15.09.11 16:07 Uhr
Dr. Christian Jung erhält für seinen Beitrag „Braaks fataler Verdacht“ über die anatomische Suche nach der Entstehung der Alzheimer- und Parkinson-Krankheit in Bild der Wissenschaft den Deutschen Journalistenpreis Neurologie. In der Kategorie elektronische Medien wird das Autorenduo Stefan Geier und Daniel Schwenk mit diesem Medienpreis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) gewürdigt. Ihr Film „Das gläserne Gehirn – wie nützlich ist Gedankenlesen?“ wurde in der Wissenschaftssendung X:enius auf ARTE in Deutschland und Frankreich ausgestrahlt. Der Preis wird am 29. September 2011 auf dem Neurologenkongress 2011 in Wiesbaden verliehen.
Dr. Christian Jung stellt in „Braaks fataler Verdacht“ den weltbekannten Ulmer Neuroanatom Professor Heiko Braak vor, der auch nach seiner Emeritierung die Ursachen der Alzheimer- und der Parkinson-Krankheit anhand von Schnittbildern des Gehirns erforscht. Mit dem Forscherporträts, das im Juni 2011 in „Bild der Wissenschaft erschienen ist, überzeugte er die Jury einstimmig. Jung führt verständlich und spannend in das Thema ein, und man versteht, wie Inhalt der Forschung und Persönlichkeit des Forschers miteinander verbunden sind. Die Tatsache, dass der Autor selber von Morbus Parkinson betroffen ist, verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe und Authentizität.
Dr. phil. Christian Jung (geb 1962) ist Diplombiologe und Diplomjournalist und leitete mehrere Jahre lang die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Volkswagen-Stiftung. Er lebt und arbeitet unter anderem als freier Journalist in Hannover.
Das Autorenteam Stefan Geier und Daniel Schwenk aus München erhält mit seinem vom Bayerischen Fernsehen für das Wissenschaftsmagazin X:enius (ARTE) produzierten Beitrag „Das gläserne Gehirn – wie nützlich ist Gedankenlesen?“ den Deutschen Journalistenpreis Neurologie in der Kategorie „elektronische Medien“. Die beiden Journalisten behandeln darin zwar kein streng neurologisches, sondern ein interdisziplinäres neurowissenschaftliches Thema, wecken aber über die Art der Darstellung speziell bei jungen Zuschauern die Faszination am Gehirn, das eben deutlich mehr ist als lediglich ein Organ. So werden in der Sendung durch mehrere Einspieler neben neurowissenschaftlichen und technischen auch psychologische sowie ethische Fragen aufgeworfen, die, gründlich recherchiert, von einer jugendlichen Moderation mit vielen Experteninterviews seriös beantwortet werden.
Stefan Geier (geb. 1975) hat Mathematik und Physik studiert und ist seit 2005 Autor und Moderator in der Redaktion Wissenschaft und Bildung des Bayerischen Rundfunks, unter anderem für „Nano“ und „W wie Wissen“. Seine Schwerpunkte: Physik, Mathematik, Medizintechnik, Biologie, Energietechnik.
Daniel Schwenk (geb. 1974) studierte Biologie, Chemie und Wissenschaftsjournalismus und arbeitet seit 2005 beim Bayerischen Rundfunk, zunächst als Autor für Wissenschafts-, Umwelt- und Gesundheitsthemen für verschiedene Formate im Bayerischen Fernsehen und der ARD. Seit 2009 ist er Chef vom Dienst für die Wissenschaftssendungen „Faszination Wissen“ (Bayerisches Fernsehen) und "X:enius" (ARTE).
Der Deutsche Journalistenpreis Neurologie wird seit 2008 von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie vergeben und ist mit insgesamt 3000 Euro in zwei Kategorien dotiert. Der Preis wird nicht von der Industrie unterstützt. Er würdigt Autoren mit journalistischen Beiträgen für die breite Öffentlichkeit, die sich einerseits durch fundierte Recherche, andererseits aber auch durch journalistische Kompetenz und Kreativität auszeichnen. Jährlich bewerben sich rund 50 Journalisten um die Auszeichnung. Die Jury besteht aus renommierten Neurologen und Journalisten.
Quelle: http://www.dgn.org/component/content/article/23/1767-deutscher-journalistenpreis-neurologie-2011.html
Gruppe: Parkinson
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Link zum Text "Braaks fataler Verdacht".
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Andreas E. |