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21.03.08 11:19 Uhr
Weit über 70.000 Menschen erkranken jedes Jahr an Darmkrebs.
Besonders hoch ist das Erkrankungs-Risiko, wenn es bereits andere
Darmkrebs-Patienten in der Familie gibt. In Deutschland leben etwa fünf
Millionen Menschen, die aufgrund einer solchen familiären Vorbelastung
zu einer Risikogruppe gehören und deshalb häufiger und früher an
Darmkrebs erkranken. Bei etwa fünf Prozent der Darmkrebsfälle ist die
Erkrankung sogar genetisch bedingt. Rechtzeitig erkannt, kann der Krebs
gut behandelt werden. Die Techniker Krankenkasse bietet auf ihrer
Internetseite unter www.tk-online.de/darmkrebs
einen kurzen Online-Test an, mit dem das individuelle Risiko getestet
werden kann, und gibt Auskunft, in welchen Fällen ein Gastroenterologe
oder Humangenetiker hinzugezogen werden sollte.
Monica
Burkhardt, Gesundheitsexpertin bei der TK: "Darmkrebs ist in
Deutschland die zweithäufigste Krebsdiagnose, betroffen sind
größtenteils Männer und Frauen ab 50. Deshalb wird ab diesem Alter die
Früherkennung empfohlen. Menschen, bei denen es bereits Darmkrebsfälle
in der Familie gibt, sollten jedoch deutlich früher damit beginnen."
Darmkrebs
befällt meist den Dick- und Enddarm. Auf der Innenseite der
Darmrohr-Schleimhaut bilden sich gutartige Wucherungen, die bei den
meisten Betroffenen keine Beschwerden verursachen. In neun von zehn
Fällen entsteht der Darmkrebs aber aus diesen zunächst gutartigen
Tumoren. Oftmals bleiben der Darmkrebs bzw. die Vorstufen dazu
unentdeckt, da die Beschwerden erst auftreten, wenn die Erkrankung
bereits fortgeschritten ist. Dann kann es für eine vollständige Heilung
jedoch bereits zu spät sein.
Neben einer regelmäßigen Vorsorge
sollte man auf Warnsignale achten, die auf eine Darmkrebserkrankung
hinweisen können. Dazu gehören veränderte Stuhlgewohnheiten mit
Durchfall oder Verstopfung, Blut- und Schleimabgang mit entsprechenden
Auflagerungen auf dem Stuhl, unklare Bauchschmerzen sowie
Leistungsminderung und Gewichtsabnahme durch unbemerkten Blutverlust im
Darm. Diese Symptome können auch andere Ursachen haben, die nichts mit
Krebs zu tun haben, sollten aber mit dem Arzt abgeklärt werden.
Quelle: www.tk-online.de
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Andreas E. |