Künstliche Knorpel für ArthrosepatientInnen

19.09.11 18:21 Uhr

CC-BY-SA-3.0-DE LengerkeArthrose, die Degeneration von Gelenken, ist ein weit verbreitetes Problem, das in zunehmendem Alter vermehrt auftritt. Sport ist zwar gesund, aber mit hohen Belastungen für die Gelenke verbunden und wird daher bei schadhaften Gelenkstrukturen zum Problem – und zur Herausforderung für SportmedizinerInnen. Das Thema Arthrose steht daher im Mittelpunkt des diesjährigen sportmedizinischen Symposiums an der Donau-Universität Krems. Namhafte WissenschaftlerInnen – darunter Prof. Dr. Jürgen Steinmeyer, Forschungsleiter der Orthopädischen Universitätsklinik Gießen und einer der bekanntesten Arthroseforscher Deutschlands, Prof. Dr. Holger Schmitt, Präsident der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) und Priv.-Doz. Dr. Martin Engelhardt, Chefarzt am Klinikum Osnabrück und Leitender Orthopäde der deutschen Olympiamannschaft – werden neueste Forschungsergebnisse etwa über die Entstehung der Arthrose präsentieren, aber auch praktisch relevante Themen der Arthrosetherapie beleuchten.


Zentrum für Regenerative Medizin feiert 5. Geburtstag


Im Rahmen des Symposiums wird auch das fünfjährige Bestehen des Zentrums für Regenerative Medizin an der Donau-Universität Krems gefeiert. Unter der Leitung von Dekan Univ.-Prof. Dr. Stefan Nehrer werden hier Methoden der Gewebekonstruktion (Tissue Engineering) entwickelt, die bestehende Therapien bei orthopädischen Problemen des Bewegungsapparates verbessern sollen. Hoher Stellenwert kommt dabei der praktischen Umsetzbarkeit in der Klinik zu – das Zentrum arbeitet diesbezüglich intensiv mit internationalen und regionalen Partnern aus Industrie und Wirtschaft und mit dem Landesklinikum Krems zusammen, in dem die modernen biotechnologischen Methoden zur Anwendung kommen.


Künstliche Knorpel für ArthrosepatientInnen


Einer der wichtigsten Forschungsbereiche des Zentrums ist die Wiederherstellung von Knorpeln für ArthrosepatientInnen. Während die Knorpelzelltransplantation bei jüngeren PatientInnen mit Knorpelverletzungen schon sehr erfolgreich eingesetzt wird und sich mittlerweile als State of the Art etabliert hat, birgt diese Methode bei älteren ArthrosepatientInnen noch erhebliche Probleme. Ziel des vom Land Niederösterreich geförderten Forschungsprojekts ist es, die Methoden des Tissue Engineering so weit zu verbessern, dass im Labor gezüchtete Knorpelzellen künftig auch bei ArthrosepatientInnen die derzeit üblichen, begrenzt haltbaren Prothesen ersetzen können.


Darüber hinaus engagiert sich das Zentrum für Regenerative Medizin erfolgreich in der Lehre und bietet mehrere Master-Studiengänge für ÄrztInnen und TherapeutInnen an, etwa für orthopädische Chirurgie, muskuloskelettale Physiotherapie und Neuroorthopädie.



Quelle: http://www.donau-uni.ac.at/de/aktuell/presse/archiv/16223/index.php

Gruppe: Athrose

Bild: CC-BY-SA-3.0-DE Lengerke


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Andreas E.
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