Thema: Ich bin zufrieden mit meinem Arzt

23.10.10 18:56 Uhr

(c) Günther Richter / pixelio.deWenn es um ihre Gesundheit geht, suchen zwei von drei Patienten ihren Hausarzt auf. Bei Menschen ab einem Alter von 60 Jahren sind es sogar drei von vier gesetzlich Versicherten.

Dies zeigt eine repräsentative Studie des „Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse (TK) für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen“ (WINEG) zum Arzt-Patienten-Verhältnis. Nur acht Prozent der Versicherten geben an, dass sie zuletzt beim Frauenarzt waren; gefolgt von den Internisten (sieben Prozent), Orthopäden (sechs Prozent), Augenärzten, Hals-, Nasen-, Ohrenärzten und den Hautärzten (jeweils zwei Prozent). Ein Prozent der Patienten war bei Urologen und vier Prozent bei anderen Fachärzten.

„Der Hausarzt ist hierzulande Ansprechpartner 'Nummer eins', wenn die Versicherten medizinischen Rat suchen“, fasst Dr. Beate Bestmann, Sozialwissenschaftlerin und Mitautorin der WINEG-Studie die Ergebnisse zusammen.Der Hausarzt nimmt also schon heute eine zentrale Stellung im deutschen Gesundheitssystem ein. Dennoch wollte die Politik dessen Rolle als Lotsen weiter stärken. Deshalb müssen die Krankenkassen ihren Versicherten eine so genannte Hausarztzentrierte Versorgung (HzV) anbieten. Bei der HzV verpflichten sich die Versicherten vertraglich, für mindestens ein Jahr immer zuerst den gewählten Hausarzt aufzusuchen. Um andere Haus- oder Fachärzte zu konsultieren, benötigen die Patienten eine Überweisung. Für TK-Versicherte, die sich in einen Hausarztvertrag ihrer Region einschreiben, gelten Ausnahmen, wenn sie einen Frauen-, Augen-, Kinder- oder Jugendarzt aufsuchen.

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Die TK hat sich darüber hinaus mit dem Deutschen Hausärzteverband über weitere Inhalte eines überregionalen Hausarztmodells verständigt. Mindestens einmal in der Woche gibt es für die TK-Versicherten eine Abendsprechstunde bis 20 Uhr. In der Praxis des Arztes müssen sie bei einem vereinbarten Termin nicht länger als 30 Minuten warten. Steht eine notwendige Überweisung zu einem Facharzt an, hilft der Hausarzt zudem bei der Vermittlung eines zeitnahen Termins.


Quelle: http://www.tk-online.de/tk/medienservice/aktuelle-ausgaben/juni10-arzt-patient/224812

Bild: (c) Günther Richter / pixelio.de

 

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Andreas E.
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