07.03.11 14:47 Uhr
Dass Sahnetorte und Fast Food für runde Hüften sorgen, ist vielen bekannt. Aber dass auch dasmenschliche Gehirn unter zu viel Fett leidet, ist noch weitgehend unbekannt. US-Forscher der University of California haben herausgefunden, dass zu viel Körperfett Einfluss auf die Größe des Gehirns im Alter hat. Bei Menschen mit einem hohen Body-Mass-Index (BMI) sah das Gehirn bis zu 16 Jahre älter aus als bei Normalgewichtigen.
Die Gesundheitsexperten der Central Krankenversicherung weisen jedoch darauf hin, dass bestimmte Fette das Gehirn auch ankurbeln können. In ihrem Gedächtnisratgeber„AktivGesund – Unser Gedächtnis“ geben sie Tipps zur Auswahl der richtigen Nahrungsmittel, um die grauen Zellen auf Trab zu halten.
Obwohl es nur zwei Prozent unseres Gesamtgewichts ausmacht, ist das Gehirn ein wahrer Nimmersatt und verbraucht ein Fünftel der Körperenergie. Wenn der Körper jedoch zu viel Fett aufnimmt und Übergewicht entsteht, reduziert sich das Gehirnvolumen. In der US-Studie wurde festgestellt, dass bei übergewichtigen Menschen mit einem BMI zwischen 25 und 30 in vier Hirnbereichen ein geringeres Volumen besteht als bei Normalgewichtigen. Bei einem BMI über 30, ab dem von Fettsucht (Adipositas) gesprochen wird, zeigte sich ein Schwund in sieben wichtigen Regionen des Gehirns.
Die Studie bestätigt viele psychologische Untersuchungen: Demnach haben übergewichtige Menschen eher Schwierigkeiten bei Gedächtnis-, Knobel- und Denkaufgaben – besonders im Alter. Zudem macht Fettleibigkeit das Gehirn anfällig für Erkrankungen. „Der Verlust an Nervengewebe verringert die kognitiven Reserven“, mahnt Paul Thompson, Professor der Neurologie an der University of California. Dadurch erhöht sich das Risiko, an Alzheimer und anderen Krankheiten, die das Gehirn angreifen, zu erkranken.
Die Gesundheitsexperten der Central weisen jedoch gegenüber der Redaktion PatientenWieIch - Ratgeber Patient und Gesundheit - ergänzend darauf hin, dass Fette nicht nur schädlich, sondern auch gut fürs Gehirn sein können. Die Docosahexaensäure (DHA), die zu den Omega-3-Fettsäuren gehört, kommt in großer Menge in den Membranen menschlicher Gehirnzellen vor. Der Stoff ist an der Übermittlung von Signalen beteiligt. Der Körper kann die Vorstufen von DHA nicht selbst herstellen, sondern entnimmt sie der Nahrung – wie zum Beispiel Fisch. Daher sollte Fisch mindestens einmal pro Woche auf dem Speiseplan stehen.
Dem Hirnschwund kann man zum einen mit Sport und zum anderen mit der richtigen Ernährung entgegenwirken. In dem Gedächtnisratgeber „AktivGesund – Unser Gedächtnis“ gibt die Central
Krankenversicherung Tipps, wie jeder seine Ernährung entsprechend anpassen kann. Kohlenhydrate, Eiweißbausteine, gesunde Fettsäuren, Vitamine sowie Mineralstoffe sorgen für einen Tag voller Hochleistung: Zum Beispiel regt eine Banane im Gehirn durch ihre Kohlenhydrate die Produktion des Glückshormons Serotonin an. Zwei Liter ungesüßter Tee oder Wasser am Tag erzeugen eine gute Durchblutung der grauen Zellen. Da unser Blut zu 80 Prozent aus Wasser besteht, ist viel Flüssigkeit wichtig für eine gleichbleibende Fließeigenschaft des Blutes und somit Grundvoraussetzung für unsere Aufmerksamkeit und Konzentration.
Quelle: http://www.central.de/online/portal/ceninternet/content/139788/272588
Bild: (c) Rainer Sturm / pixelio.de
Gruppe: Medikamente
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Andreas E. |