Brainfood – die richtige Nahrung fürs Gehirn

08.04.11 14:13 Uhr, geändert am 08.04.11 14:14 Uhr

 

(c) Techniker Krankenkasse, HamburgSchon das Gehirn eines Neugeborenen enthält etwa 50 bis 100 Milliarden Nervenzellen. Alle Sinneseindrücke und Wahrnehmungen lassen das gigantische Netzwerk von Nervenverbindungen und Schaltstellen weiter anwachsen. So gibt es nach Expertenschätzungen mindestens 100 Billionen "Schaltstationen", über die der Informationsfluss geregelt wird. In jeder Sekunde nehmen wir bis zu zehn Millionen Informations-Einheiten auf. Das heißt: Ununterbrochen riechen, hören, sehen, schmecken, tasten, fühlen und denken wir – oder erinnern uns an etwas. Das Gehirn ist ständig gefordert. Selbst beim Schlafen sind verschiedene Areale aktiv und sorgen für lebhafte Träume.

 

Um diese Höchstleistungen erbringen zu können, verbraucht das Gehirn etwa 30 Prozent des gesamten Energiebedarfs unseres Körpers. Da es selbst keine Energie speichern kann, muss unsere Denkzentrale regelmäßig gefüttert werden. Dabei kommt es jedoch darauf an, welche Nährstoffe dem Gehirn zugeführt werden. Denn: Nur eine ausgewogene und vollwertige Ernährung kann die Konzentration und Lernfähigkeit verbessern. Besonders günstige Nahrungsmittel für die optimale Funktion des Gehirns werden als „Brainfood“ bezeichnet, zu deutsch: Gehirnnahrung. Alexandra Krotz, Ernährungsexpertin bei der Techniker Krankenkasse (TK), gibt gegenüber PatientenWieIch - Ratgeber Patient und Gesundheit - Tipps für kluge Köpfe:

 

  • Besonders wichtig für die geistige Fitness sind Kohlenhydrate. Für die Arbeit der grauen Zellen müssen täglich 120 g Glucose, auch Traubenzucker genannt, zur Verfügung stehen. Ideale Quellen für die Energiebereitstellung sind die komplexen, langkettigen Kohlenhydrate aus Vollkorngetreide, Gemüse, Kartoffeln und Hülsenfrüchten. Neben den wertvollen Kohlenhydraten enthalten diese Lebensmittel auch reichlich Ballaststoffe. Sie sorgen dafür, dass der Kohlenhydratbaustein Glucose langsam, aber stetig ins Blut und damit ins Gehirn gelangt. So hält die Leistungsfähigkeit länger an. Am besten kleine Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilen. So kommt es gar nicht erst zu einer Unterzuckerung und damit zu Funktionsstörungen im Gehirn.

  • Auch Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren bringen Power fürs Gehirn. Besonders gut kann unser Körper tierisches Eiweiß aus fettarmen Milch-, Fleisch-, Fisch- und Geflügelprodukten verwerten. Gut sind auch Kombinationen aus tierischem und pflanzlichem Eiweiß wie zum Beispiel Müsli mit Milch, Kartoffeln mit Ei oder Hülsenfrüchte mit Fleisch. Omega-3-Fettsäuren schützen das Nervensystem unter anderem vor altersbedingten Schädigungen. Einen hohen Anteil enthalten Raps- und Walnussöl sowie Lachs und Makrele.

  • Für Konzentrationsfähigkeit sorgen Vitamine der B-Gruppe. Sie sind enthalten in Hefe, Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Käse, Milch, Eiern, Gemüse, Bananen, Kartoffeln und Innereien. Vitamin C (Zitrusfrüchte, Kiwi, Kohl), Vitamin A und Beta-Karotin (Leber, Butter, Käse, grüne und gelb-rote Gemüsesorten und Früchte) sowie Vitamin E (Getreide, Weizenkeime, Pflanzenöle, Eier) schützen das Gehirn vor zellzerstörenden freien Radikalen.

  • Unentbehrlich sind für die Gehirnfunktion Mineralstoffe und Spurenelemente. Dazu gehören Calcium (Milch- und Milchprodukte, grüne Gemüsesorten, Sesamsamen, Nüsse, Mineralwasser), Magnesium (Vollkorn, Milchprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen) sowie Eisen (Fleisch, Fisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Weizenkeime, Johannisbeeren).

  • Das Gehirn mag es scharf: Öfter mal mit Curry, Chili, Pfeffer und Peperoni würzen. Die Schärfe löst Reize im Nervensystem aus und lässt das Gehirn vermehrt so genannte Endorphine ausschütten. Das sorgt für gute Laune und Wohlbefinden.

  • Damit das Gehirn nicht austrocknet, sollte man täglich mindestens zwei Liter Wasser, Tee oder Saftschorle trinken. Beim Sport und im Sommer noch mehr.

Thema-Spezial: Kopfschmerz - Tipps gegen das Schädelbrummen

Bild: (c) Techniker Krankenkasse, Hamburg

Gruppe: Kopfschmerz
Quelle: Presse-Spezial der Techniker Krankenkasse, http://www.tk-online.de/tk/pressemitteilungen/archiv-2008/gesundheit-und-service/114960

 

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Andreas E.
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