Ursachen

03.12.07 15:45 Uhr

Die monokausale, d. h. die auf eine einzige Ursache bezogene Erklärung der Schizophrenie ist nach heutigem Wissensstand nicht möglich. Man geht vielmehr von einem multifaktoriellem Bedingungsgefüge aus biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren aus.

* Biologische Faktoren:
Eine genetische Disposition gilt als gesichert. Die Häufigkeit der Erkrankung ist in der Verwandschaft schizophrener Patienten höher als in der Gesamtbevölkerung. Wenn z. B. beide Eltern an Schizohrenie erkrankt sind werden 40% der Kinder ebenfalls schizophren. Bei eineiigen Zwillingen liegt die Konkordanzrate bei 31-78%. Bei vollständiger Erbbedingtheit müßte jedoch die Konkordanzrate bei 100% liegen, d. h. beide Zwillingsgeschwister müßten an Schizophrenie erkranken. Daraus wird deutlich, daß neben Erbfaktoren noch andere Faktoren und Einflüsse für die Krankheitsentstehung bedeutsam sind.
* Biochemische Faktoren:
Gemäß der sog. Dopaminhypothese (Dopamin ist eine chemische Überträgersubstanz=Transmitter, die im Mittelhirn gebildet wird und in verschiedenen Bereichen des Großhirns am Hirnstoffwechsel beteiligt ist) findet sich eine erhöhte Konzentration an Dopamin an zentralen Synapsen bzw. eine erhöhte Empfindlichkeit der dopaminergen Rezeptoren für diese Überträgersubstanz.
* Psychogene Faktoren:
Hier werden insbesondere die sog. Ich-Defizite (Ich-Schwäche, brüchige Ich-Grenzen, “broken-home”-Entwicklung, symbiotische Mutter-Kind-Beziehungen, Kommunikationsstörungen (sog. double-bind Kommunikation, d. h. ständig in sich widersprüchliche Botschaften, die dem Kind vermittelt werden), Probleme in der Rollenzuweisung (z. B. das Kind als “Ersatzpartner”), bestimmte prämorbide Persönlichkeitseigenschaften (z. B. Kontaktscheu, hohe Verletzlichkeit) und das Auftreten belastender, traumatisch wirkender Lebensereignisse diskutiert.

Meine Site: www.schizophrenie.de.vu

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Jens G. 21.03.08 01:13 Uhr:

Ich halte eine schizoaffektive Psychose für eine Krankheit, die sich durch einen Schaden während der Geburt entwickelt und sich dann auf das Leben des einzelnen auswirkt. Das Umfeld kommt mit der Erkrankung nicht klar und der jenige wird mehr und mehr ausgegrenzt.

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Günter L.
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