13.07.07 13:38 Uhr
Wie wird die Stärke von Alters-Demenz eigentlich gemessen? Gibt es da Einteilungen / Klassifikationen?
Kann man beim Hausarzt den Schweregrad der Demenz messen und bestimmen lassen?
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TweetDer Mini-Mental-Status-Tests (MMST) ist der zur Diagnostik von Demenz am häufigsten angewandten Tests. Es ist ein psychometrischer Schnelltest, mit dem der Schweregrad - und in der wiederholten Anwendung auch die Entwicklung - einer Demenzerkrankung beurteilt werden kann. Der Test genügt nicht den wissenschaftlichen Anforderungen. Er enthält z. B. keine Aufgaben, die geeignet sind, komplexere kognitive Funktionen zu testen. Dazu gehören z. B. räumlich-konstruktive Aufgaben oder Planungsaufgaben. Zur Erfassung nur leichter Veränderungen ist der Test wenig geeignet. Positiv ist, dass der Test für den Patienten leicht und relativ schnell durchgeführt werden kann. Der MMST sollte möglichst von einer medizinidchen Fachkraft oder einer angelernten medizinischen oder pflegerischen Hilfskraft durchgeführt werden.
Ich habe mal für Neugierige eine Beschreibung des Inhaltes des Testes gefunden. Es ist mal ganz interessant zu sehen, wie Demenz erfasst werden kann; d.h. durch welche kognitiven Fähigkeiten eine Einschränkung sichtbar wird.
Inhalt:
Der Test dauert in der Praxis etwa zehn Minuten. Er erfasst Orientierung, Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeit und Rechnen sowie sprachliche und konstruktive Fähigkeiten. Für jede der insgesamt 30 Teilaufgaben wird ein Punkt vergeben. Die Summe der Punkte ergibt einen Wert, der auf das Ausmaß der Demenz hinweist. Eine Demenz ist unwahrscheinlich, wenn 27 oder mehr Punkte erreicht werden.
• Teilaspekt Orientierung: Erfragt werden das Jahr, die Jahreszeit, das aktuelle Datum, der Wochentag, der Monat, das jeweilige Land, Bundesland und der Ort sowie die Art der Einrichtung (Praxis, Altenheim u.ä.), in der sich der Patient befindet, und in welchem Stockwerk diese liegt. Für jede richtige Antwort wird ein Punkt vergeben.
• Teilaspekt Merkfähigkeit: Dem Patienten werden langsam drei einfache Begriffe (z.B. Stuhl, Teller, Schuh) genannt, die er wiederholen soll. Für jeden Begriff gibt es einen Punkt.
• Teilaspekt Aufmerksamkeit und Rechnen: Der Patient wird gebeten, von 100 beginnend in siebener Schritten rückwärts zu zählen (93, 86, 79, 72, 65). Jede richtige Antwort ergibt einen Punkt. Anschließend wird er aufgefordert das Wort „Preis“ rückwärts zu buchstabieren. Jeder in der richtigen Reihenfolge genannte Buchstabe ergibt einen Punkt. Gewertet wird das höhere Ergebnis aus beiden Aufgabenteilen.
• Teilaspekt Erinnern: Der Patient wird noch einmal nach den Wörtern aus dem Merkfähigkeitstest (Stuhl, Teller, Schuh) gefragt. Für jeden erinnerten Begriff gibt es einen Punkt.
• Teilaspekt Benennen: Nacheinander werden dem Patient eine Armbanduhr und ein Bleistift gezeigt, die er jeweils benennen soll. Jede korrekte Benennung ergibt einen Punkt.
• Teilaspekt Wiederholen: Der Patient wird gebeten, den Satz „Kein Wenn und Aber“ nachzusprechen. Gewertet wird nur der erste Versuch.
• Teilaspekt Dreiteiliger Befehl: Geprüft wird, ob der Patient den Befehl „Nehmen Sie ein Blatt in die Hand, falten Sie es in der Mitte und legen Sie es auf den Boden!“ richtig ausführen kann. Jeder Teilschritt gibt einen Punkt.
• Teilaspekt Lesen und Reagieren: Dem Patienten wird die schriftliche Anweisung „Schließen Sie die Augen!“ gezeigt. Ein Punkt wird vergeben, wenn der Patient die Augen schließt.
• Teilaspekt Schreiben: Der Patient wird gebeten, einen Satz seiner Wahl auf ein Blatt Papier zu schreiben. Der Satz soll ein Subjekt und ein Verb enthalten und muss Sinn ergeben.
• Teilaspekt Konstruktive Fähigkeit: Der Patient wird aufgefordert, die folgende Figur nachzuzeichnen:
Die Einzelaspekte und Fragen des Themas werden hier chronologisch gezeigt. Beteilige dich und schreibe eine Antwort!
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Margot H. |