20.03.11 10:23 Uhr
Parodontitis-Erreger sind Bakterien in der Mundhöhle, die eine Entzündung des Zahnfleisches und des Kieferknochens verursachen können. Bleibt die Erkrankung unbemerkt, droht Zahnverlust, das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko steigt um mehr als das Doppelte, die Gefahr einer Frühgeburt bei Schwangeren nimmt zu. Parodontitis und seine Folgeerkrankungen allein auf den Erreger zu schieben, wäre zu einfach. Erst wenn das Immunsystem krankt, nehmen die Bakterien in der Mundhöhle zu.
Weiße und gesunde Zähne sind zum Statussymbol geworden. Trotzdem ist das Wissen um die Bedeutung einer jährlichen, zahnärztlichen Prophylaxe in der deutschen Bevölkerung
gering. Wird eine professionelle Zahnreinigung wahrgenommen, dann vorwiegend aus dem Grund Karies zu vermeiden. Dass ab einem Alter von 40 Jahren heute mehr Zähne aufgrund von Parodontitis verloren gehen als durch Karies, ist meist unbekannt.
Parodontitis zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten der Mundhöhle. Ihr Erreger ist meist schon im Kindesalter in geringen Mengen vorhanden, was an sich nicht erstaunt, wenn man bedenkt, dass die Mundhöhle (wegen ihrer angenehmen Temperatur, der Feuchtigkeit und dem Nahrungsangebot) geradezu als paradiesisches Biotop für Mikroorganismen gilt. Werden die Bakterien in ihrer Zahl nicht durch ein intaktes Immunsystem begrenzt, setzen sie sich an den Zahnoberflächen fest und führen zu einer Entzündung des Zahnfleisches. Greift der Entzündungsprozess auf das Zahnbett über, handelt es sich um eine "Parodontitis". Diese wiederum hat nun Folgen auf die ganze Gesundheit des Menschen: In den letzten 20 Jahren wurde in epidemiologischen Studien nachgewiesen, dass sich durch eine Parodontitis das Herzinfarkt-Risiko verdoppelt, das Schlaganfall-Risiko verdreifacht, Fehlgeburten zunehmen und sich rheumatische Erkrankungen verstärken.
Die Münchner Zahnarztpraxis „DC1“ setzt seit Jahren auf eine umfassende Parodontitis-Aufklärung ihrer Patienten, denn für den Ausbruch der Erkrankung können die Erreger nicht allein verantwortlich gemacht werden! Dr. med. dent. Tijana Leventic, Master of Science für Parodontologie und für ästhetisch-rekonstruktive Zahnmedizin, (www.dc-eins.de) weist verstärkt auf die Vielfalt der Ursachen hin, die im Zusammenspiel letztendlich zu einer Parodontitis führen. Während einige Risikofaktoren, wie beispielsweise Vererbung, Diabetes mellitus oder das zunehmende Alter nicht beeinflusst werden können, gibt es durchaus Bereiche, in denen die Patienten durchaus am gesunden aktiv mitwirken können! Starkes Rauchen fördert die Vermehrung der Parodontitis-Bakterien und verschleiert die klassischen Symptome wie Zahnfleischbluten. Durch zu fette und gezuckerte Speisen wird der Speichel zu sauer und der Zahnschmelz kann nicht remineralisiert werden, er wird angreifbar. Fettzellen produzieren Entzündungsstoffe und hormonelle Störungen fördern eine Parodontitis. Letztendlich führt auch eine schlechte Mundhygiene zum Ausbreiten der Bakterien, ebenso wie andauernder Stress, der das Immunsystem schwächt. Parodontitis ist eine Erkrankung des ganzen Körpers. In ihrer Ursache sollte sie im Ganzen erfasst und im Gesamten behandelt werden. Erst dann führt ihre Behandlung zu langfristigem Erfolg.
Quelle: http://www.newsmax.de/parodontitis-ist-keine-erkrankung-der-mundhoehle-news21189.html
Bild: (c) Zahnarztpraxis "DC1 Dental Competence
Gruppe: Zahnpflege
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Andreas E. |