Grundwissen auf einen Blick

27.02.08 09:12 Uhr

Stichwort Diabetes – Grundwissen auf einen Blick
Stand: 2007


Diabetes mellitus

„Diabetes mellitus“ – die wissenschaftliche Bezeichnung der im Volksmund „Zucker“ genannten Stoffwechselerkrankung heißt übersetzt „honigsüßer
Durchfluss“. Das Wort beschreibt ein Symptom der Erkrankung: Zucker im Urin. Diabetiker leiden an einer Störung des Zuckerstoffwechsels. Hierfür gibt es zwei mögliche Ursachen, entsprechend derer zwischen Diabetes Typ 1 und 2 unterschieden wird.

Diabetes Typ 1

Die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse werden durch einen Autoimmunprozess zerstört. Dies hat zur Folge, dass die Bauchspeicheldrüse kein oder nur sehr wenig Insulin produzieren kann. Die Erkrankung beginnt meist im Kindes-, Jugend- oder frühen Erwachsenenalter.

Diabetes Typ 2

Der Körper reagiert nur noch ungenügend auf die körpereigene Insulinausschüttung. Die Erkrankung beginnt meist im mittleren bis späten Erwachsenenalter und ist oft mit Übergewicht und anderen Erkrankungen wie Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen verbunden.
Auswirkungen

Diabetiker fühlen sich schnell müde und schlapp, haben häufig Durst und erhöhten Harndrang. Es besteht die Gefahr, dass der hohe Zuckergehalt im Blut mit der Zeit die Gefäße schädigt: Taubheitsgefühle, Kribbeln und vermindertes Schmerzempfinden können auftreten. Beim so genannten Diabetischen Fuß werden Verletzungen an den Füßen kaum noch wahrgenommen. Die verminderte Durchblutung der Beine verzögert den Heilungsprozess. Außerdem kann es durch Veränderungen im Bereich der Nierengefäße zu Funktionseinschränkungen der Niere bis zu völligem Nierenversagen kommen. Eine Schädigung der Netzhaut, die bis zur Erblindung führen kann, zählt ebenfalls zu den bekannten Komplikationen bei Diabetes. Auch das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, steigt.

Insulin

Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Es ist als einziges Hormon in der Lage, den Blutzuckerspiegel zu senken. Liegt der Befund Diabetes vor, müssen Patienten ihrem Körper regelmäßig selbst Insulin oder auch orale Antidiabetika zuführen. Der behandelnde Arzt sucht die für den Patienten richtige Dosis, um den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren. In vielen Fällen gelingt das gut, aber der Patient bleibt ein Leben lang auf Medikamente angewiesen. In anderen Fällen gelingt es nicht, den Diabetiker zu stabilisieren.

Neue Therapien

Es gibt Ansätze, die insulinproduzierenden Zellen eines Organspenders in die Leber eines Diabetikers zu transplantieren. Jedoch muss der Patient dauerhaft Medikamente nehmen, die eine Abstoßungsreaktion des Immunsystems verhindern. Einen anderen Ansatz bietet die Therapie mit körpereigenen adulten Stammzellen, die einem Diabetes-Patienten direkt in die Bauchspeicheldrüse gespritzt werden. Erste Studienergebnisse belegen den Erfolg der Stammzelltherapie. Das Kölner XCell-Center, das als erste Privatklinik eine behördliche Genehmigung für solche Stammzelltherapien erhalten hat, berichtet, dass bei der Mehrzahl der behandelten Patienten eine deutliche Reduktion der Medikation erreicht wurde. In einigen Fällen brauchten Patienten gar kein Insulin mehr.

Verbreitung von Diabetes mellitus

Diabetes mellitus ist eine der Haupt-Todesursachen in Industrie- und Entwicklungsländern. Die Weltgesundheitsorganisation WHO verzeichnet einen stetigen Anstieg von Diabetes Typ 1 und einen explosionsartigen Anstieg von Diabetes Typ 2. Ursachen sind nach Ansicht der WHO vor allem die höhere
Lebenserwartung, ungesunde Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel. In Deutschland leben nach Schätzungen mehr als sechs Millionen Menschen mit Diabetes mellitus.

Quelle: www.xcell-center.de

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Esther M. 21.05.08 10:01 Uhr:

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Typ II
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Man unterscheidet den Typ-I-Diabetiker vom Typ-II-Diabetiker. Beim Typ I Diabetes, auch juveniler Diabetes genannt, liegt eine irreversible d.h. nicht rückgängig zu machende Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen (sogenannte ß-Zellen) vor. Beim Typ-II-Diabetes, auch als Altersdiabetes bezeichnet, handelt es sich dagegen um eine Störung der Insulinfreisetzung oder -wirkung.
Es wird zwar häufig genügend Insulin produziert, der Körper spricht aber nicht auf das Insulin an. Diese Resistenz versucht die Bauchspeicheldrüse durch eine ständig wachsende Insulinproduktion auszugleichen. Dadurch kommt es allmählich zu einer Erschöpfung der insulinproduzierenden Zellen.

Herbert S. 26.06.08 14:54 Uhr:

Hi, ich noch etwas sagen. Insulin ist ein Anabolikum, was den Körper anregt Fett einzulagern und auch den Körper beim Fettabbau zu bremsen. Insulin wird in der Schweinezucht eingestzt um den Fettanteil zu erhöhen.

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Andreas E.
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