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13.03.08 12:41 Uhr
Eine alte Frage wurde neu untersucht: Wieviel Einfluss haben die Gene auf evtl. Übergewicht beim Menschen. Die Redaktion PatientenWieIch - Ratgeber Patient und Gesundheit - fand dazu eine interessante Meldung, die besagt, dass Übergewicht in der Kindheit offenbar zum größten Teil auf die genetische Veranlagung und in geringerem Maß auf das soziale Umfeld zurückzuführen ist.
Das lassen die Ergebnisse einer britischen Studie aus
dem "American Journal of Clinical Nutrition” vermuten, an der mehr als
5.000 Zwillinge im Alter von acht bis elf Jahren teilnahmen. Für die
Untersuchung protokollierten die Wissenschaftler unter anderem den
Körpermassenindex, kurz BMI und den Taillenumfang der jungen Probanden.
Der BMI ist das Verhältnis von Gewicht zur Körpergröße und ein gutes
Maß für die Einschätzung des Körpergewichts. Anhand dieser Daten wurden
die Ähnlichkeiten in den Körpermaßen von eineiigen und zweieiigen
Zwillingen verglichen. Eineiige Zwillinge sind aus einer einzigen
befruchteten Eizelle entstanden und haben daher identische Gene. Bei
zweieiigen Zwillingen hingegen stimmt wie bei anderen Geschwistern
durchschnittlich die Hälfte der Erbanlagen überein. Falls die
genetische Ausstattung etwa für das Körpergewicht ausschlaggebend wäre,
müssten sich eineiige Zwillinge darin ähnlicher sein als zweieiige.
Das
Ergebnis: Der BMI und der Taillenumfang werden zu 77 Prozent vererbt.
Knapp ein Viertel ist demzufolge auf das soziale Umfeld zurückzuführen,
wobei dem Einfluss der Familie nur rund zehn Prozent zugeschrieben
werden. Des Weiteren vermuten die Forscher, dass die genetischen
Effekte auf den BMI im Laufe der frühen Kindheit an Bedeutung zunehmen.
Langzeitstudien sind jedoch notwendig, um dies zu bestätigen. Die
Ergebnisse bedeuten allerdings nicht, dass der Kampf gegen Übergewicht
aussichtslos ist.
Denn nur, wenn die Balance aus Essen und Bewegung
nicht stimmt, kann sich die Veranlagung für Adipositas auf das
Körpergewicht auswirken. Kinder mit einer solchen Veranlagung müssen
nicht zwangsläufig übergewichtig werden. Sie haben es aber schwerer,
schlank zu bleiben. Bei diesen Jungen und Mädchen sind vorbeugende
Maßnahmen wie eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung besonders
wichtig, betonen die Experten.
Quelle: www.aid.de
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Andreas E. |