Zurück zur vorigen Seite
16.02.08 09:45 Uhr
Die nachfolgende Meldung ist nicht brandaktuell von der Veröffentlichung her. Das Thema schon: Diabetes und Alkohol. Eine Diskussion in der Gruppe und mehrere Suchanfragen in unserem Suchfeld zeigen den hohen Informationsbedarf zu diesem Thema. Das haben wir uns von der Redaktion von PatientenWieIch - Ratgeber Patient und Gesundheit - zur Veröffentlichung entschlossen.
„Diabetiker sollten keinen Alkohol trinken“ – diese Empfehlung
scheint nach derzeitigem Stand der Wissenschaft zumindest
überholungsbedürftig. Mäßiger Weinkonsum könnte sogar vor einer
Insulinresistenz und dem endgültigen Durchbruch eines Diabetes
schützen, legen neuere Studien nahe. Die aktuellen wissenschaftlichen
Daten diskutieren Experten auf der 111. Jahrestagung der Deutschen
Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden.
Das Herzinfarktrisiko sinkt Untersuchungen zufolge bei
weintrinkenden Diabetikern um bis zu 50 Prozent. Mit der „Diabetes
Ahrwein-Studie“ liegen erstmals Ergebnisse aus Deutschland vor, welche
die Wirkung von mäßigem Weingenuss auf Diabetes und diabetische
Folgeerkrankungen darstellen: 80 Typ-II-Diabetiker hatten im Dienst der
Wissenschaft über eine Zeitraum von sechs Wochen ein Glas Wein zum
Abendessen getrunken. Ihre Zuckerwerte blieben in diesem Zeitraum
stabil, gleichzeitig sank die Menge des gefäßschädigenden
Gerinnungsfaktors Fibrinogen. Die HDL-Cholesterin-Werte hingegen
stiegen an. HDL ist ein Eiweiß, das Cholesterin von den Gefäßwänden in
die Leber transportiert und so zum Schutz der Gefäße beiträgt.
Möglicherweise sind die im Wein enthaltenen Polyphenole und Ethanol für
den schützenden Effekt verantwortlich.
Quelle: http://www.dgim2005.de
Seite empfehlen:
TweetAlles in Maßen ist nicht schlecht. Allerdings ist bei insulinpflichtigen Diabetikern die Stoffwechselführung mit Alkohol schwierig. Wenn trinken, dann tagsüber um den Zucker zu messen und Unterzuckerungen entgegen wirken zu können. Die Ausschüttung von Zucker aus der Leber wird durch viel Alkohol blockiert, sie ist aber wichtig wenn der Zucker zu niedrig ist, denn dann muss der in ihr gespeicherte Zucker freigegeben werden, das kann Leben retten. Es gilt als Grundregel wenig oder kein Insulin auf Alkohol. Ist der Zuckergehalt im Alkohol sehr hoch, muss weniger Insulin gegeben werden als bei Nahrung/Getränken ohne Alkohol, da nach einem erheblichen Anstieg des Zuckers der Zucker sehr tief fallen kann und oft auch stärker als gewohnt fällt.
Die Einzelaspekte und Fragen des Themas werden hier chronologisch gezeigt. Beteilige dich und schreibe eine Antwort!
|
Andreas E. |