Umgang der Medikamente

03.12.07 15:44 Uhr

Schwere Jahre liegen hinter mir. Die Ärzte hätten mich die ersten Wochen fast aufgegeben. Ich habe gekämpft. Keinen Missbrauch mit Psychopharmaka gemacht. Es wäre mir ein Leichtes gewesen bei meiner Unruhe und den Stimmen, die ich die ersten Monate hatte, auch noch mehr Medikamente zu mir zu nehmen. So, dann habe ich immer versucht ohne Beruhigungsmittel gegen meine Unruhe, bis auf wenige Wochen, zu meiden.
Wichtig ist, wie ich mit meinem Körper umgehe. Zufällig bin ich Nichtraucher. Einige Betroffene haben mir erzählt, dass durch das Rauchen mehr Medikamente zu sich nehmen muss. Auch bin ich kein übermäßiger Kaffeetrinker - einer, der so viel Kaffee trinken muss, dass er nicht mehr schlafen kann. Auch das halte ich für ungünstig. Ohne ausreichenden Schlaf wird der Körper krank. Schlaf halte ich für sehr wichtig. Alkohol trinke ich wenig, so dass mir das Weglassen leicht viel. Jetzt, wenn ich auf einer Feier bin, trinke ich gerne Wein - schaue auch schon mal sehr tief ins Glas.

Meine Site: www.schizophrenie.de.vu

Seite empfehlen:

Antworten

Um diesen Beitrag kommentieren zu können, musst Du eingeloggt sein.
Mitmachen (kostenlos)!

Günter L. 21.11.07 09:48 Uhr:

Zu viel Arbeit schadet dem Körper auch. Arbeit ist aber die beste Therapie. Durch die Arbeit lenke ich Kopf und Körper ab. Ohne meine Arbeit in der Behindertenwerkstatt wäre meine Krankheit in schlechtere Bahnen gelaufen.

Günter L. 21.11.07 09:48 Uhr:

Durch die sehr schwere Arbeit in der Altenpflege, mit allen ihren zwischenmenschlichen Belastungen, habe ich die Psychopharmaka nicht so schnell absetzen können, wie sie ohne Stress, ohne Mobbing und ohne Chefbelastungen in einem anderen Beruf möglich gewesen wäre. Ich bin sicher, dass mit Hilfe der Homöopathie ein Absenken - vielleicht sogar Jahre früher - möglich gewesen wäre.
Das Aushalten meiner Unruhe über viele Monate bis Jahre hinweg war sehr schwer. Was bringen aber die Beruhigungsmittel über längere Zeit? Aus privater und beruflicher Erfahrung weiß ich, dass eine Tablette Oxazepam nach 15 Minuten anfängt zu wirken. Nach zwei Stunden stellt sich der alte Zustand wieder ein. Da ist es mir persönlich wichtiger gewesen, mir die Unruhe wegzulaufen. Irgendwann wird der Körper müde und er will seine Erholung haben. Verstärkt durch die Einnahme der Psychopharmaka, außer bei der Umstellung von Medikamenten, konnte ich nach meinem Krankenhausaufenthalt gut schlafen.

Günter L. 21.11.07 09:49 Uhr:

Was mir bei meiner Krankheit sehr geholfen hat, war das Lachen. Wer bei dieser Krankheit lachen muss, weil man ihn zum Lachen bringt, wird so froh. Wenn ich heute zu einer Feier gehe, habe ich immer etwas zum Lachen. Ja, jetzt, wo ich gesund bin, fordere ich es sogar heraus, dass gelacht wird. Es stellt sich mir die Frage, ob ich heute auch ein so zufriedener Mensch wäre, wie ich es jetzt bin, wenn ich meinen schweren Altenpflege-Beruf nicht wieder aufgenommen hätte.

Beiträge

Die Einzelaspekte und Fragen des Themas werden hier chronologisch gezeigt. Beteilige dich und schreibe eine Antwort!

Autor

Günter L.
Mitglied seit: 21.11.07
17 Beiträge
zum Blog von Günter L.

Beitrag Bewerten

0 Hilfreich!

Funktionen