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07.04.08 17:47 Uhr
Die Redaktion PatientenWieIch - Ratgeber Patient und Gesundheit - erreichte folgende Meldung zum Thema Ernährung:
Die auf dem Internationalen Kongress für Experimentelle Biologie
vorgestellten Forschungsergebnisse geben Aufschluss darüber, warum
Mandeln - über ihre cholesterinsenkenden Eigenschaften hinaus - dazu
beitragen könnten, das Risiko von Herzerkrankungen zu verringern.
Auf
der Suche nach Nahrungsmitteln, die zur Senkung des Risikos von
Herzerkrankungen beitragen? Dann sollten Sie sich die neuesten
Forschungsergebnisse über Mandeln ansehen, die auf dem jährlichen
Kongress für Experimentelle Biologie vorgestellt wurden. Darin werden
eine Reihe von Gründen aufgezeigt, warum Mandeln - über ihre
cholesterinsenkende Wirkung hinaus - eine Schlüsselrolle in der
Herzgesundheit spielen. Darüber hinaus zeigen die neuesten Ergebnisse,
dass Mandeln möglicherweise sogar die Darmgesundheit verbessern - und
somit ein einfacher Snack sind, der in punkto Gesundheit den
Unterschied ausmacht.
In zwei neuen Studien wird der
cholesterinsenkende Effekt von Mandeln belegt. In der ersten der beiden
Studien wurde die Langzeitwirkung des sogenannten Portfolio Eating
Plans untersucht, einer Ernährungsmethode, bei der zur Senkung des
Cholesterinspiegels verschiedene herzgesunde Nahrungsmitteln wie etwa
Mandeln und Soja verzehrt werden. Bei Probanden, die sich eng an die
Vorgaben hielten (Therapietreue über 75 Prozent), wurde nach drei
Jahren eine Senkung des "schlechten" LDL-Cholesterins um
durchschnittlich 24 Prozent festgestellt - eine signifikante und
klinisch relevante Reduzierung.
In der zweiten Studie wurde die
Wirkung nur von Mandeln auf den Cholesterinspiegel untersucht. Die
Studie ergab eine 9-prozentige Senkung des LDL-Spiegels bei Probanden,
die 16 Wochen lang zwanzig Prozent der aufgenommenen Kalorien aus
Mandeln bezogen, im Vergleich zu einer einprozentigen LDL-Senkung bei
Studienteilnehmern, die sich ohne Nüsse ernährten. Gleichzeitig stieg
in der Gruppe, in der Mandeln auf dem Speiseplan standen, das "gute"
bzw. HDL-Cholesterin an.
"Die Wissenschaft befasst sich
weiterhin zunehmend mit dem immensen positiven Einfluss von
Nahrungsmitteln auf die menschliche Gesundheit. Und diese neuen Studien
liefern weitere Belege für die Fähigkeit von Mandeln, den
Cholesterinspiegel zu senken und das Risiko von Herzerkrankungen zu
reduzieren", sagte PhD Cyril Kendall, wissenschaftlicher Forscher an
der Universität von Toronto. "Weitere Studien deuten darauf hin, dass
Mandeln die Blutzuckerkontrolle verbessern, oxidative Schäden
verringern und den Triglyceridspiegel im Blut senken könnten - alles
Dinge, die sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken."
Cholesterin ist nur ein Aspekt
Der
Verzehr von Mandeln wird mit einem geringeren Risiko einer
Herzerkrankung assoziiert, wobei ihre cholesterinsenkende Wirkung
jedoch nur Teil der Erklärung ist. Drei weitere neue Studien bieten
Hinweise auf weitere Faktoren, die dabei möglicherweise eine Rolle
spielen.
Mandeln könnten die vom Körper freigesetzte Menge
Insulin reduzieren. Hohe Blutzucker- und Insulinspiegel können durch
eine Schädigung der Blutgefässwände zu einem erhöhten Risiko für eine
Herzerkrankung führen. Frühere Forschungsergebnisse deuteten darauf
hin, dass Mandeln möglicherweise in der Lage sind, den
Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit zu senken. Dieses Phänomen wurde
nun in einer neuen, längerfristig angelegten Studie von Forschern der
Universität von Toronto näher untersucht. Probanden, die täglich etwa
37 bzw. 73 Gramm Mandeln zu sich nahmen, mussten weniger Insulin
produzieren als diejenigen, die keine Mandeln assen. (Die allgemein
empfohlene Menge Mandeln beträgt 28 Gramm.)
Die in Mandeln
enthaltenen Antioxidanzien könnten eine Rolle bei der Reduzierung
oxidativer Schäden spielen. Es ist bekannt, dass oxidiertes
LDL-Cholesterin das Risiko für Herzerkrankungen erhöht. Studien lassen
jedoch den Schluss zu, dass Antioxidanzien aus der Nahrung, wie sie
beispielsweise in Mandeln enthalten sind, dazu beitragen könnten, die
Oxidation des LDL-Cholesterins zu verhindern. Mandeln enthalten
ähnliche Mengen Antioxidanzien (Vitamin E und Phenole) wie sie auch in
bestimmten Obst- und Gemüsearten zu finden sind und können, wie bereits
in früheren Studien nachgewiesen wurde, die LDL-Oxidation reduzieren.
Dies wird durch Forschungen neueren Datums untermauert. An den
Probanden der Insulinstudie, die auch dieselbe Menge Mandeln zu sich
nahmen, fand man heraus, dass der tägliche Verzehr von Mandeln zu einer
Reduzierung der Marker für oxidativen Stress führte.
Das in
Mandeln enthaltene Fett wird nur langsam freigesetzt. Ein Ansteigen der
Blutfettspiegel bzw. der Triglyceride nach einer Mahlzeit ist ein
Risikofaktor für Herzerkrankungen. Demgegenüber kann ein langsames
Freisetzen und Verdauen der Nahrungsfette die Triglyceridwerte senken.
Forscher am Londoner King's College haben die Fettfreisetzung bei
Mandeln untersucht und sich kürzlich damit beschäftigt, wie sich der
Verzehr verschiedener Formen von Mandeln auf die Triglyceridspiegel im
Blut auswirkt. Die Studie ergab, im Vergleich zu einer Mahlzeit ohne
Mandeln, eine signifikante Reduzierung der Triglyceridspiegel nach dem
Verzehr einer Mahlzeit mit ganzen Mandeln, was darauf hindeutet, dass
die Struktur der Mandeln für eine langsame Fettabgabe ins Blut und
somit für einen geringeren Anstieg der Triglyceridspiegel
verantwortlich ist.
Mehr als nur gesund fürs Herz: die präbiotische Wirkung von Mandeln
Forschungen
belegen zunehmend, wie wichtig ein gesunder Darm ist. Eine Möglichkeit
zum Erhalt der Darmgesundheit ist der Verzehr von Nahrungsmitteln mit
prä- und probiotischen Substanzen. Probiotika kommen auf natürliche
Weise in Nahrungsmitteln vor oder werden ihnen zugesetzt und versorgen
den Darm mit günstigen Bakterienarten. Demgegenüber sind Präbiotika
unverdauliche Pflanzenbestandteile. Nützliche Bakterien im Darm, wie
sie beispielsweise auch durch probiotische Nahrungsmittel geliefert
werden, unterstützen den Körper jedoch bei der Verdauung dieser
Verbindungen. Dies wiederum führt zur Freisetzung weiterer gesunder
Substanzen, die zur Stärkung des Immunsystems sowie zu einer insgesamt
gesünderen Darmflora beitragen.
Forscher am Institut für
Lebensmittelforschung in Norwich haben die präbiotische Wirkung
verschieden verarbeiteter Mandeln (fein gemahlen, fettarm gerieben, roh
und mit blanchierter Mandelhaut) untersucht. Mit Ausnahme der fettarmen
Mandeln wurde bei allen Formen eine präbiotische Wirkung nachgewiesen.
In einer Vergleichsstudie mit Fructo-Oligosacchariden, einem in
bestimmten Obst- und Gemüsearten enthaltenen Präbiotikum, erwies sich
die präbiotische Wirkung von Mandeln als vergleichbar.
Zusammengenommen
belegen die auf dem Kongress vorgestellten Studien die vielen
gesundheitsfördernden Eigenschaften von Mandeln. Sowohl im Hinblick auf
die Senkung des Cholesterins als auch die Verbesserung der Herz- und
der Darmgesundheit - täglich eine Handvoll Mandeln zu verzehren, ist
eine gesunde Gewohnheit, die rundum zu empfehlen ist.
Eine
Portion Mandeln (empfohlen wird etwa eine Handvoll bzw. 23 Stück) ist
eine ausgezeichnete Quelle für Vitamin E sowie Magnesium und wartet
darüber hinaus mit Proteinen, Faserstoffen, herzgesunden, einfach
ungesättigten Fettsäuren, Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen auf.
Mandeln wirken sich nicht nur positiv auf die Gesundheit aus - sie
verleihen jeder beliebigen Haupt- oder Zwischenmahlzeit auch Geschmack
und "Biss".
Quelle: http://www.AlmondsAreIn.com.
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Andreas E. |