29.03.11 15:13 Uhr
Nach dem Atomunfall in Japan sollten deutsche Bundesbürger so genannte Jodtabletten – wenn überhaupt – nur nach ausdrücklicher behördlicher Aufforderung einnehmen. „Apotheker raten von der Einnahme von Jodtabletten auf eigene Faust ausdrücklich ab“, sagt Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. Für die Blockade der Aufnahme radioaktiven Jods reicht im Regelfall eine einmalige Einnahme von Kaliumiodid als Notfallmedikament („Jodblockade“). Erwachsene über 45 Jahren sollten grundsätzlich keine hochdosierten Jodtabletten einnehmen, da diese das Risiko für schwerwiegende Schilddrüsenerkrankungen erhöhen. Auch wer zum Beispiel auf Jod überempfindlich reagiert (Jodallergie) oder eine Schilddrüsenüberfunktion hat, sollte auf die prophylaktische Jodeinnahme verzichten.
Der Katastrophenschutz ist Aufgabe der Bundesländer. Auch die Bevorratung mit Kaliumiodid und seine Ausgabe an die Bevölkerung werden von den Bundesländern geregelt. Als Vorsorgemaßnahme kann es nach einem Atomunfall an die Bevölkerung ausgegeben werden. Eingenommen werden sollten die Tabletten nur nach ausdrücklicher Aufforderung durch die Behörden. Die Dosierung richtet sich nach dem Alter.
Bei einem atomaren Unfall wird radioaktives Jod freigesetzt. Dieses wird vom Körper über die Luft, über Nahrung und Getränke oder über die Haut aufgenommen. Es reichert sich in der Schilddrüse an und kann dort zu Organschäden führen. Die Schilddrüse regelt selbst, wie viel Jod sie aufnimmt. Dabei wird nicht unterschieden zwischen radioaktiven oder stabilem, nicht-radioaktiven Jod. Eine mit Jod gesättigte Schilddrüse wird weniger oder kein radioaktives Jod aufnehmen. Deshalb kann durch die Einnahme von Jodtabletten die Speicherung von radioaktivem Jod verhindert werden. Der Schutz ist am wirksamsten, wenn die Jodtabletten praktisch gleichzeitig mit dem Einatmen des radioaktiven Jods eingenommen werden. Jodtabletten schützen aber nicht vor anderen radioaktiven Stoffen.

Importe aus der Region Japan unterliegen besonderen Kontrollen
Frühwarnsystem für Radioaktivität
Aigner: Lebensmittel aus Japan werden auf Radioaktivität überprüft
Erhöhte Grenzwerte für radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus Japan
Quelle: http://www.abda.de/52+B6JmNIYXNoPTRkYmI2MTFiNWYmdHhfdHRuZXdzW2JhY2tQaWRdPTEmdHhfdHRuZXdzW3R0X25ld3NdPTEyODc_.html
Gruppe: Medikamente
Bild: By Heinz-Josef Lücking (own work / eigenes Bild) [CC-BY-SA-3.0 (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
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TweetGuckt mal hier: Wo es in Deutschland strahlen könnte
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:infografik-wo-es-in-deutschland-strahlen-koennte/60025554.html
Hiermit rufe ich alle vernünftigen Menschen auf etwas zu tun! Eine Möglichkeit ist eine Unterschrift bei der Online-Petition >Super Gau in Japan - AKW´s ABSCHALTEN
Hier der Link:
http://www.openpetition.de/petition/zeichnen/super-gau-in-japan-akws-abschalten
LG Maja
seit gestern liest man ständig im Netz, die Leute würden sich
massenhaft mit Jodtabletten eindecken. Die Frage ist: mit welchen
Jodtabletten eigentlich?
Die handelsüblichen Jodtabletten enthalten Jod in der Größenordnung
von 100 µg. Das gilt auch für jodhaltige, verschreibungspflichtige
Schilddrüsenmedikamente sowie für frei verkäufliche
Multimineral-Präparate, die es in Apotheken und Supermärkten gibt -
das sind immer Größenordnungen im zwei- bis dreistelligen
Mikrogrammbereich pro Tagesdosis.
Die hoch dosierten Präparate zur Jodblockade nach Reaktorunfällen
enthalten allerdings Jod in der Größenordnung von 100 mg, und die
haben die Apotheken nicht vorrätig. Ist auch gescheiter so, die
Verwechselungsgefahr wäre wohl zu groß.
Was kann ich und du gegen Atomkraft tun? Alle sind dagegen.
Antwort: Beziehen Sie noch keinen Ökostrom? Dann nutzen Sie Ihre Verbrauchermacht und wechseln jetzt!
Die Einzelaspekte und Fragen des Themas werden hier chronologisch gezeigt. Beteilige dich und schreibe eine Antwort!
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Andreas E. |