Zurück zur vorigen Seite
01.06.08 21:32 Uhr
Hinweise auf Lebens- und Genussmitteln machen Sinn - durchaus auchzur Abschreckung. Die Meinung vertritt die Allgemeine Zeitung Mainz in einem Artikel des Mainzer Redakteurs Reinhard Breidenbach.
Die Redaktion von PatientenWieIch - Ratgeber Patient und Gesundheit gibt den Inhalt wie folgt wieder:
Mancher, der auf einer Getränkeflasche Schwarz auf Weiß liest, wieviel Hochprozentiges und / oder Kalorienreiches er sich da einverleibt, wird womöglich erst mal nachdenken. Manch anderer wird niemals nachdenken oder sogar "jetzt erst recht" sagen, aber dasist kein Argument gegen Warnhinweise. Die Industrie ist, gelinde gesagt, nicht entzückt, sieht sich unzulässig eingeengt, argumentiertmit Arbeitsplätzen. Es ist der immer gleiche Streit und auch die immer gleiche Abwägung: Deutschland ist ein freies Land, in dem prinzipiell jeder essen, trinken, rauchen kann, was er möchte, und indem Unternehmen die entsprechenden Produkte herstellen dürfen.
Es geht auch nicht darum, irgendjemandem etwas madig zu machen. Aber auf der anderen Seite der Waagschale liegt ein hohes Gut: Gesundheit. Deshalb sind Warnhinweise etwa auf Zigaretten dringend geboten, ebenso, mit Blick auf Jugendliche, Verkaufsverbote; dass die oft unterlaufen werden, ist ein anderes Thema, aber keinesfalls ein Argument gegen das Verbot. Warnungen und Verbote dürfen auch in einer freien Gesellschaft kein Tabu sein.
Doch wo sind die Grenzen?
Horst Seehofer könnte jetzt an eine stoßen mit seiner Absicht, mit Ampelfarben vor Zucker, Fett und Salz zu warnen. Der Gedanke ist richtig, aber die Realisierung problematisch. Rot, Gelb, Grün, das ist wohl doch ein bisschen zu pauschal. Vor allem: Wer legt die Grenzwerte fest? Der Verbraucher muss sich wohl schon die Mühe machen, mit differenzierteren Angaben zurecht zu kommen. Allerdings: Wer sich ein bisschen für seine Gesundheit interessiert, weiß, dass zum Beispiel 500 Kalorien in nur einem Liter eines Getränks eine ganze Menge sind.
Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz
Für diesen Beitrag haben wir leider keinen Online-Link, da wir die Meldung per E-Mail oder Fax erhalten haben.
Seite empfehlen:
TweetDie Einzelaspekte und Fragen des Themas werden hier chronologisch gezeigt. Beteilige dich und schreibe eine Antwort!
|
Andreas E. |