07.03.09 11:53 Uhr
Ärzte führen Krankenakten. In diesen Dokumenten werden Informationen und Daten über deine Diagnosen, den Therapieverlauf und Berichte von Kollegen archiviert. Diese Dokumentationen sind notwendig und sinnvoll.
Jeder darf in seine Akten Einsicht nehmen. Das ist wichtig, wenn man z.B. eine zweite Meinung einholen möchte und Belege zur Diagnose und den Therapien benötigt (Vergleiche Bericht Focus).
Doch auch eine Eigendokumentation kann für verschiedene Krankheitsbilder oder Beschwerden sehr sinnvoll sein. So kann man den Verlauf der Vitalwerte aufzeichnen (z.B. Blutdruckwerte oder Blutzuckerwerte für Diabetiker) oder mit Aufzeichnungen von Symptomen den Arztbesuch gut vorbereiten.
Wichtig ist eine gewissenhafte Dokumentation mit anerkannten und praktischen Strukturen. An solch einer Eigendokumentation zum Ausdrucken arbeiten wir gerade. Mit deinen Anregungen und der Hilfe aller Mitglieder haben wir das erste Formular fertig gestellt:
Information zum Dokument:
In dem Dokument kannst du eine Aufstellung deiner vom Arzt verordneten Medikamente aufführen. Sollten mehrere Personen in deinem Haushalt dieses Dokument nutzen, vergesse nicht deinen Namen auf deine Aufstellung zu schreiben, damit es nicht zu Verwechslungen kommt.
Wichtig ist, dass in deiner Aufstellung alle Medikamente aufgeführt werden, die du einnehmen sollst. Gerade wenn die Verordnung für die Medikamente durch unterschiedliche Ärzte erfolgte, ist dieser Hinweis sehr wichtig.
Es ist darauf zu achten, dass du die Medikamentenliste immer nach einer Änderung der Medikamente sofort aktualisierst. Es ist gefährlich, wenn eine solche Liste existiert, und die Aufstellung falsch ist!
Du kannst die Liste für deinen Arztbesuch mitnehmen. Das Dokument bildet übliche Dokumentationsarten ab und bietet daher für einen Experten eine gute Übersicht.
Folgende Spalten werden angeboten:
Datum: Hier wird das Datum der Eintragung notiert. Beim erstmaligen Ausfüllen also der aktuelle Tag. Sollte der Arzt ein Medikament neu verordnen, erkennst du anhand des Datumeintrages, ab wann du das Medikament einnimmst.
Medikament: Bezeichnung des Medikamentes (am besten von der Verpackung mit vollständigem Namen und Zusätzen)
Darreichungsform: Ganz unten auf dem Dokument findest du Vorschläge für Abkürzungen der Darreichungsform.
Bei Bedarf: Hier ist durch ein Kreuz sogenannte Bedarfsmedikation (z.B. Schmerzmittel) zu kennzeichnen. Achtung: Die Verordnung eines Medikamentes bedarf immer einer Diagnose! Viele Ärzte lehnen die Verordnung von Bedarfsmedikation ab.
Von-bis: Wird ein Medikament zeitlich begrenzt verordnet, ist hier ein Eintrag notwendig.
Spalten für Tageszeiten: Üblicherweise trägst du hier die Dosierung (z.B. 1/2 für eine halbe Tablette bei Darreichungsform Tab.). Bei Medikamation zu einer festen Uhrzeit (selten) sollte hier zusätzlich auch die Uhrzeit der verordneten Einnahme eingetragen werden.
Ende: Wird das Medikament der betroffenen Reihe vom Arzt abgesetzt, trage hier das Datum für die Beendigung der Einnahme ein. Tipp: Zur besseren Übersicht streichen einige Nutzer bei Beendigung die gesamte Reihe nach Eintrag des Absetzungsdatums durch.
Bemerkung: An dieser Stelle sind Hinweise oder andere Bemerkung zum Medikament oder der Darreichungsform möglich.
Information zum Download und Druck:
Über den Link öffnet sich ein Fenster und stellt das Dokument als PDF-Datei dar. Über das Druckersymbol kannst du die Tabelle ausdrucken für klassische Eintragungen mit Papier und Stift.
Sollte auf deinem Rechner Adobe Reader zum Lesen von PDF´s noch nicht installiert, sein, kannst du es hier kostenlos herunterladen:
http://www.adobe.de/products/acrobat/readstep.html
Der Adobe Reader ist ein Standard-Programm und befindet sich auch auf vielen CD-Rom´s von Computer-Zeitschriften.
HINWEIS:
Die unter www.patientenwieich.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
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Andreas E. |