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Heiße Sommer und Hitzewellen erfordern aktualisierte Katastrophenpläne im Gesundheitswesen

29.05.08 09:51 Uhr

Hitze-WellenDie WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) hat einen Report zum Thema Hitze und Gesundheit herausgebracht, der sich mit Aktionsplänen im Gesundheitswesen beschäftigt.

Die Empfehlungen der Autoren reichen von möglichst frühzeitigen Warnungen vor Hitzewellen bis hin zu baulichen Maßnahmen der Temperaturreduzierung im Wohnbereich, besonders bei längerandauernden Hitzeperioden. Ein besonderes Augenmerk wurde auch auf die Überwachung und Betreuung von besonders betroffenen bzw. gefährdeten Personengruppen gelegt.

Klimaschutz

Nebenden gesundheitlichen Belangen findet auch der Klimaschutz Einzug in den Bericht, und zwar sollte bei den eingesetzten Mitteln auch deren Umweltverträglichkeit und die Auswirkung auf das Klimaberücksichtigt werden: Der Einsatz von Klimaanlagen reduziert zwar sehr gut das Risiko von Gesundheitsschäden bei Hitzeperioden, jedoch ist deren Energieverbrauch sehr hoch, was wiederum als klimaschädlich eingestuft wird. So sollten besonders bei der Kühlung nach Möglichkeitumweltverträgliche Systeme oder bauliche Maßnahmen zum Einsatz kommen.

GefährdeteGruppen

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Überwachung besonders gefährdeter Gruppen und der Möglichkeit hier durch vorbeugende Maßnahmen das Risiko von gesundheitlichen Schädengering zu halten.
In Italien, wurde die Risikogruppe wiefolgt eingegrenzt:

  • Alter 65 Jahre und älter

  • Geschlecht: weiblich

  • alleinlebend

Gesundheitsbedingungen,-erkrankungen, u.a.:

  • metabolische/ endokrine Drüse-Erkrankungen

  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • chronische Lungenerkrankungen

  • Lebererkrankungen

  • Nierenversagen

  • Psychosen/ Depressionen

SozialeFaktoren:

  • soziale Isolation

  • geringer Kontakt zu anderen Leuten

  • geringer Bildungsgrad

Organisatiorisches/Vorbeugung

Bei Krankenhäusern und anderen versorgenden Einrichtungen müssen die Personalpläne mit den Wettervorhersagen und Warnungeninsbesondere vor längeren Hitzeperioden abgeglichen werden, sowie die Vorratsplanung entsprechend eingerichtet werden.

Als Vorbeugung wurden in Italien beispielsweise Aufklärungskampagnen mit Prospekten und Veranstaltungen organisiert. Hierdurch sollten insbesondere die Risikogruppen besser vor Gesundheitsschäden gesichert werden.

LangfristigePlanung

Nebenden kurz- und mittelfristigen Planungszielen werden auch langfristige Vorschläge gemacht, hierzu zählen insbesondere Raum- und Flurplanungen in Städten, die darauf abzielen, dass entsprechende Risiken minimiert werden.

Der Gestaltung von Neubauten kommt hier eine Schlüsselrolle zu, dasowohl umweltverträglich, als auch gesundheitsverträglichgebaut werden sollte. Bei dem Neubau sollte also nicht nur eine gute Isolierung, sondern auch eine entsprechend ausgeglichene Belüftung berücksichtigt werden. Hierzu zählt beispielsweise einbesondere Belüftung zur Nachtzeit oder aber die Berücksichtigungvon Räumen, die bei längeren Hitzeperioden einen ausreichenden Schutz bieten.

Warnsystemein Deutschland

Für Deutschland existiert bereits ein zentrales Warnsystem des Deutschen Wetter Dienstes (DWD). Für die Planung und Umsetzung voneinzelnen Maßnahmen sind jedoch die jeweiligen Bundesländer zuständig, wobei je nach Bundesland unterschiedliche Maßnahmen geplant sind.

Der Report umfasst 58 Seiten und kann unter folgender Adresse bezogen werden: Link


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Siegmund G.
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