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Wie werden medizinische Daten in Zukunft geschützt

10.05.08 13:40 Uhr

Stichwort Gesundheitskarte: die Redaktion PatientenWieIch - Ratgeber Patient und Gesundheit - veröffentlicht dazu folgende Meldung:

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist das erste Großprojekt weltweit, bei dem die Zugriffsrechte auf die vorhandenen Daten allein in den Händen der Nutzer liegen. Mit ihrem neuen Whitepaper informiert die gematik eine breitere Öffentlichkeit über diese Sicherheitsphilosophie und ihre technische Umsetzung in der Telematikinfrastruktur. Während die technischen Dokumente zur Sicherheit ca. 1.000 Seiten umfassen und für Laien schwer verständlich sind, wendet sich das Whitepaper auch an ein nicht-technisches Publikum.


Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte betritt Deutschland Neuland. Erstmals ist ein bundesweites Gesundheitsnetzwerk in der Entstehung, mit dem Krankenhäuser, Krankenkassen und Ärzte den Patienten eine umfassende vernetzte Versorgung gewährleisten können. Die neuen technischen Möglichkeiten werfen auch neue Fragen auf, vor allem im Bereich der Datensicherheit. Wenn jährlich große Mengen Patientendaten in Computersystemen gespeichert und verarbeitet werden, wie lässt sich dann gewährleisten, dass man die ärztliche Schweigepflicht und das Bundesdatenschutzgesetz für jeden einzelnen dieser Datensätze einhalten kann?


Eine klare Antwort auf diese Frage liefert das Whitepaper. Auf knapp 30 Seiten beschreibt das Werk anschaulich mit erläuternden Grafiken die technische Umsetzung der hohen Sicherheitsanforderungen des Gesetzgebers. Das Whitepaper gibt Einblick in eine Infrastruktur, die von der Dateneingabe bis zur Langzeitspeicherung so angelegt ist, dass der Karteninhaber zu jeder Zeit bestimmen und kontrollieren kann, was mit den gespeicherten Informationen passiert.


Das Whitepaper Sicherheit steht ab sofort als Download unter www.gematik.de zur Verfügung. Eine gedruckte Fassung kann auf Anfrage geliefert werden.


Zur Erklärung: Die gematik GmbH ist ein Beteiligungsunternehmen der Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens und wurde im Jahr 2005 gegründet. Ihre Aufgabe ist die Einführung, Pflege und Weiterentwicklung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sowie der zugehörigen Telematikanwendungen für die Datenkommunikation zwischen Versicherten, Leistungserbringern und Kostenträgern. Die gematik entwickelt die für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte notwendigen übergreifenden IT-Standards für den Aufbau und den Betrieb einer gemeinsamen Kommunikations-Infrastruktur aller Beteiligten im Gesundheitswesen. Für den künftigen Wirkbetrieb wird sie die Betriebsverantwortung übernehmen.


Quelle: Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH


Für diesen Beitrag haben wir leider keinen Online-Link, da wir die Meldung per E-Mail oder Fax erhalten haben.

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Andreas E.
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