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Renovieren ohne Schadstoffe

15.11.07 23:15 Uhr

PatientenWieIch - Ratgeber Patient und Gesundheit - informiert:

Renovieren verschönert die Wohnung und bringt
frischen Wind in die eigenen vier Wände. Aber was viele nicht wissen:
ausdünstende Wandfarben, Lösungsmittel mit Weichmachern,
chemiebehandelte Teppichböden oder mit PVC geschäumte Raufasertapeten
geben häufig gesundheitsschädliche Dämpfe ab, die besonders
Allergikern zu schaffen machen. Kopfschmerzen, tränende Augen oder
juckende Haut sind die Folgen. Deshalb sollte der Hobby-Handwerker
beim Renovieren auf jeden Fall schadstoffarme Materialien verwenden.
"Die Heimwerker können sich beim Einkauf gut an der Baustoffliste von
TÜV Rheinland orientieren", rät Dr. Karl Sander von TÜV Rheinland.
"Alle Baustoffe auf dieser Liste sind schadstoffarm. Dazu zählen
Farben, Lacke, Putze, Tapetenkleber und Dämmstoffe. Das bedeutet, die
gemessenen Schadstoffwerte liegen deutlich unter der gesetzlichen
Norm." Damit ist ein schadstoffarmes Raumklima garantiert.

"Im Schlaf- und Kinderzimmer müssen die Heimwerker besonders
aufpassen", erklärt Dr. Sander. "denn während des Schlafs wirken
Schadstoffe aufgrund des abgesenkten Stoffwechsels besonders
intensiv." Deshalb: Fenster auf! Denn mehrmaliges Stoßlüften von je
fünf bis zehn Minuten täglich sorgt für ein gutes Raumklima und
hilft, die Luftfeuchtigkeit möglichst unter 60 Prozent zu halten. Das
beugt zusätzlich Schimmelpilzen vor. Aber auch bei vermeintlich
schadstoffarmen Produkten ist Vorsicht geboten. "Lösungsmittelfreie
Farben können Stoffe enthalten, die ausdünsten und schwarze
Ablagerungen auf Wänden, Möbeln und Decken hinterlassen", weiß Dr.
Sander. Dieser so genannte Fogging-Effekt tritt oft erst nach einiger
Zeit auf. Er schadet zwar nicht der Gesundheit, wirkt sich aber
negativ auf die Wohnqualität aus.

Generell gilt: schadstoffarmes Renovieren muss nicht teuer sein.
"Eine unschädliche Raufasertapete beispielsweise kostet nicht mehr
als eine Tapete mit Weichmacher", so Dr. Sander. Dabei ist der
Unterschied groß. Denn wer mit schadstofffreien Materialien Decke,
Wände und Böden verschönert, kann auch in der frisch gestrichenen
Wohnung unbeschwert durchatmen.

Quelle: www.tuv.com


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Andreas E.
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