dann streiten, ob dunkel oder blond. Hoffentlich haben sie auch so viel Grips in der Birne. Beim einen weiß ich es, beim anderen hoffe ich es. Ich lass mich überraschen.
Wie lief das denn mit dem Flirt mit Michael Meziani?
Giulia Siegel: Wir haben freundschaftlich geflirtet. Mehr ist da nicht gelaufen. Es gab nie einen Kuss. Es war eine witzige Geschichte, die erzähle ich aber nicht hier. Die werde ich vielleicht im Dschungel erzählen. Das ist viel lustiger.
Wäre er grundsätzlich Ihr Typ Mann?
Giulia Siegel: Nein, gar nicht. Bei mir gibt es keinen Typ Mann. Mich fasziniert ein Mensch oder ein Mann über das, was er erzählt, über sein Lachen und seine offene Art und sein Köpfchen und vor allem, ob es ein Mensch ist, der mich so mag, wie ich bin und mich nicht verändern will. Aber Aussehen ist bei mir so drittrangig.
Aber wenn gut aussehende Männer dabei sind, macht es die Zeit schon angenehmer, oder?
Giulia Siegel: In einem Dschungelcamp mit zehn gut aussehenden Männern, die alle strunzblöd sind, ist die Zeit Scheiße. Da habe ich lieber zehn hässliche Männer, die alle nett, sympathisch und lustig sind. Was will ich denn mit gut aussehenden Menschen im Dschungel? Ich brauche Menschen, mit denen ich mich unterhalten kann. Mit denen ich singen, tanzen, lachen kann. Mit denen ich tiefer gehende Diskussionen führen kann, aber doch nicht gut aussehende Jungs.
Wie haben Sie sich die letzten Wochen über auf den Dschungel vorbereitet? Haben Sie sich überhaupt vorbereitet?
Giulia Siegel: ich habe viel gegessen, damit ich nicht zu dünn werde. Ich bin vor allem Käsefondue-fanatisch und habe jetzt sieben Tage lang Käsefondue gegessen.
Wen nehmen Sie als Begleitung mit?
Giulia Siegel: Als Begleitung nehme ich eine meiner besten Freundinnen mit, Rebecca, sie habe ich über Ebay kennengelernt.
Quelle: RTL
Zitat: Die Gedanken sind wie Steine, mit denen der Charakter gebildet wird. Ein Charakter wird nicht geboren sondern geformt.