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29.11.07 22:09 Uhr
PatientenWieIch - Ratgeber Patient berichtet vom Kongress der IDE:
"Entzündung - und kein Ende?" Chronische Entzündungen können
Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen. Sie sind der Nährboden für
viele Krankheiten wie Neurodermitis, Arthritis, Diabetes Typ-2,
Arteriosklerose oder chronisch-entzündliche Darmkrankheiten. Und
Statistiken belegen, die Anzahl chronisch-entzündlicher Krankheiten
ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen und wird weiterhin
überproportional zunehmen. Neben der genetischen Veranlagung
beeinflusst dabei vor allem der Lebensstil, insbesondere Ernährung
und Bewegung, das Entzündungsgeschehen im Körper - das ist kurz und
auf den Punkt gebracht das Ergebnis des Experten-Workshop "Entzündung
- und kein Ende?". In 13 Vorträgen haben renommierte
Wissenschaftsexperten ihre neuesten Erkenntnisse auf dem Workshop des
Instituts Danone Ernährung und Gesundheit e. V. (IDE) präsentiert.
Der Workshop wird jährlich in Kooperation mit einem renommierten
Institut auf den Gebieten Ernährung und Gesundheit für
Fachjournalisten ausgerichtet - beim 9. Workshop in Zusammenarbeit
mit der Medizinischen Universitätsklinik Kantonsspital Liestal Ende
Juni in Basel.
Dick macht krank
Übergewicht kann viele Krankheiten auslösen: Die Ursache ist das
chronisch entzündete Fettgewebe von Übergewichtigen.
Entzündungsauslösende Faktoren im Fettgewebe sind vor allem
gesättigte Fettsäuren, Traubenzucker (Glucose), Sauerstoffradikale
(reaktive Sauerstoffspezies) oder so genannte AGE-Proteine, die z. B.
in stark zuckerhaltigen Getränken vorkommen. Das beweist Prof. Hans
Hauner vom Else-Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin der TU
München. Entzündungshemmende Effekte zeigen z. B. Omega-3-Fettsäuren
- reichlich vorhanden in fetten Fischsorten wie Lachs oder Hering,
sowie sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Saponine, die in
Hülsenfrüchten, Hafer und verschieden Gemüsesorten vorkommen. Beide
Stoffe sollte der Mensch regelmäßig über die Ernährung aufneh-men,
weil er diese Stoffe im Körper nicht selbst bilden kann. Am
wirkungsvollsten schützt jedoch eine Gewichtsabnahme vor chronisch
entzündetem Fettgewebe und seinen Folgen - schon ab wenigen
Kilogramm.
Stress kann Fehlgeburten verursachen
Stress verursacht entzündliche Prozesse im Körper, die zu Früh-
oder Fehlgeburten führen können. Fühlt sich eine Schwangere
gestresst, dann steigt ihr Adrenalin- und Noradrenalinspiegel. Das
wiederum stört das sensible Zusammenspiel zwischen weiblichen
Hormonen und dem Immunsystem. Die Produktion entzünd-ungsfördernder
Faktoren (Zytokine) wird dadurch angekurbelt. So beeinflusst der
Stress einer werdenden Mutter auch die Gesundheit ihres
heranwachsenden Kindes. Das zeigte eindrucksvoll Prof. Dr. Petra Arck
vom Biomedizinischen Forschungszentrum der Charité Berlin in einer
noch unveröffentlichten Studie, die sie auf dem IDE Workshop
vorstellte. Von 1000 Schwangeren erlitten 55 Frauen eine Fehlgeburt.
Alle fühlten sich im ersten Drittel ihre Schwangerschaft gestresst.
Und auch Frühgeburten sowie unterdurchschnittliches Geburtsgewicht
häuften sich auffällig bei den stressgeplagten Schwangeren im
Vergleich zu den anderen.
13 wissenschaftliche Vorträge - 1 eindrucksvolle Erkenntnis
Chronische Entzündungen sind der Nährboden für viele Krankheiten
unserer Zeit. Und der Lebensstil, insbesondere die Ernährung und
Bewegung, haben großen Einfluss auf entzündliche Prozesse im Körper.
Das ist das gemeinsame Ergebnis quer durch alle Vorträge der
unterschiedlichsten Referenten des 9. IDE Workshops. Die Vorträge und
Referenten im Einzelnen erfahren Sie über das IDE.
Das Institut Danone Ernährung für Gesundheit e.V.
Das 1992 gegründete Institut Danone Ernährung für Gesundheit e.V.
(IDE) ist eine unabhängige Einrichtung, die ausgewählte
Forschungsprojekte im Bereich Ernährungsmedizin und Gesundheit
fördert und für verschiedene Zielgruppen aktuelle Materialien für die
Ernährungsaufklärung erstellt. Eingebunden in ein internationales
Netzwerk, bietet das IDE Wissenschaftlern, Ärzten, Pädagogen und
allen Interessierten eine Plattform für den Austausch über sowie
Zugriff auf aktuelle ernährungswissenschaftliche, -psychologische und
-medizinische Erkenntnissen.
Quelle: www.institut-danone.de
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Andreas E. |