08.04.09 17:22 Uhr
Ich überlege, ob ich eine Betaferon-Therapie beginne. Nun lese ich von den ganzen Problemen und Nebenwirkungen und frage mich: gibt es auch Patienten, die keine oder nur geringe Nebenwirkungen haben?
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TweetHallo,
ich habe kaum Nebenwirkungen, ab und zu mal Kopfschmerzen. Ich nehme auch keine Ibuprofen dazu.
Für mich stellt sich nur die Frage, warum du überlegst eine Therapie zu beginnen, da gibt es doch klare Indikationen???
Viele Grüße
Katrin
Indikation.... ein, nur für Ärzte und Chemiker zwingender Grund zur Anwendung einer bestimmten ärztlichen Behandlung in einem Krankheitsfall.
Als Patient muss und sollte ich überlegen, ob ich einer Indikation zustimme?!
Es geht doch nicht allein um Rötungen und Entzündungen der Haut, um Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, welche wiederum ein anderes Medikament zum Stillstand bringen kann... es geht doch vielmehr um Veränderungen der Leberenzyme, um Veränderungen der weißen Blutkörperchen und um schwere Depressionen, die unter der Gabe auftreten können. Ich denke schon, dass das gut überlegt sein sollte.
MS allein ist kein Todesurteil... aber eine Frage sollte sich jeder von uns stellen: woran und warum sterben MS-Kranke des öfteren in relativ jungem Alter?
Hallo Ihr Lieben,
ich wurde 6 Monate mit Betaferon bei einer Herzmuskelentzündung behandelt. 16 Millionen Einheiten jeden 2. Tag. Geholfen hat es nichts. Ich bin auf Grund der Behandlung mit Interferon Beta 1b seit 2006 berufsunfähig. Bei mir stellten sich geleich nach der ersten Spritze Grippeanzeichen ein. Dann merkte ich, dass ich Probleme mit der Rechtschreibung bekam. Ich konnte mir auf einmal nichts mehr merken bzw. mich an vieles nicht mehr erinnern. Nach ca. 6 Wochen habe ich extremen Husten bekommen. Ich war wärend dieser 6 Monate 2x in einer Lungenklinik. Mein Studiearzt hat keine Zusammenhänge mit dem Interferon gesehen und einen leichten, nicht mit dem Medikament in verbindung zu bringenden Husten gemeldet. Der Husten ist bis heute noch nicht ganz weg. Nach 8 Wochen bin ich bewustlos zusammengebrochen und mit dem Notarzt in die Klinik gebracht worden. Auch hier sah der Studienarzt keinen Zusammenhang mit Interferon. Ab dem 4. Monat habe ich angefangen zu Weinen. Man erklärte mir, dass eine Depression anders aussieht und hat die Studie nicht abgebrochen. Im 5. Studienmonat bin ich noch einmal bei meiner Hausärztin zusammengebrochen. Ich mußte nach abschluss der Studie, 3 Wochen stationär wg. der Nebenwirkungen behandelt werden. Die Gedächtnisstörungen und kognitiven Störungen sind so stark, dass ich seit 2006 Berufsunfähig bin. Ich war bis jetzt bei 5 Profesoren, die alle einen Zusammenhang mit Interferon nicht ausschließen. Ein Gutachter hat jetzt bestätigt, dass mit sehr hoher Warscheinlichkeit Interferon daran schuld ist. Bis dato habe ich noch keine Entschädigung aus der Studienversicherung bekommen. Wenn jemand ähnliche Erfahrungen mit Interferon gemacht hat, würde ich mich freuen von ihm zu hören.
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Theresa S. |