Medikamente

19.02.08 23:08 Uhr

Ich möchte einen Wissens- und Erfahrungsaustausch über die medikamentösen Therapien von Multipler Sklerose anregen.

Aktuell sind in Deutschland sechs Medikamenten zugelassen: neben drei Beta-Interferone (Betaferon, Avonex und Rebif) sind das Glatirameracetat, Mitoxantron und Natalizumab.
Welche Erfahrungen habt Ihr persönlich mit diesen Medikamenten gemacht? Welche werden oder wurden bei euch angewendet? Konntet Ihr durch engen Austausch von Nebenwirkungen und / oder Therapieergebnissen Einfluss auf die Medikation nehmen?

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Anita H. 20.02.08 08:29 Uhr:

Ich werde seit ca. 8 Jahren mit Immunglobulinen behandelt.Jetzt muss ich darum bangen. Es sieht nämlich so aus, dass Immunglobuline nicht im Leistungskatalog der Kassen steht, wohl auch weil zu wenig Patienten davon profitieren. Da bin ich eine derjenigen, denen sie sehr wohl half. Ich wurde jahrelang von schweren Schüben gequält, obwohl ich lange "Imurek" einnahm. Dann versuchte man es mit Interferonen, schließlich bin ich zu den Immunglobulinen gestossen. Jetzt habe ich große Angst, dass man sie mir nicht mehr verschreiben will, weil die Ärzte Angst haben, in Regression genommen zu werden. Kann ich ja auch verstehen. Wer will schon für seinen Patienten Geld bezahlen, bzw. rückzahlen. Jetzt hänge ich also in der Schwebe. Interferone wie Betaferon und Avonex kann ich nicht vertragen. Jeden Tag warte ich darauf, dass man mir alles abschlägt, oder eine Kannleistung schenkt. So sieht es zumindest bei mir aus.

Manuela J. 21.02.08 09:42 Uhr:

also ich hab eine zeit lang copacone gespitzt habe damit aufgehört weil ich wieder schwanger werden möchte aber das is auch komplizirter als ich dachte duch das cotison was ich im krankenhaus bekamm haben sich meine männlich homone erhöht und jetz muss ich einen frauenarzt finden der mich unterstützt mal sehn ob ich eien finde aber ich spritze jetz über eien jahr nich mehr und hatte auch immoment keinen schup mal abwarten .

Susanne R. 21.02.08 20:45 Uhr:

Ich spritze seit Nov. 2007 Betaferon. Nebenwirkungen habe ich heute noch, aber diese gut im Griff!!! Am Anfang jede zweite Nacht fast durchgemacht mit Schüttelfrost, Fieber, Zittern usw...Habe die ersten drei Monate zum Teil 8bis 10 Ibuprofen u. paracetamol am Tag eingenommen...

Heute wache ich jede zweite Nacht meist so um halb drei auf mit Schmerzen in Armen u. Beinen, aber meist reicht dann eine Paracetamol u. ich schlafe dann nach knapp einer Stunde wieder ein...Aber ist annehmbar... Früh morgens habe ich nach dem Spritzen immer ein Art Muskelkater, aber die Nebenwirkungen sind schon enorm zuückgegangen im Gegensatz zum Anfang!!!

Gegen meine Schmerzen in Armen u. Beinen die ich immer habe, wurde ich erst mit Höchstdosis Garbapentin behandelt...hat aber nichts mehr geholfen zum Schluß...
Jetzt nehme ich Lyrica, Wirkung merke ich noch keine!!!
Nächste Woche gehts wieder zum Krankenhausdoktor, vielleicht weiß der was...

Gruß

Cerstin R. 22.02.08 13:14 Uhr:

Ich spritze jatzt seit april 2006 wieder Copaxone.
Ich habe vorher länger gespritzt doch war dann "Spritzmüde" und habe ein Jahr pausiert.
Hatte dann zwei Schübe "Sehnerventzündungen" und habe dann wieder angefangen zu spritzen.
Seit dem Schubfrei, aber wie ich empfinde eine leichte Verschlechterung.
Ich hatte jetzt zweimal heftige "Flaschs" (wird noch irgendwie anders genannt), d. h. gleich nach dem spritzen Hitzewallung, ganzer Körper gerötet, Herzklopfen, zum Ende dann noch ein heftiger Schüttelfrost.
Doch seither sind diese Flaschs schwacher geworden, manchmal habe ich so ein Gefühl als ob, aber da es so schwach ist, kann ich nciht genau sagen ob oder ob nicht.
Die Eistichstellen sind gerötet.
Also ich komme mit Copaxone super klar, der Nachteil, man muß Täglich spritzen.















Lena W. 26.02.08 20:23 Uhr:

Ich spritze seit dem 19.11.2004 dreimal die Woche Rebif. Zuerst habe ich nur Rebif22 gespritzt, ab März 2005 dann die 44er-Junkie-Dröhnung ;-)
Ich komme super mit Rebif zurecht. Je nach Laune nehme ich mal sonntags eine Paracetamol vorm Spritzen, um die "lange Spritzpause" von zwei Tagen nicht so stark zu spüren. Es handelt sich dabei allerdings nur um leichte Kopfschmerzen. Das hält sich m. E. alles im Rahmen :-) Wenn ich dafür meine "Gesundheit" weiter stärken kann bzw. Verschlimmerungen der MS vorbeugen kann.. bitte gerne!

Ganz am Anfang hatte ich nach den ersten Spritzen immer so eine Art Ledergefühl in den Beinen. Das war nicht angenehm, aber erträglich. Der Gedanke und die Hoffnung auf Besserung hat mich damals weitergebracht.

Have fun, Lena

Julian M. 07.05.08 15:49 Uhr:

Immunmodulation:

= Durch unterschiedliche Wirkstoffe hervorgerufene Veränderung der Immunantwort von der Norm (Abschwächun oder Verstärkung) als Behandlungsmaßnahme

Mit Hilfe von

Interferonen Beta 1a (Avonex & Rebif)und Beta 1 b (Betaferon)

Glatirameracetat (Copaxone)

Avonex, Rebif, Betaferon und Copaxone sind eingetragene Handelsmarken

Immunsuppression

= Abschwächung. Unterdrückung von Abwehrvorgängen der Körpers als Behandlungsmaßnahme, z.B. durch ein Immunsuppresivum.

Wie z.B.: Azathioprin, Cyclophosphamid, Ciclosporin, Methotrexad und Mitoxandron

Behandlung eines Schubes

Die Gabe von hoch dosiertem Kortison kann während eines akuten Schubes die Entzündungsreaktion binnen kürzester Zeit beenden.

Folgende Infusionsdosierungen sind - abhängig von der Schwere des Schubs und der Konstitution des Patienten - üblich:
Jeweils einmal täglich:

* über 5 Tage 500 mg Prednisolon
* über 3 Tage 1000 mg Prednisolon
* über 5 Tage 1000 mg Prednisolon
* über 10 Tage 1000mg Prednisolon
* über 5 Tage 2000 mg Prednisolon (in sehr schweren Fällen)

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Autor

Andreas E.
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