16.09.11 12:11 Uhr
Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Europa. In Österreich erkranken jährlich etwa 36.000 Menschen daran. Dementsprechend viel wird in Prävention und in die Krebsforschung investiert. Beim dritten Kongress des Europäischen Forums für Evidenzbasierte Gesundheitsförderung und Prävention (EUFEP) von 12. bis 13. Oktober 2011 in Krems stellen sich internationale ExpertInnen einem kritischen Diskurs zum Thema Krebsprävention. Im Mittelpunkt stehen die Fragen wie das Krebsrisiko vermindert werden kann und was Untersuchungen zur Früherkennung von Krebs bringen.
Krebsprävention im 21. Jahrhundert sieht sich mit zwei Herausforderungen konfrontiert: Maßnahmen, die das Krebsrisiko verringern, wie zum Beispiel Früherkennungsuntersuchungen bei Gebärmutterhalskrebs, in der Bevölkerung besser zu verankern und andererseits zu verhindern, dass es zu Überdiagnose und nicht notwendigen Behandlungen kommt, die mehr Schaden als Nutzen verursachen.
Das Europäische Forum für Evidenzbasierte Gesundheitsförderung und Prävention (EUFEP) widmet daher seinen heurigen Kongress dem wichtigen Thema „Krebsprävention – ungenutzte Möglichkeiten oder leere Versprechen?“, mit dem Ziel gemeinsam mit MedizinerInnen und EntscheidungsträgerInnen einen kritischen Dialog zu führen. Die TeilnehmerInnen erwerben und erweitern dabei Kenntnisse über die evidenzbasierte Prävention von Krebs und gewinnen einen Einblick in nationale und internationale Strategien im Kampf gegen Krebs.
Kritischer Diskurs und Wissenstransfer
„Vor allem Früherkennungsuntersuchungen im Zusammenhang mit Krebs sind ein wesentlicher Bestandteil moderner Präventionsmedizin. Wissenschaftlich ist der Nutzen dieser Art von Krebsprävention jedoch umstritten“, erklärt der Programmverantwortliche Gerald Gartlehner vom Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie an der Donau-Universität Krems. Beim EUFEP-Kongress 2011, so Gartlehner, stehe der kritische Diskurs über Beispiele aus der Praxis im Vordergrund, um den Transfer des besten verfügbaren Wissens über Krebsprävention von WissenschaftlerInnen zu EntscheidungsträgerInnen zu fördern.
Quelle: Pressemeldung vom 16.09.2011 der www.eufep.at
Gruppe: Krebs Allgemein
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Andreas E. |